08.10.2012 08:43
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Banken Fokus Basel III-Fonds: Anlagetipp der Woche

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München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen den Banken Fokus Basel III-Fonds als Anlagetipp der Woche vor.

Die 27 Banken, die der Europäischen Bankenaufsicht EBA Pläne zum Erreichen der Anforderungen von neun Prozent hartem Kernkapital hätten vorlegen müssen, hätten 116 Mrd. USD in den vergangenen zwölf Monaten eingesammelt. Damit seien sie besser gegen Krisen gewappnet. Darüber würden sich nicht nur Banker wie Anshu Jain oder Martin Blessing, sondern auch Fondsberater Svilen Katzarski freuen. Er manage den Banken Fokus Basel III Fonds. Das sei ein ganz spezieller Fonds, wie der Name schon suggeriere.

Die Idee dahinter: Die neuen Regulierungen Basel III und Solvency II würden bewirken, dass viele nachrangige Anleihen von Banken und Versicherungen nicht mehr als Eigenkapital angerechnet würden. Und genau hier setze Katzarski bei seinem Fonds an. "Durch Basel III müssen Banken und Versicherungen nach einer Übergangsphase ab 2015 deutlich mehr Eigenkapital vorhalten", habe der Manager gesagt. Wozu führe das? Laut dem Degussa-Bank-Experten würden dann gerade Anleihen mit Step-up nicht mehr dem Tier-I-Kapital (Kernkapital) zugeordnet. Step-up bedeute laut Katzarski: "Die zusätzliche Prämie, die eine Bank zahlen muss, wenn sie die Hybridanleihe nicht kündigt. Daher erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Emittenten hier ihr Sonderkündigungsrecht zum jeweils ersten möglichen Termin ausüben."

Da die meisten infrage kommenden Anleihen aktuell ganz deutlich unter pari notieren würden, sehe er hier eine gute Möglichkeit zur Erzielung überdurchschnittlicher Renditen. Dabei setze Katzarski beim Banken Fokus Basel III hauptsächlich auf Papiere europäischer Banken ohne Laufzeitbegrenzung (Perpetuals) mit Nachrang und einer Call-Option. In Fachkreisen nenne man sie: Callable Tier I Perpetuals. Auf Basis der aktuellen niedrigeren Notierungen der Papiere halte er sie für sehr attraktiv. Grund: "Tier 1 Anleihen sind sogar attraktiver als Bankaktien und gleichzeitig weniger riskant. So beträgt laut Bloomberg für 2013 der RoE für Banken 7,1 Prozent und die erwartete Dividendenrendite 5,2 Prozent. Der erwartete Return in "Banken Fokus Basel III" ist neun Prozent pro Jahr bis voraussichtlich Ende 2017", erwarte der Degussa-Bank-Experte.

Aber auch schon im laufenden Jahr habe der Fonds sein Potenzial gezeigt. Denn: Die emittierenden Banken hätten auf die niedrigeren Kurse der eigenen Anleihen reagiert. "Anfang des Jahres gab es umfassende Rückkauf- und Umtauschangebote. Da Banken in der Regel auch Nachranganleihen anderer Banken halten und gleichzeitig in Liquiditätsschwierigkeiten waren, war es eine Win-win-Situation für sie, Nachranganleihen unter dem Nominalwert zurückzukaufen", erkläre Katzarski. Mit dem realisierten Gewinn hätten die Banken ihre Kernkapitalquoten erhöht.

"Die Rückkauf- und Umtauschangebote bezogen sich fast ausschließlich auf Tier 1 Anleihen mit einem Step-up, also auf die Anleihen, die der Fonds im Bestand hat und die ab 2013 mit dem Inkrafttreten von Basel III und nach Ablauf der ersten Kündigungsmöglichkeit seitens der Emittenten nicht mehr als Eigenkapital gelten", erkläre der Experte weiter. Dennoch habe er sämtliche Rückkaufangebote abgelehnt, da weiterhin mit einer Kündigung zum ersten möglichen Termin zum Nominalwert gerechnet würde. "Die Idee des Fonds wurde nicht nur durch die Rückkauf- und Umtauschangebote, sondern auch durch die erste Kündigung einer Anleihe im Fonds bestätigt."

Der Fonds sei eine klasse Idee. Wer mit den Restrisiken leben könne, bekomme zumindest für die kommenden fünf Jahre ein sehr renditestarkes Produkt. Angesichts der Minizinsen eine Seltenheit. (Ausgabe 40 vom 05.10.2012) (08.10.2012/fc/a/f)

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