27.08.2013 14:25
Bewerten
 (0)

Langfristige Anleger halten sich bei Aktien-ETFs zurück

Börse Stuttgart
Langfristig orientierte Privatanleger am Markt für börsennotierte Fonds (ETFs) haben sich in der vergangenen Woche mit neuen Engagements erneut zurückgehalten.
Ein Grund dafür sei die anhaltend volatile Seitwärtsbewegung am Aktienmarkt gewesen, aus der der DAX nicht ausbrechen konnte, sagte der Leiter des ETF-Handels an der Börse Stuttgart, Michael Görgens, am Dienstag. Entsprechend hätten sich vor allem taktisch orientierte Anleger positioniert. Der Gesamtumsatz lag bei unterdurchschnittlichen rund 77 Millionen Euro.

    Derweil haben die Schwellenländer Görgens zufolge wieder keinen leichten Stand gehabt. "Die Erwartung der Anleger eines baldigen Endes oder zumindest einer Reduktion der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed führte in den vergangenen Tagen und Wochen zu einem Abfluss von Kapital aus diesen Ländern." Darunter litten nicht nur die Börsen in diesen Staaten, sondern auch deren Währungen. Hinzu gekommen sei die Verschärfung der Syrien-Krise mit Befürchtungen eines US-Militärschlags. Entsprechend hätten die Investoren verstärkt ETFs auf die Region Europa, Naher Osten und Afrika verkauft.

    Ein reges Interesse sei hingegen bei Anleihen-ETFs zu verzeichnen gewesen, fuhr Görgens fort. Der ausschlaggebende Faktor seien hier die zuletzt gestiegenen Renditen gewesen. Kurzfristig orientiere Anleger rechneten sogar mit einem weiteren Anstieg der Renditen.

    Gefragt waren Görgens zufolge auch ETFs auf Goldminen-Aktien. Hier hätten Anleger die wieder verbesserte Stimmung für Gold und Silber genutzt./mis/ag

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: Joel Shawn / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.
Suchen

Heute im Fokus

Berlin und Paris für stärkere Regulierung von Internetfirmen -- Bundesregierung schließt Anti-Spionage-Vertrag mit Blackberry -- E.ON verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro

Juncker will keine Strafen für EU-Haushaltssünder. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Opec befeuert Ölpreisverfall. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt. Infineon leidet unter herausforderndem Marktumfeld.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige