Adirenta konnte kräftig an Wert zulegen
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Adirenta - A - EUR (Adirenta A EUR) engagiert sich regelmäßig vorwiegend in EUR-Anleihen, so die Analysten von Allianz Global Investors (AllianzGI).
Dabei liege der Schwerpunkt auf europäischen Emittenten. Anlageziel sei eine marktgerechte Rendite.
Im Dezember hätten speziell deutsche Bundesanleihen und US-Staatsanleihen ungeachtet ihrer sehr niedrigen Verzinsung abermals von ihrem Status als "sicherer Hafen" vor dem Hintergrund der Euro-Staatsschuldenkrise profitiert. Dies sei insbesondere im längeren Laufzeitbereich mit sinkenden Renditen und kräftig steigenden Kursen einhergegangen. Die meisten übrigen Sektoren des globalen Anleihenmarkts hätten ebenfalls im Wert zugelegt. Insbesondere Unternehmens- und Hochzinsanleihen hätten von steigendem Interesse der Anleger profitiert. Anleihen aus Schwellenländern hätten ebenfalls eine positive Wertentwicklung erzielt, seien aber hinter Wertpapieren aus entwickelten Staaten zurückgeblieben.
In diesem Marktumfeld habe der Adirenta kräftig an Wert zulegen können. Gegen Monatsende habe die Duration (mittlere Kapitalbindungsdauer) des Fonds mit 6,6 Jahren rund vier Monate über dem Niveau seines Vergleichsindexes gelegen. Dabei habe ein Akzent auf den Durationsbändern zwischen drei und fünf und sieben bis zehn Jahren gelegen, wohingegen der langfristige Bereich angesichts bestehender Rückschlagsgefahren deutlich untergewichtet gewesen sei.
Auf Emittentenebene hätten Staatsanleihen sowie Anleihen staatsnaher Emittenten aus den europäischen Kernländern dominiert. Tendenziell gemieden worden seien weiterhin Staatsanleihen aus den Euro-Peripherieländern. Daneben hätten umfangreiche Engagements in qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen und Pfandbriefen bestanden, die Zusatzrenditen in Aussicht gestellt hätten. Beigemischt seien zudem Anleihen aus Schwellenländern sowie ausgewählte besicherte Wertpapiere (ABS/MBS) gewesen. Das durchschnittliche Rating der Emittenten habe mit AA- im Investmentgrade-Bereich gelegen.
Anhaltender Preisdruck, hoher Finanzierungsbedarf vieler Länder und die expansive Geldpolitik der führenden Notenbanken würden Belastungsfaktoren für Staatsanleihen aus Industrieländern darstellen. Dies spreche dafür, dass die Anleger bei Staatsanleihen künftig wieder höhere Renditen verlangen würden, was mit rückläufigen Kursen einhergehen würde. Am Geldmarkt dürfte das Ertragspotenzial begrenzt bleiben, da die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins aufgrund schwacher Konjunktur in weiten Teilen Europas voraussichtlich niedrig halten werde.
In diesem Umfeld dürften insbesondere Unternehmensanleihen sowie Wertpapiere aus fundamental robusten Schwellenländern vom Bedarf der Anleger nach positiven realen Renditen profitieren. Die niedrigen Ausfallraten, eine meist gute Liquiditätsausstattung sowie eine konservative Finanzpolitik vieler Firmen dürften sich günstig auf Unternehmensanleihen auswirken. Das allgemeine Umfeld dürfte in den kommenden Monaten jedoch aufgrund gestiegener Rezessionsrisiken, teils erschwerter Refinanzierungsbedingungen und negativer Ratingtrends angespannt bleiben. (10.02.2012/fc/a/f)


