12.11.2012 10:06
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Acatis Aktien Deutschland ELM-Fonds: deutsche Champions im Visier

Wien (www.fondscheck.de) - Auf herausragende deutsche Unternehmen aus einer breiten Palette an Branchen setzt der Acatis Aktien Deutschland ELM , berichten die Experten von "e-fundresearch.com".

"Wir betreiben kein Market Timing, sondern konzentrieren uns auf die Aktienseite", erkläre Fondsmanager Frank Lübberstedt. Lübberstedt verfolge mit dem Acatis Aktien Deutschland zwei Ziele: "Wir wollen eine überdurchschnittliche Rendite erzielen und dabei das Risiko bzw. die Volatilität für Investoren niedrig halten." Beide Ziele hätten bislang in die Tat umgesetzt werden können: Seit 2003 stehe eine Performance von +155,82% zu Buche. Gleichzeitig sei die Volatilität über diesem Zeitraum deutlich unter jener des Dax geblieben.

Die besondere Stärke der deutschen Wirtschaft sei für Lübberstedt der Mittelstand. Sein Anlageuniversum umfasse 700 bis 800 Unternehmen, das auf Kriterien wie Bilanzstärke, Unternehmensbewertung, Managementqualität und Marktstellung geprüft werde. "Wir versuchen so viel wie möglich zu verstehen und berechnen dann auf Dreijahressicht einen fairen Wert", habe er gesagt. Dieser könne allerdings künftig noch angepasst werden.

"Uns gefällt ein konservatives, prognosefähiges Management, das auch am Unternehmen beteiligt ist und nicht etwa auf Basis eines kurzfristigen Managementvertrags tätig ist", so Lübberstedt weiter. Schließlich gehe es um die mittel- bis langfristige Entwicklung eines Unternehmens. Investiert werde nicht nur in mittelständische Betriebe, sondern die ganze Marktbreite - sprich, in Firmen jeglicher Marktkapitalisierung.

Konkret lasse sich das Portfolio in fünf Arten von Unternehmen aufteilen. Zu den "Geldschränken", die allesamt positive Cashflows, hohe Dividendenrenditen sowie die Fantasie für Sonderdividenden aufweisen würden, zähle Lübberstedt etwa den Internetdienstleister SinnerSchrader, den Lotterieanbieter Tipp24 oder den Anlagenbauer KHD Humboldt Wedag.

Zu den "stetigen Wachstumsunternehmen" im Portfolio würden wiederum der Bauzulieferer InnoTec, der Finanzdienstleister Grenke oder WMF gehören, zu den "Fallengelassenen" RWE, E.ON oder Salzgitter. Eine wichtige Rolle würden weiters die "Weltmarktführer" wie Deutsche Post, Basler und Mühlbauer sowie die "Konjunkturabhängigen" spielen. Zu letzteren würden Münchner Rück und Novartis zählen.

Eine besondere Herausforderung sei es sicherlich die Fallengelassenen oder "versteckten Perlen" zu finden. Dazu gehöre etwa Eurokai, ein Unternehmen in das erstmals diesen Sommer investiert worden sei. Die Aktie des Terminalbetreibers habe seit 2007 um rund 85% an Wert eingebüßt. "Dabei hat Eurokai in den letzten zehn Jahren kein einziges Jahr rote Zahlen geschrieben - auch 2008 nicht", habe Lübberstedt gesagt.

Die Rahmenbedingungen seien für Eurokai laut dem Acatis-Fondsmanager äußerst viel versprechend: "Der weltweite Containerumschlag wächst doppelt so schnell wie das deutsche Bruttosozialprodukt." Dazu komme, dass der direkte Vergleich mit der Peer Group passe. So habe Eurokai etwa, was KBV, KGV und Dividendenrendite betreffe, gegenüber dem größten Wettbewerber HHLA deutlich die Nase vorn.

Mit dem inhabergeführten Unternehmen Sto, würden für ein weiteres deutsches Unternehmen die fundamentalen Rahmenbedingungen passen, so Lübberstedt. Der Wärmedämmungsspezialist profitiere vom globalen Trend zur Energieeinsparung. Stark: Die Gewinne seien im letzten Jahrzehnt um durchschnittlich 23% pro Jahr gestiegen, die Nettoliquidität betrage 180 Mio. Euro.

Einiges erhoffe sich Lübberstedt auch von MorphoSys. Das Geschäftsmodell des Biotechunternehmens basiere auf Eigenentwicklung und Partnerprogrammen. So werde etwa großen Pharmaunternehmen die Antikörperbibliothek HuCAL zur Verfügung gestellt - am Erfolge der von den Partnern in weiterer Folge entwickelten Medikamenten sei MorphoSys über Royalties und Milestones beteiligt. (Ausgabe vom 09.11.2012) (12.11.2012/fc/a/f)

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