04.06.2013 14:05
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Börse Frankfurt-News: Türkei-ETFs unter Druck (ETFs)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 4. Juni 2013. Nach dem regen Handel in der Vorwoche kommen die Umsätze wieder zurück. Türkischer Aktienmarkt wegen regierungskritischen Protesten auf den Verkaufslisten.

Von einer feiertagsbedingt ruhigen Handelswoche, berichten Market Maker aus dem Handel mit Indexfonds. "Offenbar waren einige Marktteilnehmer über das lange Wochenende im Urlaub. Jedenfalls sind die Umsätze im Vergleich zu den Vorwochen zurückgegangen. Das Niveau ist aber immer noch ganz ordentlich", kommentiert Sidi Kleefeld von der Deutschen Bank. Gregor Hamme von der Unicredit bestätigt: "Es war eher eine ruhige und tendenzlose Woche. Wir haben keine großen Käufe oder Verkäufe gesehen."

So lässt sich laut Hamme vor allem bei Trackern von Dax (WKNs 593393, DBX1DA, ETFL01) und Euro Stoxx 50 (WKNs 593395, ETFL02) aktuell keine klare Richtung ausmachen. "Die Impulse sind derzeit auch eher gegensätzlich: Auf der einen Seite herrscht Sorge darüber, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe reduzieren könnte, andererseits haben die jüngsten Konjunkturdaten aus Europa zuletzt positiv überrascht. Das spiegelt sich in einem uneinheitlichen Markt", erläutert der Händler.

Die Deutsche Bank meldet unterdessen einen leichten Kaufüberhang bei DAX- und Euro Stoxx 50-ETFs. Ebenso seien der britische FTSE 100 (WKN 552752) und der S&P 500 (WKN 264388) tendenziell gesucht. Überwiegend Abgaben beobachtet Kleefeld bei Trackern des MSCI World (WKN A0HGZR) sowie des MSCI Emerging Markets (WKN A0HGWC).

Investoren kehren Türkei den Rücken

Die tagelangen Massenproteste gegen die türkische Regierung und der damit einhergegangene Kurseinbruch an der Istanbuler Börse sorgen auch unter ETF-Investoren für Verunsicherung, nachdem Tracker türkischer Indizes in der vergangenen Woche noch auf den Einkaufslisten gestanden hatten. "Türkei-ETFs wie der Lyxor ETF Turkey (WKN LYX0AK) sind in den vergangenen Tagen stark zurück gekommen", meldet Kleefeld, der allerdings davon ausgeht, dass sich der türkische Markt von den Turbulenzen relativ schnell erholen wird. Am gestrigen Montag war der ISE 100, der Leitindex der Istanbuler Börse, um über 8 Prozent eingebrochen - der größte Kursrutsch seit der Pleite von Lehmann Brothers. Zuletzt war das Land am Bosporus angesichts eines fulminanten Wirtschaftsaufschwungs zu einem der Schwellenländerfavoriten aufgestiegen; der ISE 100 hat in einem Jahr mehr als 50 Prozent gewonnen.

Technologiesektor gesucht

Im Bereich der Sektoren-Fonds beobachtet Hamme einen leichten Anstieg der Risikofreude. "Bei erhöhten Umsätzen haben wir hier in den vergangenen Tagen einen Wechsel aus dem defensiven Versorger- in den eher zyklischen Technologiesektor gesehen", berichtet der Market Maker. Abgegeben wurde demnach der iShares STOXX Europe 600 Utilities (DE) (WKN A0Q4R0) und gekauft der iShares STOXX Europe 600 Technology (DE) (WKN A0H08Q).

Das Geschäft mit Renten-ETFs bleibt nach Auskunft der Händler wie schon in der Vorwoche weiter ruhig. "Die größten Umsätze sehen wir derzeit im Aktienbereich, während im Fixed Income-Bereich eher wenig los ist", fasst Kleefeld zusammen.

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© 4. Juni 2013/Karoline Kopp

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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