07.05.2013 12:32
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BNPP L1 Equity World Low Volatility-Fonds: Wenn Solidität attraktiver ist als eine interessante Equity-Story

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Schwankungsarme Aktien bieten langfristig orientierten Investoren in der Regel risikoadjustierte Überrenditen im Vergleich zu volatilen Titeln. BNP Paribas Investment Partners hat die bisherigen Niedrigvolatilitätsstrategien weiterentwickelt, um die Diversifizierung des Portfolios sicher zu stellen, so die Experten von BNP Paribas Investment Partners im Kommentar zum BNPP L1 Equity World Low Volatility-Fonds (BNP PARIBAS L1 Equity World Minimum Variance C).

Wer bei der Geldanlage die Rendite steigern wolle, müsse dafür scheinbar ein höheres Risiko eingehen. Dass dieses Börsen-Bonmot nicht uneingeschränkt zutreffe, würden Investmentspezialisten bereits seit 1969 wissen: In diesem Jahr hätten die US-Amerikaner Robert Haugen und James Hines in einer Studie veröffentlicht, dass Aktien mit niedriger Volatilität seit 1926 bessere risikoadjustierte Erträge erzielt hätten als ihre risikoreicheren Pendants. Die Aussage von vor mittlerweile 44 Jahren besitze immer noch Gültigkeit.

"Auf lange Sicht sind es die solide wirtschaftenden Unternehmen, die risikoadjustiert mehr Rendite bringen. Sie gelten zwar im Allgemeinen als langweilig und sorgen kaum für Überraschungen, entwickeln sich aber insbesondere bei Markteinbrüchen deutlich besser", erkläre Tobias Bockholt, Leiter des institutionellen Anlagegeschäfts bei BNP Paribas Investment Partners in Deutschland. Dieses Phänomen werde auch als Volatilitätsanomalie bezeichnet. Anleger jedoch würden häufig Titel bevorzugen, die im Rampenlicht stünden und daher eine risikoorientierte Betrachtung außen vor lassen.

Mittlerweile habe insbesondere bei institutionellen Anlegern und deren internen Anlagegremien ein Umdenken von maximaler Performance hin zu kontinuierlichen Überrenditen stattgefunden. Damit verliere auch der Bilanzstichtag an Bedeutung.

"Aktien sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld zum Vermögensaufbau im Prinzip ein wichtiger Baustein", habe Bockholt gesagt. "Vergleichbare Erträge lassen sich zurzeit nur mit Alternativen Investments oder auch Immobilien erzielen. Diese sind aber illiquide und daher nicht für jeden Anleger geeignet, insbesondere nicht für Anleger, die aufgrund ihrer Anlagerichtlinien nur in liquide Mittel investieren dürfen, zum Beispiel in eine strategische Liquiditätsreserve." Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Marktschwankungen zunehmen würden. Bockholt weiter: "Besonders nach Markteinbrüchen ist das Interesse an risikoarmen Aktien höher. Allerdings geraten diese bei der nächsten Aktienmarktrally wieder schnell in Vergessenheit und so beginnt das Spiel von vorn: Nach der Hochphase folgt die Ernüchterung. Verluste müssen durch risikoreiche Investments wieder ausgeglichen werden."

Ein defensiver Investmentansatz sei laut Bockholt hingegen mit schwankungsarmen Titeln zyklusunabhängiger. In rasch steigenden Märkten würden sie etwas abfallen, aber auch dort würden sie Rendite bei ausgeglichenem Rendite-Risiko-Profil erwirtschaften. "Die risikoadjustierten Erträge defensiver, schwankungsarmer Titel liegen langfristig über denen von risikoreichen Papieren", so Bockholt. Die risikoadjustierte Rendite sei definiert durch die Gesamtrendite in Relation zur Volatilität.

"Das Market-Timing ist mit schwankungsarmen Aktien also weniger wichtig als für Portfolios mit höherer Volatilität, da sie in schwierigen Marktphasen widerstandsfähiger sind." Außerdem sei laut Bockholt gerade mit Low-Volatility-Strategien ein strategischer Investmentansatz möglich: "Die zukünftige Volatilität von Aktien lässt sich, anders als zukünftige Renditen, anhand historischer Werte relativ akkurat vorhersagen. So lassen sich Titel identifizieren, die auch in der Zukunft einen geringen Schwankungsgrad aufweisen werden."

Seit der Veröffentlichung der Studie von Haugen habe es bereits verschiedene Ansätze gegeben, die Volatilitätsanomalie zu nutzen und Portfolios aus schwankungsarmen Papieren zu konstruieren. Dabei habe sich allerdings herausgestellt, dass der alleinige Fokus auf die Volatilität nicht ausreiche: Herkömmliche Volatilitäts-Portfolios würden zu Klumpenrisiken neigen. Zumeist würden dabei sektorunabhängig die Aktien mit der niedrigsten Volatilität ausgewählt. Diese kämen aber in einigen Branchen häufiger vor als in anderen, beispielsweise in den Sektoren Telekommunikation und Versorgungsunternehmen. Somit führe die alleinige Reduzierung auf die geringste Volatilität fast zwangsläufig zu einem konzentrierten Portfolio in wenigen Branchen, was dem Diversifikationsprinzip widerspreche.

BNP Paribas Investment Partners habe deshalb Niedrigvolatilitätsstrategien weiterentwickelt, die flexibel und transparent auf einzelne Investoren zugeschnitten werden könnten. Da die Volatilitätsanomalie für alle Sektoren unabhängig gelte, würden die jeweils schwankungsärmsten Titel einer Branche ermittelt und dem Portfolio zugefügt. So könnten Klumpenrisiken reduziert werden.

Der BNPP L1 Equity World Low Volatility sei ein aktiver Long-Only Fonds mit einem Tracking Error von 6 Prozent und einer Volatilität unter 20 Prozent des MSCI World-Indexes. Anstatt nur auf die absolute Reduzierung der Volatilität im Portfolio zu achten, würden die schwankungsärmsten Titel aus jedem Sektor identifiziert. (07.05.2013/fc/a/f)

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