06.09.2013 12:24
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Allianz US High Yield - AT (H2-EUR) - EUR-Fonds: 07/2013-Bericht, Entwicklung besser als der Marktdurchschnitt

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Markt für US-Hochzinsanleihen erholte sich im Juli nach der panikartigen Verkaufswelle wegen der möglichen Verringerung der Anleihenkäufe der FED, so die Analysten von Allianz Global Investors im Kommentar zum Allianz US High Yield - AT (H2-EUR) - EUR .

Der Kursanstieg sei durch gute Unternehmensgewinne und positive Wirtschaftsdaten unterstützt worden. Dagegen hätten US-Schatzanleihen einen Wertverlust von 0,77% erlitten. Hochzinsanleihen hätten nach wie vor attraktive Diversifizierungsvorteile geboten. Unter den Sektoren hätten sich Verlagswesen/Druck, Rundfunk und Technologie mit am besten entwickelt. Schlechter als der Gesamtmarkt hätten sich die Sektoren Glücksspiel, Hotel und Papier entwickelt.

Am Primärmarkt seien im Berichtsmonat 55 Neuemissionen im Gesamtvolumen von USD 22,4 Mrd. begeben worden. Investmentfonds hätten Mittelzuflüsse in Höhe von USD 6,2 Mrd. verzeichnet. Bei zwei Emittenten sei es im Berichtsmonat zu einem Zahlungsausfall gekommen. Die Ausfallquote bezogen auf die Emittenten habe in den vergangenen zwölf Monaten bei 2,40% gelegen. Bezogen auf das US-Dollar-Volumen habe die Ausfallquote bei 1,25% gelegen. Das Verhältnis von Bonitätsherauf- zu -herabstufungen sei auf 1,0 bei 23 Herauf- und 22 Herabstufungen gestiegen.

Der Wert des Portfolios sei im Juli angestiegen. Dabei habe sich der Fonds aufgrund der Emittentenauswahl und der Portfoliopositionierung insgesamt besser als der Marktdurchschnitt entwickelt. Viele Anleihen hätten von der fundamentalen Stärke der Emittenten profitiert. Anleihen mit engeren Spreads bzw. niedrigen Kupons hätten sich wegen des Renditeanstiegs bei US-Schatzanleihen schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt. Deshalb habe die Untergewichtung des Portfolios in Anleihen von Emittenten in der höchsten Ratingkategorie zur relativen Outperformance beigetragen.

Das Engagement des Fonds unter anderem in den Sektoren drahtlose Telekommunikation, drahtgebundene Telekommunikation und Kabel-/Satellitenfernsehen sei der Wertentwicklung des Fonds zuträglich gewesen. Die Emittentenauswahl im Sektor drahtlose Telekommunikation sei vorteilhaft gewesen. Im Sektor drahtgebundene Telekommunikation habe die Übergewichtung im Portfolio und die Emittentenauswahl positiv zur Wertentwicklung beigetragen. Im Sektor Kabel-/ und Satellitenfernsehen habe die Untergewichtung und eine vorteilhafte Emittentenauswahl geholfen. Dagegen hätten unter anderem die Positionen in den Sektoren Energie, Rundfunk und Kapitalgüter einen negativen Einfluss auf die relative Wertentwicklung gehabt.

Das Portfolio sei sowohl im Energiesektor als auch im Rundfunksektor untergewichtet gewesen. Im Kapitalgütersektor sei eine ungünstige Emittentenauswahl der relativen Wertentwicklung abträglich gewesen. Im Berichtsmonat seien mehrere im Portfolio vertretene Emittenten heraufgestuft worden; Herabstufungen habe es dagegen keine gegeben.

Der Fonds habe Titel eines Öl- und Gasdienstleistungsunternehmens erworben. Dagegen sei die Position in einem Raffinerieunternehmen geschlossen worden.

Innerhalb der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere seien Hochzinsanleihen unter den Gesichtspunkten Diversifikation und relative Wertentwicklung weiterhin interessant. Alle Kreditstatistiken würden ohne Ausnahme für ein Engagement in dieser Anlageklasse sprechen.

Die Unternehmensbilanzen seien solide. Die Verschuldungsquoten und Zinsdeckungsgrade seien so gut oder sogar besser als die der letzten 20 Jahre, während die Liquiditätsposition der Unternehmen mit Anlagequalität weiter hoch sei und Übernahmen weiter getätigt würden. Wegen der niedrigeren Kupons sei die halbjährliche Zinslast gesunken, und die allgemeine Verfügbarkeit frischen Kapitals habe kurzfristige Amortisierungsrisiken im Markt beseitigt. Des Weiteren sei die Nachfrage der Anleger mangels Alternativanlagen, die hohe einstellige Zinsen zahlen würden, hoch geblieben.

Die Spreads zu US-Schatztiteln mit vergleichbarer Laufzeit hätten am Quartalsende bei etwa 470 Basispunkten gelegen. Statistisch gesehen lasse sich die gegenwärtige Phase im Marktzyklus am besten mit den Marktphasen Mitte der neunziger Jahre und Mitte des vergangenen Jahrzehnts vergleichen, die beide durch ein Umfeld gesamtwirtschaftlicher Stabilität, weniger Zahlungsausfälle und hoher Liquidität gekennzeichnet gewesen seien.

Am Markt für Hochzinsanleihen sei zurzeit eine zukünftige Ausfallquote eingepreist, die die jetzige Quote übersteige. Die Marktrendite von Hochzinsanleihen sei im Vergleich zu den mit der Anlageklasse verbundenen Risiken eindeutig attraktiv. Die Anleihen, bei denen die Spreads schon niedrig seien, also hauptsächlich im BB-Segment, würden allerdings eine höhere Korrelation zur Zinsentwicklung aufweisen.

Fast alle Anlagestrategen seien der Auffassung, dass der Ausblick für Kreditinstrumente angesichts sehr geringer Ausfallquoten in 2013 und 2014 gut sei. Die Analysten würden mit einer Spread-Einengung rechnen, denn die jüngste Verkaufswelle sei nicht durch spezifische fundamentale Entwicklungen, sondern durch Volatilität in den zugrundeliegenden Renditen verursacht worden. Deshalb würden die Analysten erwarten, dass die Gesamtrendite in diesem Jahr über dem durchschnittlichen Kupon liegen werde. Zwar werde ein weiterer Zinsanstieg den Markt für Hochzinsanleihen nicht unberührt lassen, doch sollte der Handelsverlauf von mehr Disziplin sein. (06.09.2013/fc/a/f)

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