22.11.2012 13:57
Bewerten
 (0)

Aberdeen liquidiert offenen Immofonds

Auflösung zum 20. November 2015. Auszahlungen sollen halbjährlich erfolgen, erstmals im April 2013.

Jetzt hat es den nächsten Immobilienfonds erwischt: Die Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH hat die Verwaltung des offen Immobilienfonds Degi German Business (ISIN: DE000A0J3TP7) zum 20. November 2015 gekündigt und wird ihn in eine geordnete Auflösung überführen. Am 1. Dezember 2006 war der Fonds erfolgreich für institutionelle Investoren aufgelegt worden. Mit der geordneten Auflösung will Aberdeen die Gleichbehandlung aller Anleger unabhängig vom investierten Volumen sicherstellen. Vorgesehen sind nach Angaben der Gesellschaft zwei Auszahlungen jährlich. Diese sollen halbjährlich, erstmals im April 2013 erfolgen.

Noch im Februar 2009 bewertete die unabhängige Ratingagentur Scope den Immobilienfonds mit einem AA-minus-Rating und bis Juni 2010 lag die Rendite bei durchschnittlich 4,2 Prozent jährlich. „Aber auch der Degi German Business wurde von der Finanzkrise getroffen, als ab Ende 2008 die internationalen Finanz- und Immobilienmärkte einbrachen“, gibt Aberdeen in einer offiziellen Stellungnahme bekannt.

Der Fonds wurde bereits am 30. November 2010 geschlossen. Als Grund gab Aberdeen Rückgabeankündigungen an, die mit der verfügbaren Liquidität kurzfristig nicht hätten bedient werden können. „Die Fondskonzeption hatte zur Performanceoptimierung von Anfang an eine im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vergleichsweise niedrige Liquiditätsquote vorgesehen“, heißt es aus dem Unternehmen.

Seit Schließung des Fonds seien vier Objekte mit einem Verkaufswert von rund 55 Millionen Euro veräußert worden. Doch habe die erreichte Liquidität die Rückgabeverlangen nicht decken können. „Deshalb hat die Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH beschlossen, die Verwaltung des Sondervermögens zum 20. November 2015 zu kündigen und sowohl das Eigenkapital als auch die Fremddarlehen geordnet zurückzuführen“, teilt das Unternehmen mit.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- Dow mit Verlusten -- German Pellets kaufte vor Insolvenz E.ON-Kraftwerk -- adidas steigert Gewinn -- Société Générale: Renditeziel in Gefahr -- Tesla, Twitter im Fokus

Euro-Finanzminister sehen Marktturbulenzen gelassen. Zahl der Fahrzeug-Rückrufe seit 2011 verdreifacht. Russland fordert Europa zu Ende der Sanktionen auf. Daimler-Vorstand wird wohl umgebaut. Industrieverband: Griechenland droht wieder die Zahlungsunfähigkeit. Ölpreise fallen deutlich - WTI nur knapp über 12-Jahrestief. Deutsche Post steigt stärker ins Reisegeschäft ein. Auch für die Fed gehören Negativzinsen in den Instrumenten-Kasten. Geschäft mit Luxus-Kosmetik treibt L'Oreal-Umsatz an.
Welche ist die wertvollste Marke im Bereich des Sports?
Wer verdient am meisten?
Diese 10 Produkte sind nur für den ganz großen Geldbeutel

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?