Barings Aussichten im Jahr des Drachen
Heute, am 23. Januar 2012 beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Drachen. In der chinesischen Astrologie gilt der Drache als König der Tiere und Sinnbild für Macht, Stärke und Glück, was sich als gutes Omen für Anleger am chinesischen Aktienmarkt in den kommenden zwölf Monaten werten ließe.
Mit Blick auf das vor uns liegende Jahr gehen wir von anhaltend positiven Fundamentaldaten am chinesischen Aktienmarkt aus. Trotz einer verhaltenen Rally chinesischer Aktien im Herbst sind die Aktienkursbewertungen sowohl für den Markt in Hongkong als auch für den chinesischen Markt für A-Aktien historisch gesehen am unteren Ende angesiedelt. Unserer Ansicht nach bietet dies Anlegern eine attraktive Gelegenheit, mit einem niedrigen Einstiegslevel an einem mehrjährigen Wachstumserfolg zu partizipieren.
Der Pessimismus, der die Märkte 2011 die meiste Zeit fest im Griff hatte, gründete größtenteils auf Sorgen hinsichtlich der Schuldenkrise in Europa und erneut aufkeimende Zweifel über die Konjunkturerholung in wichtigen Volkswirtschaften wie den USA. Auch in Europa bleibt die Lage angespannt, obwohl die Risiken eines systemischen Problems anscheinend geringer werden. Die Situation in den USA hat sich ersten Anzeichen nach derweil entspannt, und in den kommenden Wochen und Monaten dürfte sich die Stimmung der Anleger allmählich ins Gegenteil kehren, da das Risiko einer weltweiten Rezession – wie von vielen Anlegern befürchtet – allem Anschein nach sinkt.
Jüngste Daten zeigen ein anhaltendes Wachstum der chinesischen Wirtschaft mit einer jährlichen Wachstumsrate von 8,9% und untermauern unserer Ansicht nach die Aussicht auf eine sanfte Landung. Angesichts der zahlreichen Pressestimmen zu diesem Thema soll angemerkt sein, dass dieser Wert immer noch ein Vielfaches der in den meisten anderen Regionen der Welt verzeichneten Wachstumsraten beträgt.
Da China als eines der ersten Schwellenländer die kurzfristigen Zinssätze angehoben hatte, um einer Überhitzung der Konjunktur entgegenzuwirken, haben die chinesischen Entscheidungsträger nun ausreichend Spielraum, diese Entwicklung umzukehren und damit zusätzliche Impulse zu setzen. Die chinesische Zentralbank hatte kürzlich den Mindestreservesatz für Banken um 50 Basispunkte gesenkt. Dies ist die erste Reduzierung seit Dezember 2008 und ein Schritt, der die Banken dazu bewegen könnte, zusätzliche Kredite zu vergeben. Unserer Ansicht nach stützt die jüngste Ankündigung das Wirtschaftswachstum und verdeutlicht, dass der chinesischen Zentralbank die Inflationsaussichten nicht allzu große Sorgen bereiten und sie folglich mit einer Lockerung der Geldpolitik beginnen kann.
Das Inflations- und politische Risiko nimmt unseres Erachtens allmählich ab und wir rechnen damit, dass die wachstumsfördernde Politik der Regierung gleichzeitig dafür sorgen dürfte, dass kleinen und vor allem mittleren Unternehmen dieses Jahr wieder mehr Beachtung geschenkt werden kann. Sollte der Inflationsdruck, wie von uns erwartet, nachlassen und das Vertrauen am chinesischen Markt allmählich wiederhergestellt werden, dürfte das Ertragswachstum unserer Meinung nach erneut zum wichtigsten Antriebsfaktor für Aktien werden. In diesem Umfeld gehen wir davon aus, dass sich unser Engagement in Unternehmen mit guten Wachstumsperspektiven, soliden Bilanzen und einer guten Marktstellung zur Nutzung steigender Verbraucher- und Infrastrukturausgaben für Anleger in unser Portfolio aus chinesischen Aktien auszahlen wird.
Auch zu Beginn des Jahres 2012 zielt unsere Strategie auf Unternehmen ab, die unserer festen Überzeugung nach das Potenzial aufweisen, in den kommenden Jahren nachhaltiges Ertragswachstum zu generieren; dabei handelt es sich insbesondere um Unternehmen mit soliden Bilanzen und starken Cashflows. Wir werden unser Exposure in Bezug auf diese Unternehmen wahlweise erhöhen, wenn diese infolge der jüngsten schwachen Marktentwicklung unseres Erachtens Wertsteigerungen aufweisen.
Kung Hei Fat Choy! Möge das chinesische Neujahr Erfolg und Wohlstand bringen.



