23.11.2012 18:01
Bewerten
(0)

Altersvorsorge-Barometer von J.P. Morgan Asset Management: Vertrauen der Bundesbürger in gesetzliche Rente auf Rekordtief

95 Prozent rechnen nicht damit, dass die gesetzliche Rente ausreicht. Immer mehr Deutsche setzen auf die Immobilie für die Altersvorsorge. Knapp ein Viertel der Bundesbürger hat nach eigenen Angaben keine Mittel für zusätzliches Sparen

Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die gesetzliche Rente geht weiter zurück. Gerade noch 5,7 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass sie im Alter ohne zusätzliche Rücklagen auskommen werden. Das ist eines der Ergebnisse des 14. Altersvorsorge-Barometers von J.P. Morgan Asset Management. Damit ist die Zahl derjenigen, die sich allein auf die staatliche Rentenversicherung verlassen, auf ein neues Rekordtief gefallen. Gegenüber dem Altersvorsorge-Barometer von April 2012 beträgt das Minus 1,2 Prozentpunkte. „Unsere Umfrage zeigt ganz klar, dass das Gros der Deutschen nicht mehr damit rechnet, mit der gesetzlichen Rente seinen Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können“, kommentiert Jean-Guido Servais, Leiter Marketing Kontinentaleuropa bei J.P. Morgan Asset Management, das Ergebnis der Studie.

Allerdings machen die Zahlen zugleich deutlich, wie viele Menschen nach eigener Einschätzung nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, Geld für ihr Alter zurückzulegen. „Bis vor zwei Jahren war ein leicht rückläufiger Trend bei den Befragten erkennbar, die fehlendes Geld als Grund dafür angaben, dass sie keine zusätzliche Altersvorsorge betreiben. Seitdem stagniert die Zahl leider bei knapp über 23 Prozent. Hier droht massive Altersarmut“, warnt Markus Novak, Altersvorsorge-Experte bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Regelmäßiges Sparen zahlt sich langfristig aus
Dies ist umso tragischer, als viele Anleger die Möglichkeiten des regelmäßigen Vorsorgesparens falsch einschätzen: So ist eine effektive private Altersvorsorge bereits mit überschaubaren Beträgen möglich. Ein aktuelles Rechenbeispiel zeigt: Ein Arbeitnehmer (45 Jahre), der seit Fondsauflage im April 1994 monatlich 20 Euro in den JPMorgan Funds - Emerging Markets Equity A Dis USD (ISIN: LU0053685615) investierte, kann nach mehr als 18 Jahren auf einen ansehnlichen Betrag von 13.255 Euro kommen. Eingezahlt hat er gerade einmal 4.440 Euro[1]. „Das Beispiel zeigt, wie stark unterschätzt wird, dass selbst mit kleinen Sparbeträgen über eine vernünftige Laufzeit ein stattliches Vermögen zusammenkommen kann“, meint Novak.

Die Quote derjenigen, die zusätzlich zu den staatlichen Sicherungssystemen Geld zurücklegen, ist im Vergleich zum Vorjahres-Altersvorsorge-Barometers um 1,4 Prozentpunkte auf 41,4 Prozent gefallen. Hierzu hat insbesondere das Minus in den Neuen Bundesländern beigetragen, wo der Anteil derjenigen, die zusätzlich etwas für das Alter ansparen, von 42,3 auf 36,6 Prozent absackte. In den Alten Bundesländern fiel der Rückgang von 45 auf 42,8 Prozent moderater aus´.

Mit Investmentfonds flexibel bleiben
Auf den höchsten Stand seit Beginn der Befragung ist dagegen die Zahl der Haus- oder Wohnungsbesitzer gestiegen. Immerhin 9,4 Prozent gaben an, für ihre Altersvorsorge Geld in Immobilien investiert zu haben. Im Vorjahr lag der Wert bei 7,5 Prozent. „Viele Sparerinnen und Sparer nutzen die niedrigen Bauzinsen. Zudem fürchten sie die schleichende Geldentwertung und suchen auch deshalb ihr Heil im Betongold“, erklärt Novak.

Was die monatliche Vorsorge betrifft, rangieren Beiträge zwischen 50 und 99 Euro (9,1 Prozent) weiter auf dem ersten Platz. Immerhin 6,3 Prozent der Befragten sparen zwischen 100 und 149 Euro. 2,6 Prozent investieren 150 bis 199 Euro und 1 Prozent spart bis zu 249 Euro. Einen Betrag von mehr als 250 Euro monatlich bringen 1,3 Prozent der Befragten auf. Gerade für Anleger, die mit kleineren Beiträgen für ihren Lebensabend vorsorgen möchten, eigenen sich breit aufgestellte Investmentfondslösungen. Ein großer Vorteil gegenüber der Immobilie: „Sparer bleiben mit Investmentfonds flexibel“, stellt Novak heraus

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Mini-Minus -- US-Börsen mit Rücksetzer -- BVB-Aktie auf 16-Jahreshoch -- Vorerst keine Zerschlagung von Air Berlin -- Salesforce, Tesla, Bayer, RWE, E.ON, Uniper, innogy, K+S im Fokus

Ströer-Aktie im Minus: Umsatzwarnung von WPP belastet. Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar. Siemens dementiert Aus für Gasturbinenwerk Berlin. Spotify-Börsengang: US-Börsenaufsicht prüft ungewöhnlichen Antrag des Börsenkandidaten. Bundesbank holt Goldbestände früher als geplant nach Frankfurt.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
K+S AGKSAG88
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
Amazon906866
AlibabaA117ME
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
Allianz840400
BVB (Borussia Dortmund)549309