22.11.2012 08:31
Bewerten
 (0)

Allianz PIMCO Mobil-Fonds - leicht positives Ergebnis im Oktober

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz PIMCO Mobil-Fonds - A - EUR (Allianz PIMCO Mobil-Fonds A (EUR)) engagiert sich vorwiegend im kurz- bis mittelfristigen Segment des Markts für Euro-Anleihen mit guter Bonität (Investment-Grade-Rating), so die Analysten von Allianz Global Investors.

Längere Laufzeiten könnten unter Wahrung der Portfoliocharakteristik beigemischt werden. Anlageziel sei eine marktgerechte Rendite.

Dank des jüngst angekündigten unlimitierten Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) seien die Risikoprämien von Staatsanleihen einiger Euro-Peripherieländer im Oktober weiter zurückgegangen. Insbesondere Anleihen aus Spanien und Italien hätten hiervon profitiert und Kursgewinne verzeichnet, nachdem sie zur Jahresmitte noch stärker unter Druck geraten seien.

Demgegenüber hätten die Renditen erstklassiger Staatsanleihenbeispielsweise aus Deutschland von sehr niedrigem Niveau kommend leicht angezogen, da die Investoren zunehmend renditestärkere Anlagen zu bevorzugen schienen. Entsprechend hätten diese Anleihen Kursrückgänge hinnehmen müssen. Von dieser Entwicklung hätten zudem Anleihen von Unternehmen bzw. aus Schwellenländern profitiert, auch wenn deren Renditeaufschläge gegenüber erstklassigen Staatsanleihen bereits stark abgeschmolzen seien. Besonders gesucht seien zudem Anleihen aus dem Hochzins-Segment ("High Yields") geblieben.

Der Fonds habe im Oktober ein leicht positives Ergebnis erzielt und sich zudem besser als sein Vergleichsindex entwickelt, der nur gering an Wert habe zulegen können. Positiv habe sich dabei die nach wie vor leicht verlängerte Duration (mittlere Kapitalbindungsdauer) des Portfolios ausgewirkt. Zudem habe der Fonds von der guten Entwicklung bei Unternehmensanleihen sowie der Beimischung von spanischen und italienischen Staatsanleihen profitiert.

Hemmend auf die Wertentwicklung habe sich dagegen die relativ hohe Beimischung von erstklassigen Staatsanleihen ausgewirkt. So mussten neben deutschen Anleihen insbesondere auch niederländische und französische Staatsanleihen Kursrückgänge hinnehmen, nachdem sich die Risikoscheu der Anleger angesichts des steigenden Vertrauens in die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter zu legen schien, so die Analysten von Allianz Global Investors. Den Schwerpunkt ihrer Anlagen würden unverändert Staatsanleihen sowie Anleihen staatsnaher Emittenten aus den europäischen Kernländern bilden. Darüber hinaus würden Pfandbriefe sowie qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen beigemischt bleiben, da sie Renditevorteile in Aussicht stellen würden.

Anleihen aus den Euro-Peripherieländern würden tendenziell weiterhin gemieden. Die Duration (mittlere Kapitalbindungsdauer) des Fonds habe mit zuletzt rund 2,1 Jahren knapp über dem Niveau des Marktdurchschnitts gelegen. Dabei sei das drei- bis siebenjährige Durationsband, das Renditevorteile in Aussicht gestellt habe, stark übergewichtet worden. Die durchschnittliche Kreditqualität der im Portfolio enthaltenen Anleihen habe auf hohem Niveau leicht verbessert bei "AA+" gelegen (Standard & Poor's).

In einem Umfeld finanzieller Repression, in dem bei niedrigen Zinsen gleichzeitig die langfristigen Inflationserwartungen zuzunehmen scheinen, bieten viele klassische Anleihen aktuell unter realen Renditegesichtspunkten nur wenig Ertragspotenzial, so die Analysten von Allianz Global Investors. Während sie für bonitätsorientierte Anleger weiterhin als Stabilitätsanker dienen würden, erscheinen für renditeorientierte Anleger andere Marktsegmente aussichtsreicher. So würden beispielsweise viele Euro-Staatsanleihen relativ hohe, wenig wahrscheinliche Ausfallwahrscheinlichkeiten einpreisen, womit Beimischungen aus Euro-Peripheriestaaten unter Berücksichtigung etwaiger Schwankungsrisiken interessant sein könnten.

Attraktiv aus Renditegesichtspunkten würden insbesondere auch Unternehmensanleihen sowie Wertpapiere aus fundamental robusten Schwellenländern erscheinen. Beiden Segmenten dürfte die hohe Liquidität und die gesunkene Risikoscheu vieler Anleger zugute kommen. Viele Unternehmen würden aktuell solide Bilanzen in Verbindung mit einer komfortablen Liquiditätsausstattung ausweisen, was der Nachfrage nach Unternehmensanleihen weiterhin förderlich sein dürfte. Die insgesamt guten Refinanzierungsbedingungen und die zuletzt sinkende Risikoscheu der Anleger könnte ebenso für einen günstigere Entwicklung gegenüber erstklassigen Staatsanleihen sprechen. (22.11.2012/fc/a/f)

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX fester -- Dow fest -- Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis -- HP mit weniger Umsatz und Gewinn -- Apple auf Rekordwert -- Twitter im Fokus

USA "besorgt" über mögliche Aufspaltungspläne in der EU gegen Google. Deutsche Bank: Wachstum und Euroschwäche treiben DAX 2015 zu neuen Rekorden. Danone erwägt wohl Verkauf des milliardenschweren Yakult-Anteils. Gesellschafterwechsel bei Burger-King-Franchisenehmer.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige