15.07.2013 20:59
Bewerten
 (0)

Anleger kaufen nach Bernanke-Aussagen ETFs

Börse Stuttgart
Die beruhigenden Worte von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zur Geldpolitik haben die Privatanleger auch in der vergangenen Woche bei börsengehandelten Fonds (ETF) zugreifen lassen.
"Die Kernaussage war, dass das Geld zunächst einmal weiter billig bleibt", sagte der Leiter des ETF-Handels der Börse Stuttgart, Michael Görgens, am Montag. Vor kurzem hätten die Anleger noch befürchtet, dass die Ära der hochexpansiven Geldpolitik früher als gedacht enden könnte.

    Die Aussagen von Bernanke hätten sogar kurzfristig geholfen, die Sorgen über die Wirtschaft Chinas zu vergessen, sagte Görgens. Zuletzt hätten sich die Marktteilnehmer immer mehr Sorgen um faule Kredite im Bankensystem des riesigen Landes gemacht. Zudem habe es Befürchtungen gegeben, dass das Wirtschaftswachstum mehr und mehr an Dynamik verlieren könnte.

    Dank der Bernanke-Aussagen aber seien die Anleger in Stuttgart von einer weiter freundliche Tendenz an den Aktienmärkten ausgegangen. Insofern hätten in fast allen ETF-Kategorien die Käufe die Verkäufe überwogen. Der wöchentliche Umsatz habe zugelegt und bei überdurchschnittlichen 125 Millionen Euro gelegen.

    Einzig taktisch und kurzfristig orientierte Anleger nutzten die gestiegenen Kurse laut Görgens für einen Strategiewechsel und nahmen Gewinne in gehebelten Long-ETFs mit. Im Gegenzug hätten sie mit Short-ETFs auf wieder nachgebende Notierungen an den Aktienbörsen gesetzt./la/mis

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: isak55 / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.
Suchen

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?