DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 

07.02.2012 14:20

Senden

Absatzstatistik 2011: Geschlossene Fonds treten auf der Stelle


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anbieter geschlossener Fonds kämpfen weiter mit Absatzproblemen: Anleger haben im vergangenen Jahr erneut weniger Geld am Beteiligungsmarkt investiert, wie aus der am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Jahresstatistik des Branchenverbands VGF hervorgeht. Die Leidenszeit der Emissionshäuser hält somit weiter an, die Absatzniveaus aus den Jahren vor der Finanz- und Schuldenkrise bleiben meilenweit entfernt.

 

    4,8 Milliarden Euro investierten Privatanleger 2011 in geschlossene Fonds. Gegenüber dem ohnehin schon mageren Vorjahr gingen die Platzierungszahlen damit um acht Prozent zurück. Zum Vergleich: 2007, bevor sich die weltweite Finanzkrise am Anlagemarkt niederschlug, flossen den Initiatoren geschlossener Fonds noch fast 20 Milliarden Euro zu. "Dennoch sind die aktuellen Zahlen besser, als die Marktstimmung erwarten ließ", sagt Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des VGF Verband Geschlossene Fonds.

 

    Von der vielbeschworenen Rückbesinnung auf Sachwertinvestitionen in Zeiten der Krise konnten die Fondshäuser kaum profitieren. Lediglich Immobilien- und Private-Equity-Fonds verzeichneten deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Leasingfonds konnten zwar ebenfalls zulegen, dabei handelt es sich jedoch um ein Nischenprodukt. Klassiker, wie Schiffs- und Flugzeugfonds waren 2011 dagegen ebenso wenig bei Investoren gefragt wie die Vorjahr noch boomenden Energiebeteiligungen.

 

    Geschlossene Fonds sind in der Regel Unternehmensbeteiligungen mit fester Laufzeit, die oftmals mehr als zehn oder zwanzig Jahre beträgt. Meistens muss ein Minimum zwischen 5.000 und 25.000 Euro investiert werden, um als Anleger einsteigen zu können. Ist ein Zeichnungsschein einmal ausgefüllt, kann der Fonds bis zum Laufzeitende im Normalfall nicht mehr wieder veräußert werden. Die Möglichkeiten, Anteile am sogenannten Zweitmarkt zu verkaufen, sind bislang begrenzt.

 

    Auch wenn sich die Branche seit Jahren bemüht, ihr Image aufzubessern, leidet sie weiterhin unter Altlasten. Negativschlagzeilen beispielsweise über Medienfonds und Vertriebsskandale einzelner Anbieter sorgen für Misstrauen bei Anlegern. Zudem hält sich hartnäckig das Vorurteil, es handle sich in der Regel um Steuersparmodelle. Im Zuge der Finanzkrise kam die Branche unter zusätzlichen Druck. So mussten viele Schiffsbeteiligungen mit Sanierungskapital aufgepäppelt oder abgewickelt werden./hbr/jsl

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Fondsfinder

Fondsname:
KAG:
Fondsart:
 
Ausgabeaufschlag:
Mindestalter:
Jahresperformance:
Volumen:
S&P Rating:
Fondsnote:
Sortieren nach:
 Suchen 

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen