ABS-Fonds suchen nach Anlagealternativen
Kein Einstand nach Maß
So hatte sich Fondsmanager Rainer Gogel seinen Einstand bei Frankfurt-Trust nicht vorgestellt: Kurz nachdem er dort im Juli 2007 den Fonds FT ABS-Plus (WKN 592331) übernommen hatte, musste er ihn schließen.
Seitdem ist das Geld der Anleger eingefroren, und Gogels Tagesgeschäft beschränkt sich auf wenige Transaktionen. Der Grund: Gogel investiert in strukturierte Kredite. Und die globale Finanzkrise hat den Markt für diese Asset Backed Securities (ABS) lahmgelegt.
Kreditexperten sagen voraus, dass Gogels Anlageuniversum dauerhaft schrumpfen wird. Und nicht nur seines, sondern das Dutzender ABS- und Geldmarktfonds in Deutschland. Denn die Strategen gehen davon aus, dass es einige Arten strukturierter Kredite bald nicht mehr geben wird.
Verschwinden ABS, CDO & Co.?
"Das Angebot wird sich nach der Finanzkrise grundlegend ändern", sagt Kreditstratege Markus Ernst von der Unicredit. Verschwinden könnten vor allem Papiere auf Immobiliendarlehen (MBS) und solche, die mehrere strukturierte Kredite bündeln (CDO auf ABS).
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche ABS- und Geldmarktfonds diese Papiere genutzt, um ihre Renditen zu erhöhen. Sollten die Papiere verschwinden, müssten die Fondsmanager alternative Ertragsquellen suchen. Gogel ist schon dabei.
"Die verbreitete Meinung ist, dass der Markt für gebündelte strukturierte Kredite entweder dramatisch schrumpfen oder ganz verschwinden wird", sagt John C. Dugan. Er ist Vorsitzender des Joint Forum, in dem Banken- und Versicherungsaufseher aus der ganzen Welt zusammenarbeiten.
Zustimmung kommt von JP Morgans Kreditstrategen Jan Loeys: "Es ist unwahrscheinlich, dass wieder CDO auf Konsumenten-ABS auf den Markt kommen werden."
Das gelte auch für solche Produkte, die nichts mit Immobiliendarlehen zu tun haben. Minderwertige US-Hypothekenverbriefungen waren im Sommer 2007 der Auslöser für die weltweite Finanzkrise.
Auch Antje Lechner von der Fondsgesellschaft DWS sieht die Existenz von CDO auf ABS bedroht: "Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Produktgruppe vom Markt verschwindet", sagt die Managerin des DWS ABS Fund.
Flaute bei Neuemissionen
Die jüngsten Entwicklungen auf dem europäischen Kreditmarkt bestätigen die Ausblicke. Im ersten Quartal 2008 kamen 94 Prozent weniger neue strukturierte Kredite auf den Markt als im Vorjahreszeitraum, zeigen Zahlen der Unicredit.
Das ausstehende Volumen all dieser Produkte verharrt seit Anfang des Jahres – und zwar erstmals, seit es sie gibt – bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
Besonders extrem ist der Einbruch bei strukturierten Kreditbündeln (CDO auf ABS): Im ersten Quartal 2007 kamen Neuemissionen von rund 100 Milliarden US-Dollar auf den Markt. Im letzten Quartal 2007 waren es weniger als fünf Milliarden US-Dollar.
Mangelnde Nachfrage ist der Hauptgrund für den extremen Schwund. "Wir gehen davon aus, dass momentan mindestens die Hälfte aller Käufer den Markt für strukturierte Kredite verlässt", sagt Markus Ernst.
Geldmarktfonds werden strukturierte Kredite meiden
"Vor allem Geldmarktfonds investieren nicht mehr in diese Produkte und werden das auf absehbare Zeit auch nicht wieder tun." Die Fondsmanager verzichten darauf, um ihre sicherheitsliebenden Anleger nicht zu verschrecken.
Schließlich sind strukturierte Kredite als Auslöser der Finanzkrise in Verruf geraten. Zudem müssen viele institutionelle Investoren diese Papiere verkaufen, nachdem Ratingagenturen deren Qualitäten herabgestuft haben.
Auf dem Rückzug sind auch die Anbieter solcher Papiere. Denn die wenigen verbleibenden Investoren verlangen so hohe Risikoaufschläge, dass strukturierte Kredite für die Banken, Staaten und Unternehmen, die sie initiieren, zu teuer werden.
Ernst: "Inzwischen ist es für sie oft billiger, Kredite auf klassischen Wegen zu refinanzieren – zum Beispiel über Zentralbanken, Pfandbriefe oder Anleihen." Das gelte wegen der sinkenden Häuserpreise besonders für den Immobilienmarkt. Daher werde das Segment der Hypothekenverbriefungen (MBS) ebenfalls deutlich kleiner bleiben, als es vor der Finanzkrise war.
Fonds müssen nach Anlagealternativen suchen
Die Investmentbank Lehman Brothers hat bereits auf den schrumpfenden Kreditmarkt reagiert: Im März hat sie ihren Chefstrategen für europäische Kredite aus London abgezogen – und mit ihm einen weiteren Topmanager für diesen Bereich. Außerdem hat sie zwei Plattformen für Hypothekenverbriefungen geschlossen.
Auch Investmentfonds müssen sich auf die abnehmende Produktvielfalt einstellen. Bislang machten sie rund 30 Prozent der Käufer strukturierter Kredite aus. Allein sieben Prozent entfielen auf Geldmarktfonds, die ABS-Papiere zur Renditeoptimierung nutzten.
Jan Loeys von JP Morgan geht davon aus, dass die Banken den Fondsmanagern von sich aus andere Anlagen anbieten werden: "Vermutlich werden sie das über höhere Verzinsungen auf die Spareinlagen der Fonds tun."
FT ABS Plus: Von ABS zu CLO
Und wie reagieren ABS-Fonds, die ausschließlich in strukturierte Kredite investieren dürfen? "Deren Anzahl wird stark abnehmen", sagt Unicredit-Stratege Ernst. Momentan werden in Deutschland 13 solcher Produkte vertrieben. Fünf davon sind seit Monaten geschlossen, weil der Markt für ihr Anlageuniversum zusammengebrochen ist.
Einer dieser Fonds ist Gogels FT ABS-Plus. Der Manager möchte gebündelte strukturierte Kredite zwar nicht ganz totsagen. Dennoch ist er gerade dabei, sein Portfolio den neuen Marktbedingungen entsprechend anzupassen. "Zukünftig werde ich den Fokus auf europäische Collateralized Loan Obligations (CLO) legen", sagt er. Alle anderen Arten strukturierter Kredite will er deutlich reduzieren.
Strukturierte Kredite: Vom Renditebringer zum Risiko
In den vergangenen Jahren boomte der Markt für strukturierte Kredite. Dafür sorgte die große Nachfrage seitens institutioneller Investoren. Diese suchten wegen niedriger Zinsen nach renditeträchtigeren Anlagemöglichkeiten mit geringem Risiko. Die Banken schufen Abhilfe mit einer neuen Anlageklasse – den strukturierten Krediten (Asset Backed Securities, kurz ABS). Besonders beliebt waren strukturierte Kredite auf Eigenheimhypotheken. Dabei vergaben die Banken hochverzinsliche Kredite an Privatpersonen schlechter Schuldnerqualität, die ihre Häuser als Sicherheiten hinterlegten. Anschließend bündelten die Banken diese Kredite zu hochverzinslichen Wertpapieren. Diese ABS fassten sie wiederum zu neuen Papieren zusammen. Als Sicherheit diente der boomende US-Immobilienmarkt. Das genügte den Rating-Agenturen, um diesen Paketen Bestnoten zu verleihen. Damit machten sie strukturierte Kredite zum begehrten Investment. Das änderte sich, als der US-Immobilienmarkt zusammenbrach. Seitdem sind ABS als Auslöser der Finanzkrise verrufen.
Buchtipp: Kreditkrise für Einsteiger
Wird es eine Finanzkrise dieses Ausmaßes nochmals geben? Dieser und weiteren Fragen gehen Jochen Felsenheimer und Philip Gisdakis in ihrem neuen Buch "Credit Crisis – From Tainted Loans to a Global Economic Meltdown" nach. Dass das Buch in Englisch verfasst ist, sollte niemanden abschrecken. Denn die Autoren stellen selbst komplizierte Zusammenhänge einleuchtend dar. Kein Wunder: Als Kreditstragen bei der Unicredit sind sie echte Insider. Die Lektüre ist auch für Neulinge empfehlenswert, da sie einen Überblick über die wichtigsten Teilnehmer, Instrumente und Strategien des Kreditmarkts gibt. Das Buch ist ab Mai im Handel.
DWS ABS Fund: Turbulenzen gemeistert
Der DWS ABS Fund (WKN 249868) ist einer der wenigen Fonds für strukturierte Kredite, die im Zuge der Finanzkrise nicht geschlossen wurden. Managerin Antje Lechner hat überwiegend Hypothekenverbriefungen im Portfolio. CDO auf ABS machen nur einen geringen Teil aus. Mit einem Minus von vier Prozent auf Jahressicht hat der Fonds die Krise besser überstanden als ABS-Fonds insgesamt (minus 15 Prozent). Einstieg aber noch abwarten!
Durch ABS ausgebremst
In den vergangenen Jahren hat der FT Liquima (WKN 984989) etwas höhere Renditen erzielt als andere Geldmarktfonds. Für den Renditekick sorgten strukturierte Kredite. Aktuell ist etwa ein Drittel des Vermögens in CMBS, CLO und CDO investiert. Diese Beimischung hat den Fonds in der Finanzkrise zurückgeworfen. Manager Rainer Gogel überlegt nun, wie er das Portfolio künftig ausrichten will. Bis das klar ist: kein Kauf.
So hatte sich Fondsmanager Rainer Gogel seinen Einstand bei Frankfurt-Trust nicht vorgestellt: Kurz nachdem er dort im Juli 2007 den Fonds FT ABS-Plus (WKN 592331) übernommen hatte, musste er ihn schließen.
Seitdem ist das Geld der Anleger eingefroren, und Gogels Tagesgeschäft beschränkt sich auf wenige Transaktionen. Der Grund: Gogel investiert in strukturierte Kredite. Und die globale Finanzkrise hat den Markt für diese Asset Backed Securities (ABS) lahmgelegt.
Kreditexperten sagen voraus, dass Gogels Anlageuniversum dauerhaft schrumpfen wird. Und nicht nur seines, sondern das Dutzender ABS- und Geldmarktfonds in Deutschland. Denn die Strategen gehen davon aus, dass es einige Arten strukturierter Kredite bald nicht mehr geben wird.
Verschwinden ABS, CDO & Co.?
"Das Angebot wird sich nach der Finanzkrise grundlegend ändern", sagt Kreditstratege Markus Ernst von der Unicredit. Verschwinden könnten vor allem Papiere auf Immobiliendarlehen (MBS) und solche, die mehrere strukturierte Kredite bündeln (CDO auf ABS).
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche ABS- und Geldmarktfonds diese Papiere genutzt, um ihre Renditen zu erhöhen. Sollten die Papiere verschwinden, müssten die Fondsmanager alternative Ertragsquellen suchen. Gogel ist schon dabei.
"Die verbreitete Meinung ist, dass der Markt für gebündelte strukturierte Kredite entweder dramatisch schrumpfen oder ganz verschwinden wird", sagt John C. Dugan. Er ist Vorsitzender des Joint Forum, in dem Banken- und Versicherungsaufseher aus der ganzen Welt zusammenarbeiten.
Zustimmung kommt von JP Morgans Kreditstrategen Jan Loeys: "Es ist unwahrscheinlich, dass wieder CDO auf Konsumenten-ABS auf den Markt kommen werden."
Das gelte auch für solche Produkte, die nichts mit Immobiliendarlehen zu tun haben. Minderwertige US-Hypothekenverbriefungen waren im Sommer 2007 der Auslöser für die weltweite Finanzkrise.
Auch Antje Lechner von der Fondsgesellschaft DWS sieht die Existenz von CDO auf ABS bedroht: "Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Produktgruppe vom Markt verschwindet", sagt die Managerin des DWS ABS Fund.
Flaute bei Neuemissionen
Die jüngsten Entwicklungen auf dem europäischen Kreditmarkt bestätigen die Ausblicke. Im ersten Quartal 2008 kamen 94 Prozent weniger neue strukturierte Kredite auf den Markt als im Vorjahreszeitraum, zeigen Zahlen der Unicredit.
Das ausstehende Volumen all dieser Produkte verharrt seit Anfang des Jahres – und zwar erstmals, seit es sie gibt – bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
Besonders extrem ist der Einbruch bei strukturierten Kreditbündeln (CDO auf ABS): Im ersten Quartal 2007 kamen Neuemissionen von rund 100 Milliarden US-Dollar auf den Markt. Im letzten Quartal 2007 waren es weniger als fünf Milliarden US-Dollar.
Mangelnde Nachfrage ist der Hauptgrund für den extremen Schwund. "Wir gehen davon aus, dass momentan mindestens die Hälfte aller Käufer den Markt für strukturierte Kredite verlässt", sagt Markus Ernst.
Geldmarktfonds werden strukturierte Kredite meiden
"Vor allem Geldmarktfonds investieren nicht mehr in diese Produkte und werden das auf absehbare Zeit auch nicht wieder tun." Die Fondsmanager verzichten darauf, um ihre sicherheitsliebenden Anleger nicht zu verschrecken.
Schließlich sind strukturierte Kredite als Auslöser der Finanzkrise in Verruf geraten. Zudem müssen viele institutionelle Investoren diese Papiere verkaufen, nachdem Ratingagenturen deren Qualitäten herabgestuft haben.
Auf dem Rückzug sind auch die Anbieter solcher Papiere. Denn die wenigen verbleibenden Investoren verlangen so hohe Risikoaufschläge, dass strukturierte Kredite für die Banken, Staaten und Unternehmen, die sie initiieren, zu teuer werden.
Ernst: "Inzwischen ist es für sie oft billiger, Kredite auf klassischen Wegen zu refinanzieren – zum Beispiel über Zentralbanken, Pfandbriefe oder Anleihen." Das gelte wegen der sinkenden Häuserpreise besonders für den Immobilienmarkt. Daher werde das Segment der Hypothekenverbriefungen (MBS) ebenfalls deutlich kleiner bleiben, als es vor der Finanzkrise war.
Fonds müssen nach Anlagealternativen suchen
Die Investmentbank Lehman Brothers hat bereits auf den schrumpfenden Kreditmarkt reagiert: Im März hat sie ihren Chefstrategen für europäische Kredite aus London abgezogen – und mit ihm einen weiteren Topmanager für diesen Bereich. Außerdem hat sie zwei Plattformen für Hypothekenverbriefungen geschlossen.
Auch Investmentfonds müssen sich auf die abnehmende Produktvielfalt einstellen. Bislang machten sie rund 30 Prozent der Käufer strukturierter Kredite aus. Allein sieben Prozent entfielen auf Geldmarktfonds, die ABS-Papiere zur Renditeoptimierung nutzten.
Jan Loeys von JP Morgan geht davon aus, dass die Banken den Fondsmanagern von sich aus andere Anlagen anbieten werden: "Vermutlich werden sie das über höhere Verzinsungen auf die Spareinlagen der Fonds tun."
FT ABS Plus: Von ABS zu CLO
Und wie reagieren ABS-Fonds, die ausschließlich in strukturierte Kredite investieren dürfen? "Deren Anzahl wird stark abnehmen", sagt Unicredit-Stratege Ernst. Momentan werden in Deutschland 13 solcher Produkte vertrieben. Fünf davon sind seit Monaten geschlossen, weil der Markt für ihr Anlageuniversum zusammengebrochen ist.
Einer dieser Fonds ist Gogels FT ABS-Plus. Der Manager möchte gebündelte strukturierte Kredite zwar nicht ganz totsagen. Dennoch ist er gerade dabei, sein Portfolio den neuen Marktbedingungen entsprechend anzupassen. "Zukünftig werde ich den Fokus auf europäische Collateralized Loan Obligations (CLO) legen", sagt er. Alle anderen Arten strukturierter Kredite will er deutlich reduzieren.
Strukturierte Kredite: Vom Renditebringer zum Risiko
In den vergangenen Jahren boomte der Markt für strukturierte Kredite. Dafür sorgte die große Nachfrage seitens institutioneller Investoren. Diese suchten wegen niedriger Zinsen nach renditeträchtigeren Anlagemöglichkeiten mit geringem Risiko. Die Banken schufen Abhilfe mit einer neuen Anlageklasse – den strukturierten Krediten (Asset Backed Securities, kurz ABS). Besonders beliebt waren strukturierte Kredite auf Eigenheimhypotheken. Dabei vergaben die Banken hochverzinsliche Kredite an Privatpersonen schlechter Schuldnerqualität, die ihre Häuser als Sicherheiten hinterlegten. Anschließend bündelten die Banken diese Kredite zu hochverzinslichen Wertpapieren. Diese ABS fassten sie wiederum zu neuen Papieren zusammen. Als Sicherheit diente der boomende US-Immobilienmarkt. Das genügte den Rating-Agenturen, um diesen Paketen Bestnoten zu verleihen. Damit machten sie strukturierte Kredite zum begehrten Investment. Das änderte sich, als der US-Immobilienmarkt zusammenbrach. Seitdem sind ABS als Auslöser der Finanzkrise verrufen.
Buchtipp: Kreditkrise für Einsteiger
Wird es eine Finanzkrise dieses Ausmaßes nochmals geben? Dieser und weiteren Fragen gehen Jochen Felsenheimer und Philip Gisdakis in ihrem neuen Buch "Credit Crisis – From Tainted Loans to a Global Economic Meltdown" nach. Dass das Buch in Englisch verfasst ist, sollte niemanden abschrecken. Denn die Autoren stellen selbst komplizierte Zusammenhänge einleuchtend dar. Kein Wunder: Als Kreditstragen bei der Unicredit sind sie echte Insider. Die Lektüre ist auch für Neulinge empfehlenswert, da sie einen Überblick über die wichtigsten Teilnehmer, Instrumente und Strategien des Kreditmarkts gibt. Das Buch ist ab Mai im Handel.
DWS ABS Fund: Turbulenzen gemeistert
Der DWS ABS Fund (WKN 249868) ist einer der wenigen Fonds für strukturierte Kredite, die im Zuge der Finanzkrise nicht geschlossen wurden. Managerin Antje Lechner hat überwiegend Hypothekenverbriefungen im Portfolio. CDO auf ABS machen nur einen geringen Teil aus. Mit einem Minus von vier Prozent auf Jahressicht hat der Fonds die Krise besser überstanden als ABS-Fonds insgesamt (minus 15 Prozent). Einstieg aber noch abwarten!
Durch ABS ausgebremst
In den vergangenen Jahren hat der FT Liquima (WKN 984989) etwas höhere Renditen erzielt als andere Geldmarktfonds. Für den Renditekick sorgten strukturierte Kredite. Aktuell ist etwa ein Drittel des Vermögens in CMBS, CLO und CDO investiert. Diese Beimischung hat den Fonds in der Finanzkrise zurückgeworfen. Manager Rainer Gogel überlegt nun, wie er das Portfolio künftig ausrichten will. Bis das klar ist: kein Kauf.


