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18.03.2010 11:10

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Aberdeen Global - World Equity Outperformance


London (aktiencheck.de AG) - Eine kluge Einzelwertauswahl und die Konzentration auf Werthaltigkeit und Qualität werden auch in diesem Jahr für Investitionen an den Weltbörsen von unschätzbarem Wert sein, so die Experten von Aberdeen Asset Management im Kommentar zum Aberdeen Global - World Equity Fund (Aberdeen Global - World Equity Fund B2).

Der Aberdeen Global - World Equity Fund habe sich infolge der wachsenden Unsicherheit an den Märkten zu Jahresbeginn etwas defensiver ausgerichtet und sein Portfolio weiter diversifiziert. Der Finanzsektor sei per Ende Januar 2010 mit einem Anteil von 21,5 Prozent die am stärksten vertretene Branche, gefolgt vom Energiebereich (13,9 Prozent), der Informationstechnologie (13,6 Prozent) und dem Gesundheitswesen (11,1 Prozent). Aufgrund der starken Fundamentaldaten vieler Unternehmen aus der Region bleibe die Gewichtung von Asien und den Schwellenländern hoch, was durch solide Gewinne und das gute Dividendenwachstum der Unternehmen gerechtfertigt sei. Die Gewichtung von Großbritannien und den USA bleibe dagegen relativ niedrig, aus diesen Ländern würden globale Unternehmen bevorzugt, die einen großen Teil ihrer Gewinne im Ausland erzielen würden.

Europa bleibe gut im Fonds vertreten, denn Aktien aus Europa würden eine wertvolle geographische und sektorale Diversifikation ins Gesamtportfolio bringen. Im 1993 aufgelegten World Equity Fund seien zuletzt rund 1,7 Milliarden US-Dollar verwaltet worden. Mit einer Wertentwicklung per Ende Januar 2010 von 42,54 Prozent auf Jahressicht rangiere das Produkt im ersten Quartil seiner Vergleichsgruppe; die langfristige Qualität des Fonds belege die Platzierung im ersten Quartil auf Basis der annualisierten Erträge über drei und fünf Jahre sowie seit Auflegung. Verwaltet werde der World Equity Fund von einem Team unter der Leitung des seit 1987 für Aberdeen tätigen Fondsmanagers Bruce Stout.

Das Produkt eigne sich vor allem für Investoren, die eine Kernanlage in globalen Aktien suchen würden, denn der Fonds decke sämtliche Regionen der Welt ab und könne in einem breit aufgestellten Gesamtportfolio gut durch Satellitenanlagen ergänzt werden.

Stout kommentiere die Situation an den Weltbörsen wie folgt: Die im Januar begonnene Korrektur eröffne gute Ertragschancen an den globalen Aktienmärkten. Eine Verschnaufpause sei gesund und nötig gewesen, um mittelfristig Fortschritte zu ermöglichen, sodass Aktien auf Jahressicht besser abschneiden dürften als Baranlagen. Die Stimmung an den Märkten bleibe aber unbeständig, sodass 2010 auch ein Jahr der Konsolidierung werde.

In diesem Umfeld müssten sich Anleger auf die besten Märkte und Einzelwerte konzentrieren. Zwar seien die Aktienbewertungen nicht mehr so attraktiv wie noch vor einem Jahr, doch weil die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der im MSCI World Index enthaltenen Titel im 20-Jahres-Durchschnitt bleiben würden, spreche aus Bewertungsaspekten wenig für den Aktienverkauf. Auch die Dividendenrenditen seien weiterhin attraktiv, vor allem bei asiatischen Aktien, und die Kurs/Buchwert-Verhältnisse würden nicht überdehnt erscheinen.

Zudem hätten sich seit dem Beginn der weltwirtschaftlichen Stabilisierung die Free-Cashflows der Unternehmen verbessert, sodass der Schuldenabbau erleichtert und die Bilanzen gestärkt würden. Dies ermögliche eine weitere Aufwärtsdynamik, zumal positive finanzpolitische Impulse wegen der Instabilität des globalen Wachstums nicht schnell abgebaut werden dürften. Daran ändere auch die aktuelle Debatte über das Ende der expansiven Fiskalpolitik wenig.

Noch sei unklar, wie und wann die Zentralbanken ihre extrem lockere Geldpolitik zurückführen würden. Die Risiken würden steigen und die Folgen würden unangenehm sein. Das Standardrezept zur Krisenbekämpfung habe aus Zinssenkungen und Ausgabensteigerungen bestanden. Damit sei ein Konjunkturzyklus auf Kredit angeschoben worden.

Die Schuldenberge seien aber inzwischen so hoch geworden, dass dieses Rezept in der westlichen Welt nicht länger funktioniere. Strukturelle Probleme seien die Folge. Steigende Defizite in den Rentenkassen, eine höhere Arbeitslosigkeit, ein schwaches Einkommenswachstum, Schuldenabbau und ein schwacher Konsum würden viele Staaten belasten, und die unvermeidlichen Sparzwänge würden produktive Investitionen begrenzen. Besonders Länder wie Großbritannien und die USA dürften deshalb kaum noch ihr früheres Trendwachstum erreichen, zumal sie alle Hände voll damit zu tun hätten, ihre finanz- und geldpolitische Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Daher werde die Schere bei der Wachstumsentwicklung zwischen den Industriestaaten und den Schwellenländern weiter auseinander klaffen. Ein Vergleich zwischen Großbritannien und China verdeutliche dies. Die britische Wirtschaft sei im vierten Quartal des vergangenen Jahres um nur 0,1 Prozent gewachsen, und selbst dieses magere Wachstum scheine jüngsten Daten zufolge noch an Schwung verloren zu haben.

Zuletzt hätten schlechtes Wetter und höhere Umsatzsteuern die Aktivität in der Wirtschaft belastet. Künftig würden Einkommenssteuererhöhungen den Konsum trotz des verbesserten Verbrauchervertrauens und der Stabilisierung im Immobiliensektor dämpfen. Die Bank von England habe bereits das Risiko eines erneuten Einbruchs eingeräumt. Zur Vermeidung einer solchen "Double-Dip-Rezession" werde die britische Geldpolitik deshalb länger als vermutet auf Wirtschaftsankurbelung ausgerichtet bleiben.

Ganz anders sei das Bild in China. Obwohl das Reich der Mitte zuletzt die Mindestreserveanforderungen für Banken erhöht und damit die Kreditvergabe gedrosselt habe, würden Frühindikatoren auf eine robuste wirtschaftliche Aktivität in Asien und den Schwellenländern hinweisen. Die Schlüsselfrage sei, wie stark die chinesische Regierung die Kreditvergabe noch beschränken wolle. Die Experten von Aberdeen Asset Management gehen davon aus, dass weitere Maßnahmen solange erfolgen werden, bis sich das Geldmengenwachstum von derzeit über 20 Prozent den acht- bis zehnprozentigen Wachstumsraten des chinesischen Bruttoinlandsproduktes angeglichen habe.

Der Inflationsdruck werde wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der großen Lücke zwischen Produktionskapazitäten und tatsächlicher Produktion in den wichtigsten Industrienationen gering bleiben. In Asien und einigen nichtasiatischen Schwellenländern würden die Inflationsraten zwar schneller steigen, dies dürfte aber nicht außer Kontrolle geraten, wenn einige Konjunkturanreize wieder entfernt würden.

An den Rohstoffmärkten würden zwar viele langfristige Fundamentalfaktoren preistreibend wirken, vor allem im Zuge einer Erholung der globalen Wirtschaft. Auf kurze Sicht sei dies in den Rohstoffpreisen jedoch schon berücksichtigt, und die Contango-Terminkurve an wichtigen Futuresmärkten weise auf ein ausreichendes Angebot hin. Das Schlüsselrisiko für den positiven Aktienausblick sei ein unerwarteter Renditeanstieg bei risikofreien Geldanlagen im Laufe des Jahres. Ein solcher Renditeanstieg, beispielsweise bei Staatsanleihen, könnte Umschichtungen zulasten von Aktien nach sich ziehen. Als unmittelbare Gefahr bewerte Aberdeen dies aber nicht. (18.03.2010/fc/a/f)

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