29.06.2013 12:00
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Bangladesh-Fonds: Grenzmärkte locken

Bangladesh-Fonds: Grenzmärkte locken
Asiatischer Newcomer
Neuheiten: Erster aktiver Bangladesch-Fonds aufgelegt.
€uro am Sonntag

von Jörn Kränicke, Euro am Sonntag

Die Schlagzeilen von einstürzenden Textilfabriken und wiederkehrenden Überflutungen zeigen nur die dunkle Seite von Bangladesch. „Für Goldman Sachs gehört Bangladesch zu den Next Eleven und JP Morgan sieht das Land gar als einen der Frontier-Five-Märkte mit strategischen Vorteilen“, sagt Christian Forthuber, Gründer von SwissPro Invest. Deshalb hat er mit dem SPI Bangladesch Anfang Juni den ersten aktiv gemanagten Fonds (ISIN: LU 075 628 307 2) aufgelegt, der ausschließlich in dem Staat am Golf von Bengalen investiert.

Die Chancen, dass dies ein Erfolg wird, stehen für den Initiator gut. „In den vergangenen Jahren ist das Land im Schnitt um sechs Prozent real gewachsen, und dieses Wachstum wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen“, sagt Forthuber. „Die Bekleidungsindus­trie ist der größte Exportsektor, aber auch Fisch, Jute, Leder und Pharmaprodukte gehören zu den Exportschlagern.“ Überdies hat er festgestellt, dass die Börse als eine der ganz wenigen noch unkorreliert zu allen anderen Märkten ist. Tatsächlich schlug der Dhaka-Stock-Exchange-Index in den vergangenen drei Monaten mit plus 7,25 Prozent den DAX deutlich.

In seinem Fonds setzt Forthuber auf 35 bis 40 Titel aus Branchen, die vom steigenden Binnenkonsum profitieren. Dazu zählen Konsum- und Gebrauchsgüter, Versorger, Telekommunikation, Pharma oder Energie. Finanzwerte dagegen hat Forthuber — im Gegensatz zum MSCI Bangladesh — untergewichtet. „Insgesamt ist der Markt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa zehn günstig bewertet, sodass das Potenzial groß ist.“

Bildquellen: JJ Studio / Shutterstock.com
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