18.01.2013 07:45
Bewerten
(0)

„2013 ist ein Jahr des Übergangs“

Saxo Bank: Eurofrage entscheidet sich an Deutschland und der EZB-Politik. Verhaltener Ausblick für Weltwirtschaft.

Die Saxo Bank zeigt sich in ihrem Ausblick für das erste Quartal 2013 verhalten und prognostiziert ein schwächeres Wirtschaftswachstum als die allgemeine Marktmeinung. Grund dafür ist insbesondere die pessimistischere Einschätzung des US-Wirtschaftswachstums. Die Analysten der dänischen Bank erwarten für die ersten drei Monate dieses Jahres lediglich ein Wachstum von 0,8 Prozent des US-BIP und damit nur die Hälfte der Konsensschätzung von 1,6 Prozent. Sie stellen eine mangelnde Zuversicht vor allem bei US-Kleinbetrieben fest, auf die aber fast zwei Drittel der Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung des Landes entfielen.

Die Entwicklung der Krise im Euroraum hänge stark von der Haltung Deutschlands zur Gemeinschaftswährung ab. „Die Deutschen sehen sich allmählich gezwungen, die Vergemeinschaftung von Schulden zu akzeptieren“, so die Analysten. Dies werde allerdings negative Effekte auf Deutschlands Bonitätseinstufung und Exportwirtschaft nach sich ziehen. Angesichts hoher Arbeitslosenzahlen und stagnierendem Wirtschaftswachstum in den Mittelmeerländern, könnte sich die EZB zudem mit Forderungen nach umfassenderen Maßnahmenpaketen nach dem Vorbild der US-amerikanischen Federal Reserve konfrontiert sehen. Die Vertreter der deutschen Bundesbank stünden dann recht isoliert da.

In Asien hält die Bank vor allem China im Blick. „Die nächste Herausforderung für China besteht darin, von der größten aufstrebenden Volkswirtschaft der Welt zur hochentwickelten Supermacht zu avancieren“, so die Experten. Die dafür notwendigen Schlüsselbereiche seien insbesondere die Förderung des Wettbewerbs, die Errichtung gut funktionierender nationaler Kapitalmärkte sowie der Ausbau des Sozialsystems. „Diese Schritte erleichtern den Übergang von einer Volkswirtschaft, die zu sehr vom Infrastrukturbau und Exporten abhängt, hin zu einer ausgewogenen Wirtschaft mit eigener Binnennachfrage.“  Die könne jedoch nur funktionieren, wenn ein umfassenderes soziales Netz hohe Ersparnisse überflüssig macht. Andernfalls würden die Chinesen weiterhin durchschnittlich 40 bis 50 Prozent ihrer Einkünfte auf die hohe Kante legen.

„Auch in diesem Jahr lautet unsere Hauptbotschaft, dass sich die Verantwortlichen weniger auf die makro- und mehr auf die mikroökonomischen Faktoren konzentrieren sollten“, kommentiert Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. Anders als die Notenpresse sei Zuversicht der einzige Multiplikatoreffekt, der wirklich funktioniere. Insgesamt ist Jakobsen für 2013 aber nicht pessimistisch: „2013 wird ein Jahr des Übergangs. Auch wenn zunächst alles wie gehabt weiter geht, wird sich allmählich die Einsicht durchsetzen, dass uns die Zeit davonläuft und wir deshalb neue Wege beschreiten müssen.“ Die politisch Verantwortlichen müssten endlich Bereitschaft für einen Wandel zeigen.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt etwas fester -- Dow Jones am Ende im Plus -- AURELIUS will Dividende erhöhen -- SAP steigert Umsatz -- AIXTRON bestätigt Prognose -- Covestro mit Gewinnsprung -- Alcoa im Fokus

AT&T erfüllt Erwartungen nur teilweise - Jahresgewinnprognose bestätigt. Uber stellt Pläne für fliegende Taxis vor. Unibail-Rodamco erhöht Umsatz leicht. Amazon, Google und eBay steigen aus - Ist das das Ende der Apple Watch?. Tesla-Aktie: Analysten kürzen Kursziele - der Grund ist besorgniserregend. McDonald's verdient trotz sinkender Umsätze mehr. Caterpillar erhöht Umsatzprognose 2017.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
AURELIUSA0JK2A
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
Siemens AG723610
SAP SE716460
BMW AG519000
Barrick Gold Corp.870450