19.03.2013 15:31
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Die Nervosität steigt

ETFs
Verhalten reagieren ETF-Anleger auf die Diskussionen rund um die Rettung Zyperns.
Händler berichten von einem gemäßigteren Handel mit Indexfonds im Vergleich zu den starken Vorwochen. "Dennoch ist die Anzahl der ETF-Trades mit 12.000 weiterhin über dem Durchschnitt", konkretisiert Frank Mohr. Tendenziell ginge im Handel bei der Commerzbank Richtung außereuropäische Aktienindizes, weg von Werten der Eurozone. "Zu den umsatzträchtigsten Produkten gehören bei uns ETFs mit Aktien aus Schwellenländern und aus Asien." Traditionell starke an Dax oder Euro Stoxx 50 gekoppelte Indexfonds rückten in der Umsatzstatistik weiter nach unten.

"Die wenigsten Anleger vertrauen derzeit darauf, dass der DAX-Sprung über die Marke von 8.000 Punkten nachhaltig ist", meint Aysun Cifci. Bei der DekaBank überwögen insgesamt die Käufer, die sich Richtung große Indizes der Industrienationen orientierten, auch DAX-Tracker gehörten dazu.

Von den Schwankungen profitieren

Perini

Für Unsicherheit und Handel in beide Richtungen habe insbesondere die Pläne gesorgt, Sparer am Rettungspaket für Zypern zu beteiligen, wie Florian Perini von Flow Traders bemerkt. Der Gedanke, dass dieses Modell Schule machen könne, zehre an den Anlegernerven. "Selbst Märkte wie Nordamerika und Japan stehen teilweise wieder auf den Verkaufslisten."

Wiederentdeckt hätten ETF-Anleger Produkte, die von der Volatilität im Markt profitierten. "Hier wurde vor allem der iPath VSTOXX Short-Term Futures Total Return ETN gekauft."

Kein einheitliches Bild für Bluechip-ETFs

Cifci

Gemischt geht es Händlern zufolge im Handel mit ETFs europäisch ausgerichteter Indizes zu. "Anleger trennten sich bei uns in Summe von ihren Engagements an Tracker von MSCI Europe, DAX oder Euro Stoxx 50", fasst Mohr zusammen.

Hingegen meldet Cifci mehr Zu- als Abflüsse beispielsweise in Indexfonds auf den DAX (WKN 593393) und den MSCI Europe (WKN A0HGZR). Gut an kämen zudem ETFs mit Aktien des S&P 500 (WKN 264388) und des MSCI USA (WKN ETFL26).

Bei Flow Traders würden solche ETFs dagegen durchweg in beiden Richtungen gehandelt. Perini spricht von Käufen und Verkäufen etwa in ETFs auf den Euro Stoxx 50 (WKN 593395), den MSCI North America (WKN A0J206), den S&P 500 (WKN 264388) und den DJ Industrial Average (WKN 628939). Ein ebenso buntes Bild zeichne sich in ETFs japanischer Indizes wie dem MSCI Japan (WKN A0DPMW) und dem MSCI Japan Monthly Euro Hedged (WKN A1H53P).

Mal ja und mal nein zu Schwellenländer-ETFs

Mohr

Ohne erkennbaren Trend gehe es zudem bei an Schwellenländer-Indizes gekoppelte ETFs zu. Während Mohr von überwiegendem Zuspruch für diese Produktgattung berichtet, meldet Perini Abgabenüberhänge beispielsweise für Indexfonds, die den marktbreiten MSCI Emerging Markets (WKN DBX1EM, A0HGZT) abbilden. Auch Tracker des MSCI Asia (WKN DBX1AE) führt Perini auf der Verkaufsseite, ebenso des MSCI Brazil (WKN A0HG2M) und des Brazil Ibovespa (WKNs LYX0BE). In beide Richtungen rege hin und her ging es laut Flow Traders bei ETFs mit Werten des MSCI Turkey (WKN LYX0AK) und des MSCI India (WKN LYX0BA).

Pfandbriefe gefragt

Bei Festverzinslichem punkteten Mohr zufolge in den vergangenen Handelstagen insbesondere Pfandbriefe und nennt die im Vergleich etwas höhere Rendite als Begründung. "Seit einigen Wochen sind ETFs auf Pfandbriefe recht beliebt", bestätigt Perini. Zuflüsse habe es beispielsweise beim iShares Markit iBoxx EURO Covered Bond (WKN A0RFEE) gegeben.

Von einem Käufermarkt im Fixed-Income Sektor spricht auch Cifci und nennt Zuflüsse etwa im ETFlab iBoxx EUR Liquid Non-Financials Diversified (WKN ETFL38) und ETFlab iBoxx EUR Liquid Germany Covered Diversified (WKN ETFL35).

© 19. März 2013 / Iris Merker

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(END) Dow Jones Newswires

   March 19, 2013 10:01 ET (14:01 GMT)- - 10 01 AM EDT 03-19-13

19. März 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt).

Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum
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