16.11.2012 11:17
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Allianz Wachstum Euroland-Fonds: Positive Wertentwicklung

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds Allianz Wachstum Euroland - A - EUR (Allianz Wachstum Euroland A (EUR)) engagiert sich vorwiegend an den Aktienmärkten des Euroraums, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Dabei konzentriere er sich auf Titel, deren Wachstumspotenzial nach Ansicht des Fondsmanagements im aktuellen Kurs nicht hinreichend berücksichtigt sei (Growth-Ansatz). Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften.

Im Oktober hätten die Kurse an den internationalen Aktienmärkten im Schnitt leicht nachgegeben. Verantwortlich hierfür seien uneinheitliche Wirtschaftsdaten und Unternehmensberichte zu den Ergebnissen des letzten Quartals gewesen, die wieder stärker in den Fokus der Anleger gerückt seien und den positiven Einfluss der expansiven Notenbankpolitik zunehmend überlagert hätten.

Auf regionaler Ebene hätten europäische Aktien überdurchschnittlich abgeschnitten, wofür vor allem eine kräftige Erholung der südeuropäischen Börsen (Griechenland, Spanien, Portugal, Italien) verantwortlich gewesen sei, die im bisherigen Jahresverlauf zu den schwächeren Märkten gehört hätten. Diese positive Entwicklung habe insbesondere das zunehmende Vertrauen der Marktteilnehmer in die Fähigkeit der europäischen Institutionen (mit der Europäischen Zentralbank als wichtigstem Protagonisten) signalisiert, die europäische Währungsunion zu stabilisieren und zu verbessern. In diesem Umfeld hätten sowohl europäische Wachstums- als auch Substanzaktien an Wert zugelegt. Dabei hätten sich Substanzwerte im Durchschnitt besser als Wachstumsunternehmen entwickelt.

Der Fonds habe im beschriebenen Marktumfeld eine positive Wertentwicklung erzielt, sei dabei jedoch leicht hinter dem Marktdurchschnitt zurückgeblieben. Positive Beiträge aus der Sektorallokation (die auf der Einzeltitelauswahl beruhe) seien dabei durch die Einzeltitelauswahl überkompensiert worden. Auf Branchenebene habe sich insbesondere die Titelauswahl im den Bereichen Gesundheit und Energie als nachteilig erwiesen. Positiv sei hingegen der Beitrag der Selektion im Rohstoffsektor gewesen.

Auf Einzeltitelebene hätten Prosegur, HUGO BOSS und FUCHS PETROLUB zu den Aktien mit dem höchsten Ergebnisbeitrag für den Fonds gezählt. Daneben sei es positiv gewesen, nicht in Titeln wie Pernod-Ricard, Telefónica oder E.ON investiert gewesen zu sein, da diese unterdurchschnittlich abgeschnitten hätten. Auf der anderen Seite hätten sich die Engagements der Analysten in Titeln wie Saipem, Fresenius Medical Care und Dassault vergleichsweise schwach entwickelt. Des Weiteren seien sie auch nicht in BBVA, Iberdrola und ENI investiert gewesen, die kräftige Gewinne verbucht hätten.

Im Oktober hätten die Analysten Kerry Group neu ins Portfolio aufgenommen, ihr bestehendes Engagement in MARR aufgestockt und sich von der verbliebenen kleinen Position in Siemens getrennt. Die irische Gesellschaft Kerry Group habe ihres Erachtens klares Wachstumspotenzial bei Nahrungsmittelzutaten und Geschmacksrichtungen aufgewiesen. Das an der irischen Börse notierte Unternehmen sei 1972 gegründet worden und überzeuge seit 26 Jahren mit anhaltendem Wachstum des Gewinns pro Aktie (Earnings-Per-Share).

Für Aktienanlagen spreche weiterhin das voraussichtlich noch länger anhaltende Niedrigzinsumfeld, die hohe Liquidität der Anleger und die vielerorts attraktiv erscheinenden Bewertungen. Des Weiteren dürften auch Investoren, die von einem nachhaltigen Anstieg der Inflationsraten ausgehen würden, zunehmend auf die Qualitäten von Sachwerten wie Aktien setzen, da diese langfristig positive Realrenditen in Aussicht stellen würden. Für Unsicherheit sorgen dürfte zwar vorerst weiterhin die Staatsschuldenproblematik im Euro-Währungsraum und die damit verbundene politische Unsicherheit. Ein Fortschritt in Richtung einer weiteren Integration Europas könnte den Kapitalmärkten allerdings Stabilität verleihen.

Des Weiteren dürften vor allem die europäischen Peripherieländer und die dort beheimateten Unternehmen von der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren. Besonders aussichtsreich würden generell Unternehmen mit strukturellen Wachstumstreibern erscheinen, die weitgehend konjunkturunabhängig ihre Produkte absetzen könnten und eine gute Wettbewerbsposition aufweisen würden. Sie würden häufig über überlegene Geschäftsmodelle verfügen bzw. von langfristigen Wachstumstrends profitieren und würden damit selbst in schwierigen Marktphasen die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Entwicklung bieten.

Das Fondsmanagement werde hingegen auf mindestens mittlere Sicht weiterhin nur sehr selektiv in Finanzwerte investieren. Rettungspakete qualifizieren noch nicht für ein Investment nach unserer Strategie, die auf überlegene interne Geschäftsmodelle, Bilanzen und das Management einer Firma abzielt, so die Analysten von Allianz Global Investors. Diese Elemente dürften langfristig das entscheidende Element für Wachstum und damit auch für den Aktienmarkt sein. (16.11.2012/fc/a/f)

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