03.01.2013 11:09
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Einsatzmöglichkeiten von Renten-ETFs

Vermögensverwalter-Kolumne: Einsatzmöglichkeiten von Renten-ETFs | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne

Renteninvestments spielen in der Kapitalanlage eine bedeutende Rolle, insbesondere bei institutionellen Investoren.

Der größte Teil der Anlagegelder dieser Investorengruppe fließt regelmäßig in Anlagen aus dem Rentensegment. Kein Wunder also, dass auch die Nachfrage nach ETFs auf Rentenpapiere in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Anleger profitieren dabei von den zahlreichen Vorteilen von ETFs wie Flexibilität, Transparenz und dem Preisvorteil. Aber auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Renten-ETFs wissen Investoren zu schätzen.

Von Götz J. Kirchhoff, Gesellschafter-Geschäftsführer der AVANA Invest GmbH

Renten-ETFs eignen sich hervorragend als Kerninvestment im Portfolio eines Anlegers. Im Vergleich zu einem Direktinvestment erwirbt er mit dem ETF einen ganzen Korb an Anleihen und erreicht damit eine Streuung seines Investments, wie er sie mit einer direkten Anlage kaum erzielen könnte.

Auch zur Diversifikation hinsichtlich Regionen und Schuldnern lassen sich ETFs nutzen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell uneinheitlichen Bewertung der Kreditwürdigkeit europäischer Staatsanleihen von großer Bedeutung.

Möchte ein Anleger die Duration seines Portfolios möglichst konstant halten, so muss er bei Anleihen, aufgrund der Laufzeitenverkürzung, ständig Anpassungen im Portfolio vornehmen. Bei Renten-ETFs ist eine solche regelmäßige Anpassung meist nicht notwendig, da bei vielen ETFs die Duration konstant gehalten wird. Der Fondsmanager des ETFs nimmt die Anpassungen selbst vor, der Anleger profitiert somit von dessen Expertise und kann sich diesen Arbeitsaufwand sparen. Darüber hinaus fallen bei ETFs nur sehr geringe Transaktionskosten an, so dass dem Investor zudem eine deutliche Kostenersparnis winkt. Daher eignen sich Renten-ETFs auch hervorragend zur Durationssteuerung.

Investoren, die einen Anstieg der Inflationsrate befürchten, haben die Möglichkeit ETFs auf inflationsgeschützte Anleihen einzusetzen. Mehrere Emittenten haben entsprechende ETFs mittlerweile in ihrem Sortiment. Anders als bei nicht inflationsgesicherten Staatsanleihen umfasst der Schutz vor Entwertung bei Inflationsindexierten Produkten nicht nur die Verzinsung. Auch der Nominalwert der Anleihe ist an die Teuerungsrate gekoppelt und vor realem Wertverlust geschützt.

Neben den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Renten-ETFs überzeugt auch das Kostenargument. Die Kosten für Renten-ETFs liegen zwischen 0,09 Prozent und 0,2 Prozent jährlich. Aktive Fonds dagegen schlagen oftmals mit Kosten zwischen 1 Prozent und 1,5 Prozent zu Buche. Bezogen auf das aktuelle Zinsniveau - ausgehend von einer Umlaufrendite von etwas mehr als 1 Prozent - bedeutet dies, dass aktive Fonds bereits einen Großteil der aktuellen Rendite durch die Kosten aufzehren.

Anleger, die sich für ETFs in ihrer Kapitalanlage entscheiden, sollten aber auch beachten, dass sich diese stets entsprechend der Marktentwicklung verhalten. Ein Schutz vor Kursverlusten aufgrund steigender Zinsen ist in ETFs nicht enthalten. Investoren müssen also selbst entscheiden, wann sie in den Rentenmarkt investieren und wann sie wieder aus dem Markt aussteigen. Anleger die diese Entscheidung für sich nicht treffen wollen, haben die Möglichkeit, auf entsprechende Fondskonzepte zu setzen. Dabei ist es wichtig, dass sie eine flexible Anlage erlauben um somit auch von steigenden Zinsen profitieren zu können.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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