
Die wie erwartet ausgefallene Zinssenkung allerdings hatte Görgens zufolge viele Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen veranlasst. Diese seien noch von schlechten Konjunkturdaten aus den USA verstärkt worden, so dass der Dax zum Wochenschluss wieder mit der Marke von 6.400 Punkten kämpfte. Unter Berücksichtigung aller Anlageregionen hielt sich im Zeitraum vom 2. bis zum 6. Juli im Handelssegment Bestx des Börse Stuttgart die Anzahl der ge- und verkauften Aktien-ETFs insgesamt die Waage. Der Umsatz lag mit einem Wert von 79 Millionen Euro etwas unter dem Jahresschnitt.
Von dem schnellen Richtungswechsel des Dax überrascht bauten laut Görgens einige längerfristig orientiere ETF-Anleger wieder ihre Kaufpositionen im deutschen Aktienmarkt ab, die sie zu Anfang der Vorwoche erworben hatten. Unter dem Strich überwogen in diesem Segment die Verkäufe die Käufe leicht. Die taktisch orientierten ETF-Anleger hingegen seien bei ihrer Einschätzung geblieben, dass die deutschen Aktienmärkte kurzfristig weiter unter Druck kommen könnten, fuhr der Experte fort. Insofern hätten sie bei solchen börsengehandelten Fonds zugegriffen, mit denen sie sich gegen fallende Kurse absichern können. Mit Blick auf die anderen Anlageregionen waren Görgens zufolge auch ETFs gefragt, die sich auf nordamerikanische Dow Jones sowie auf Schwellenländer-Aktienmärkte beziehen. Ferner fanden börsengehandelte Rohstoff- und Anleihenfonds die Gunst der Anleger. Geldmarkt-ETFs aber wurden angesichts des historisch niedrigen Leitzinsniveaus in der Eurozone überwiegend verkauft./la/ag STUTTGART (dpa-AFX)| Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab. |