12.03.2013 15:38
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Börse Frankfurt-News: Internationale Aktien plus Risiko (ETFs)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 12. März 2013. Das Kursfeuerwerk an den Börsen lockt Anleger in Aktien-ETFs, favorisiert werden Indexfonds mit US-amerikanische und japanische Unternehmen. Bei deutschen und anderen europäischen Aktien ist die Kauffreude gebremst.

Dass der Dax vergangene Woche zumindest kurz über die 8.000 Punkte-Marke und der Dow Jones sogar auf ein Rekordhoch geklettert ist, macht sich auch im ETF-Handel bemerkbar. Händler melden gute Umsätze - mit einem klaren Käuferüberhang. "Anleger sind immer noch recht risikofreudig", bemerkt Martina Schröttle von der Commerzbank. Auch Sidi Kleefeld von der Deutschen Bank meldet gute Volumina, wobei am gestrigen Montag erste Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten.

"Trotz Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens kann man auf eine ordentliche und auch positive Handelswoche zurückblicken", erklärt Florian Perini von Flow Traders. Ausschlaggebend hierfür seien positive Nachrichten aus den USA gewesen. "Zum einen wurden gute Daten zur US-Produktivität veröffentlicht, zum anderen konnten die US-Arbeitsmarktzahlen überzeugen." Aber auch aus Japan seien positive Zahlen gekommen.

Ausgeglichener Handel

In DAX- und Euro Stoxx 50-Trackern halten sich Zu- und Abflüsse auf Wochensicht die Waage. Der Euro Stoxx hängt ohnehin weit hinter DAX und Dow Jones zurück und hat sich nach den heftigen Einbrüchen durch die Finanzkrise kaum berappelt. Laut Commerzbank wurden etwa im iShares DAX (WKN 593393) und im UBS Euro Stoxx 50 (WKN 778188) beide Seiten gespielt. Auch Flow Traders berichtet von einem ausgeglichenen Handel mit hiesigen Indexfonds (WKNs 593395, 593393).

Go West - or East

Besser an kommen offenbar ETFs mit US-amerikanischen Aktien, etwa der iShares Dow Jones Industrial Average (WKN 628939), der iShares S&P 500 (WKN 264388) und der iShares MSCI North America (WKN A0J206), wie Perini berichtet.

Auch japanische Dividendentitel überzeugen, Anleger kaufen Anteile am iShares MSCI Japan (WKN A0DPMW), am Lyxor ETF Japan (WKN A0ESMK), am iShares Nikkei 225 (WKN A0H08D) und am iShares MSCI Japan Monthly Euro Hedged (WKN A1H53P). Der japanische Leitindex Nikkei hatte am Freitag über der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten geschlossen, so hoch wie seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 nicht mehr.

Bezüglich der Emerging Markets gehen die Meinungen unterdessen auseinander, breit gestreute Fonds werden mal gekauft, mal verkauft. Dafür können einzelne Länder punkten: "Von den Schwellenländer-ETFs wurden vermehrt ETFs mit indischen (WKN LYX0BA) und türkischen Aktien (WKN LYX0AK) nachgefragt", stellt Perini fest. Der Türkei-ETF kann auf Sicht von einem Monat übrigens mit einem Plus von fast 9 Prozent aufwarten.

Immer wieder Rückschläge für Banken-Fonds

Im Handel mit Sektoren-ETFs standen abermals Banken im Mittelpunkt des Interesses. Flow Traders meldet Käufe und Verkäufe (WKN 628930), die Commerzbank berichtet hingegen von umfangreichen Abflüssen aus Bank-ETFs. "Bei uns machten die Abgaben zwei Drittel aus", erklärt Schröttle mit Blick auf den Lyxor Stoxx Europe 600 Banks (WKN LYX0AP). Der hatte von Juli vergangenen Jahres bis Januar deutlich an Wert gewonnen, tritt seitdem aber auf der Stelle beziehungsweise tendiert schwächer. Abgesehen davon werden Technologiewerte (WKN 593397) abgestoßen, wie Flow Traders beobachtet hat.

Renten: Lust am Risiko

Im Rentenbereich stieg die Risikofreude nach Einschätzung von Perini ein wenig. "Investoren haben sich vor allem Produkte mit hoher Rendite ins Depot gelegt." Auf den Einkaufslisten stand etwa der iShares Markit iBoxx Euro High Yield Bond (WKN A1C8QT), der Unternehmensanleihen mit hoher Rendite abbildet.

Bei der Commerzbank konzentrierte sich das Interesse der Kunden auf den iShares eb.rexx Government Germany (WKN 628946), der an die Entwicklung deutscher Staatsanleihen gekoppelt ist und als sichere Bank gilt. "Hier hatten wird gleichermaßen Käufe und Verkäufe", meldet Schröttle. Parkplätze für Geld werden angesichts der attraktiven Aktienmärkte offenbar nicht mehr benötigt: Wie Kleefeld festgestellt, trennen sich Anleger von Geldmarkt-ETFs wie dem iShares eb.rexx Money Market (WKN A0Q4RZ).

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© 12. März 2013 / Anna-Maria Borse

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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