17.12.2012 13:24
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Aragon verkauft inpunkto AG

Vertrieb von Krankenversicherungen „erheblich schwieriger“. Stärkere Konzentration auf Allfinanzbereich.

Das Finanzvertriebsunternehmen Aragon AG verkauft die Mehrheitsbeteiligung an der inpunkto AG, einem auf unabhängige Beratung und professionelle Abwicklung der privaten Krankenversicherung spezialisierten Finanzdienstleister. Käufer von 70 Prozent des Grundkapitals sind die HVP Hanse AG aus Hamburg, eine Tochter der Hanse Merkur Holding, sowie Alexander Rak, Vorstand und Gründer von inpunkto. Das Management der Gesellschaft und die HVP werden künftig jeweils 50 Prozent der Anteile halten, wie Aragon heute bekanntgab.

„Mit dem Verkauf von inpunkto setzen wir den Weg der Straffung unseres Portfolios weiter fort“, kommentiert Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der Aragon AG, die Transaktion. Die Wiesbadener hatten im April 2008 eine Mehrheitsbeteiligung an der inpunkto AG erworben. Das Mönchengladbacher Unternehmen sei dann in der Folge stark gewachsen. „Der Vertrieb von Krankenversicherungen ist jedoch in der jüngeren Vergangenheit nicht zuletzt aufgrund der strengeren Regulierung erheblich schwieriger geworden“, begründet die Aragon-Geschäftsführung den Verlauf. „Wir konzentrieren uns in Zukunft auf die Kernbeteiligungen im Allfinanzbereich“, sagt Grabmaier. „Mit dieser Strategie waren wir bereits vor der Finanzkrise bis 2008 sehr profitabel.“

Trotz des Verkaufs wollen beide Gesellschaften weiterhin im Vertrieb privater Krankenversicherungen zusammenarbeiten. Im Zuge dieser Kooperation wird Ralph Konrad, Finanzvorstand der Aragon AG in den Aufsichtsrat der inpunkto eintreten. Den Verkaufserlös, über den Stillschweigen vereinbart wurde, will die Aragon AG zur vorzeitigen Tilgung sämtlicher langfristiger Bankverbindlichkeiten nutzen.

(PD)

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