25.01.2013 12:30
Bewerten
 (6)

Rohstoff Holz: Da ist kein Wurm drin

Fonds oder ETF
Dank der Erholung am US-Immobilienmarkt erreichen die Preise für Bauholz neue Rekordstände. Die gesamte Forst-Branche profitiert von dem Trend, der sich 2013 fortsetzen könnte.
€uro am Sonntag

von Julia Groß, Euro am Sonntag

Für deutsche USA-Touristen sind sie fast immer ein Grund zum Lästern: die an Pappe ­erinnernden Pressspanplatten, aus ­denen die Amerikaner ihre Häuser bauen. Ausgerechnet jene Bretter haben im vergangenen Jahr mit einer Preissteigerung von plus 45 Prozent die Entwicklung der meisten anderen Rohstoffe übertroffen.

Grund ist der anziehende US-Immobilienmarkt. 929.000 neue Einfamilienhäuser und Apartmentkomplexe sollen 2013 gebaut werden. Auf dem Höhepunkt der Krise 2009 waren es nur 554.000. Nach dem scharfen Einbruch des Marktes gaben viele Sägemühlen auf, andere fuhren Kapazität und Personalstand massiv zurück. Jetzt hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher, viele Betriebe haben Probleme, kompetente Arbeitskräfte zu gewinnen. Gleichzeitig steigt auch die Holznachfrage aus China wieder und eine Borkenkäferplage hat große kanadische Holzbestände beschädigt.

Stetige Erholung
Davon profitiert die gesamte Wertschöpfungskette der Forstwirtschaft. Die Beratungsfirma Forest Economic Advisors rechnet mit zehn bis 15 Prozent jährlichem Wachstum beim US-Bauholzabsatz - mindestens für die kommenden drei Jahre. "Wir erwarten eine stetige, lang anhaltende Erholung des Marktes", sagt Gabriel Micheli, Manager des Pictet Timber-Fonds (ISIN: LU 034 055 955 7), der in Unternehmen mit großen Waldbeständen investiert. Eine Alternative für Anleger bietet der iShares-ETF auf den S & P Global Timber & Forestry (ISIN: DE 000 A0N A0H 3). In diesem ETF-Fonds sind 25 Firmen aus der weltweiten Holz- und Papierbranche enthalten.

Bildquellen: Creativ Collection, Steico SE
Suchen

Heute im Fokus

DAX mit kräftigem Aufschlag -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec-Staaten einigen sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften. VW-Chef Müller macht sich Sorgen über US-Strafzahlungen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?