14.12.2012 13:20
Bewerten
 (0)

Afrika-Fonds: unentdeckte Wachstumschancen

Berlin (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" haben in ihrer aktuellen Ausgabe das Segment der Afrika-Fonds unter die Lupe genommen.

Der schwarze Kontinent schreibe in vielen Bereichen eine Erfolgsstory, die im Westen kaum Beachtung finde. Die Chinesen würden dagegen Afrika als Wachstumsmarkt interpretieren. Die Region stehe seit Jahren für wirtschaftliche Prosperität wie kaum eine andere. Die afrikanischen Volkswirtschaften würden seit 2000 um 6% jährlich wachsen und der IWF gehe auch in Zukunft von einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 5% aus.

Das Wachstum des Kontinents basiere zu einem großen Teil auf seinem Rohstoffreichtum mit Öl, Gas, Edel- und Industriemetallen, Diamanten sowie Uran. Aber auch andere Bereiche wie bspw. Telekommunikation würden sehr stark expandieren. Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Konsum und Handel würden positive Perspektiven aufweisen.

Trotz der guten Aussichten liege der Kontinent nicht im Fokus der privaten Anleger. Das liege aber auch daran, dass in Deutschland afrikanische Anteilsscheine gar nicht oder kaum gehandelt würden.

Dies treffe auch für Fonds wie den DWS Invest Afrika-Fonds (DWS Invest Africa LC) zu, der in den zurückliegenden zwölf Monaten netto kaum Mittelzuflüsse verzeichnet habe. Die Erhöhung des Fondsvolumens beruhe zu mehr als zwei Dritteln auf der positiven Wertentwicklung. Die 12-M-Performance liege bei 9%.

Ein gar stagnierendes Volumen weise der Africa Equity-Fonds (JPM Africa Equity A (acc) - USD) von J.P. Morgan auf. Berücksichtige man die 12-M-Performance von einem Viertel, bedeute dies, dass sich Anleger umfangreich von Anteilen getrennt hätten.

Als interessantes Investment werde der Magna Africa-Fonds (Magna Africa Fund A Euro) angesehen. Der Fonds könne aber auch bis zu einem Drittel seiner Mittel in Unternehmen investieren, die nicht in Afrika ansässig seien, dort aber Geschäfte betreiben würden. Die 12-M-Performance liege bei etwa 16%.

Die Experten von "Fuchsbriefe" sind der Meinung, dass Anleger die Chancen, die Afrika bietet, mittels der o.a. Fonds nutzen können. Aufgrund des enormen Nachholbedarfs und der vergleichsweise geringen Einbindung in den Welthandel könnten sich die dortigen Volkswirtschaften auch vergleichsweise unabhängig von der globalen Konjunktur entwickeln. (Ausgabe 50 vom 13.12.2012) (14.12.2012/fc/a/f)

Artikel empfehlen?

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dow Jones im Minus -- Kommt Apples neues iPhone früher als erwartet? -- Ifo-Geschäftsklima sinkt erstmals seit sieben Monaten -- Deutsche Bank im Fokus

US-Anleihen: Überwiegend schwächer nach Verbraucherpreisen und Yellen-Aussagen. Kein Ende der Debatte über Kohleabgabe in Sicht. Wintershall soll Interesse an Öl- und Gasassets in Libyen haben. Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig. Fed-Chefin Yellen hält sich bei Zinswende weiter bedeckt. Bayer-Chef will Staatsgelder für Antibiotika-Forschung. IPO: Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse. EnBW will Windenergiefirma Prokon für 550 Millionen Euro übernehmen.
Titans

Diese Städte stellen die attraktivsten Märkte in Europa dar.

Diese Firmen zahlen Amerikas höchste Gehälter

Umfrage

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich für die Abschaffung des Bargelds aus. Was halten Sie von diesem Vorschlag?