29.11.2012 16:12
Bewerten
 (0)

Beratungsstandards werden konkretisiert

Arbeitskreis Beratungsprozesse findet Zustimmung von Softwarehäusern, Versicherern und Maklerpools für Beratungsstandards.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte der Arbeitskreis Beratungsprozesse bereits erste Beratungsstandards zur Diskussion gestellt. Es wurde eine „Beratungslandkarte“ mit konsensfähigen Prioritäten zu Risikoabsicherung und Vermögensaufbau ins Leben gerufen (FundResearch berichtete). Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich Leitfäden für drei Beratungsanlässe ausgearbeitet. Jetzt stellte der Arbeitskreis auf seinem jüngsten Software-Workshop in Berlin acht neue Beratungsleitfäden vor, die den Beratungsprozess systematisieren und gleichzeitig möglichst haftungssicher gestalten sollen. Bei Softwarehäusern, Versicherern und Maklerpools fand der Arbeitskreis dabei breite Zustimmung. IT-Spezialisten signalisierten, an der Entwicklung einer Software mitarbeiten zu wollen, welche die technische Implementierung von Beratungslandkarte und Beratungsleitfäden unterstützt. Die Leitfäden dienen Finanz- und Versicherungsvermittlern und decken verschiedene Beratungsanlässe, wie den Kauf einer Immobilie, Heirat oder Umzug ab.

Die Beratungsleitfäden sollen den Beratungsprozess nach den Empfehlungen des Arbeitskreises strukturieren. Der Vermittler könne den Kunden in aller Kürze systematisch befragen, zu welchen Beratungsfeldern (z.B. Haftungsrisiken) auf Grund des konkreten Beratungsanlasses (z.B. Hauskauf) ein Beratungsbedarf besteht. „Es handelt sich also um eine Auftragsklärung“, sagt Friedel Rohde, Projektkoordinator des Arbeitskreises. Sämtliche Beratungsaspekte in den Bereichen Risikoabsicherung und Vermögensaufbau werden nach der vom Arbeitskreis vorgenommen Priorisierung aufgeführt. Dadurch kann der Berater gemeinsam mit dem Kunden festlegen, zu welchen Aspekten dieser beraten werde möchte. Für den eigentlichen Beratungsprozess können Risikoanalysebögen verwendet werden, die der Arbeitskreis Beratungsprozesse auf seiner Internetseite für Berater frei zur Verfügung stellt.

Mit den bisherigen Ergebnissen will sich Rohde aber nicht zufrieden geben: „Denn eine Marktdurchdringung ist nur möglich, wenn die Beratungssystematik und Beratungsleitfäden auch Eingang in Tarifierungs- und Beratungssoftware sowie in Maklerverwaltungsprogramme erhalten.“ Durch die Fachtagung seien die Chancen dafür gestiegen.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich erholt -- Dow schließt im Plus -- Bundesregierung dementiert angeblichen Rettungsplan für die Deutsche Bank -- Wer hat was von der Air-Berlin-Zerschlagung? -- VW, Nike im Fokus

Private Krankenkassen erhöhen Beiträge wohl in zweistelliger Höhe. Seehofer kündigt "größte Steuersenkung aller Zeiten" an. Linde-Aktie auf Höhenflug: Praxair-Zusammenschluss doch nicht vom Tisch? Wells Fargo kappt Chef-Boni in Höhe von 41 Millionen Dollar. Bayer arbeitet am Verkauf eigener Sparten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?