06.08.2013 13:28
Bewerten
 (0)

ETF-Anleger machen bei deutschen Produkten Kasse

Börse Stuttgart
Gewinnmitnahmen haben in der vergangenen Woche das Bild am Markt für börsengehandelte Fonds, kurz ETFs, geprägt.
"Die Privatanleger haben wieder etwas vorsichtiger agiert", sagte der Leiter des ETF-Handels der Börse Stuttgart, Michael Görgens, am Dienstag.

    So sei nicht nur die Stimmung unter den taktisch geprägten Anlegern negativ gewesen, sondern auch längerfristig orientierte Investoren hätten teilweise die gestiegenen Kurse genutzt, um etwa bei deutschen Aktien-ETFs Kasse zu machen. Ein Teil der Gelder sei dann auch gleich in börsengehandelte Anleihefonds geflossen: "Offenbar glaubt ein Teil der Anleger nicht daran, dass Indizes wie der Dax (DAX) während der traditionell schwächeren Sommermonate auf ein Rekordhoch steigen werden."

    Auch börsengehandelte Fonds mit Fokus auf den asiatischen Aktienmarkt wurden vor diesem Hintergrund verkauft. Einzig Japan wurde von den Anlegern favorisiert. Hier griffen sie zu einem währungsgesicherten ETF. Offenbar erwarten die ETF-Investoren Görgens zufolge nicht nur einen steigenden japanischen Aktienmarkt, sondern damit einhergehend auch eine weitere Schwäche der Landeswährung Yen.

    Von Nachrichten und Saisonalität unbeeindruckt zeigte sich alleine der US-amerikanische Markt (S&P 500). Dieser wurde weiter von den Anlegern bevorzugt, obwohl sich die Stimmen der Marktbeobachter mehrten, dass die US-Notenbank bereits im September eine Reduktion ihres Anleihekaufprogramms bekannt geben könnte. Dies würde auch den Aktienmärkten Liquidität entziehen. Insgesamt lag der Umsatz aller gehandelten ETF in Stuttgart bei unterdurchschnittlichen rund 80 Millionen Euro./la/ag

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: LiliGraphie / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dementi - Air Berlin: Zusammenlegung von Töchtern kein Thema -- Fed-Chefin Yellen gibt keine klaren Hinweise auf frühere Zinserhöhung -- Microsoft, RWE, eBay im Fokus

Draghi fordert wachstumsfreundlichere Politik. WTO verurteilt Argentiniens Importbeschränkungen. Bundeskartellamt leitet kein Missbrauchsverfahren gegen Google ein. Wirtschaftsprofessor: Mehr Vereine werden BVB folgen. Rocket Internet sichert sich weiteren Aktionär. Russischer Hilfskonvoi überquert ukrainische Grenze.
Wo wohnt man am teuersten?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Models verdienten 2014 am meisten

Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige