26.03.2013 15:01
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Börse Frankfurt/Fonds: Anleger bleiben gelassen

26. März 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Das Hin und Her hinsichtlich der Zukunftsaussichten Zyperns bewegten zwar die Börsen rund um den Globus, kaum aber die Gemüter der Anleger aktiv verwalteter Fonds. "Groß verkauft wurde in der vergangenen Woche nicht", meldet Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler. Bei ansehnlichen Umsätzen habe sich die Vorliebe für Gemischtes fortgesetzt.

Hingegen spricht Lukas Schulte von der wiedererwachten Lust auf Minenfonds angesichts der "Angst vor Enteignung". "Das Tabuthema brachte neuen Zündstoff in die Eurokrise", meint der Händler der Baader Bank. Furcht vor Kapitalflucht aus dem Euroraum setze die Gemeinschaftswährung unter Druck, die sich, zumindest zeitweilig, auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten befand. Die Handelsumsätze in Publikumsfonds bewegten sich allerdings auf konstanten Niveau im Vergleich zu den Vorwochen, mit einem leichten Kaufüberhang. "In einzelnen Werten gab es erhöhten Umsatz."

Für alle Fälle Mischfonds

Wöllnitz

Gemischte Portfolios gehen scheinbar immer. Sie gehören bei ICF Kursmakler abermals zu den meist gehandelten Werten. "Die Käufe überwogen." Unter den Spitzenreitern befindet sich Wöllnitz zufolge etwa der Acatis Gané Value Event Fonds (WKNA0X754), dessen Management sich zum Ziel setzt, langfristigen Wertzuwachs bei im Vergleich zum Aktienmarkt geringerer Volatilität zu erwirtschaften. Immerhin bringt es der Fonds auf eine Performance von über 100 Prozent seit seiner Auflage im Jahr 2008. Beliebt bleibt dem Händler zufolge der Allianz Kapital Plus (WKN 847625).

Asiatische Unternehmen im Fokus

Schulte

Ein differenziertes Bild zeichnet Schulte vom Handel mit Publikumsfonds, die auf europäische Werte setzen. Anleger hätten sich etwa den Fidelity Funds - European Growth Fund (WKN 973270) tendenziell ins Depot gelegt, sich aber vom Allianz Europe Equity Growth (WKN A0KDMU) mehrheitlich verabschiedet. Eher gekauft würden Portfolios mit asiatischen Aktien, mit dabei der in US-Dollar notierte Allianz Thailand Equity (WKN A0Q1LJ), der seit einiger Zeit in den Umsatzstatistiken oben mitspiele. Ebenfalls auf der Kaufseite führt Schulte den Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund (WKN A0HMM3).

Global aufgestellte Portfolios eher nicht

International investierende Fonds befänden sich bei der Baader Bank auf den Abgabenlisten. Anleger trennten sich per Saldo beispielsweise vom Lingohr Systematic LBB Invest (WKN 977479). In Summe abgestoßen würden zudem Anteile des auf die Grundstoffe-Industrie setzenden M&G Global Basics Fund (WKN 797735). Von der Energieindustrie lassen Anleger nach Beobachtung von Wöllnitz ebenfalls lieber die Finger. "Massive Verkäufe" verbucht der Händler im BGF World Energy Fund (WKN 632995), der 70 Prozent seiner Mittel in Unternehmen steckt, die in der Erforschung und Erschließung von Energiequellen sowie der Energieerzeugung und -versorgung tätig sind.

Minenaktien wieder gesucht

Geyer

Der Handel mit Minenfonds hat durch die Zypern-Thematik an Fahrt aufgenommen. Etwa gehörten der BlackRock Global World Mining Fund (WKN A0BMAR) und der Falcon Gold Equity Fund (WKN 972376) bei der Baader Bank zu den meist gehandelten Werten. "Hier überwogen die Käufe." Die erhöhte Volatilität beim Goldpreis begründet Christoph Geyer von der Commerzbank mit abermals steigender Unsicherheit an den Märkten. Der Goldpreis hat im Wochenverlauf die Marke von 1.600 US-Dollar wieder überschritten und notiert am heutigen Dienstag knapp darüber. Bei den übrigen Edelmetallen habe sich in der vergangenen Woche wenig getan.

Festverzinsliches gefragt

Nachdem in den vergangenen Wochen kaum Interesse an Rentenfonds bestand, spielten diese bei Fondsanlegern wieder eine Rolle. Insbesondere international aufgestellte Rentenfonds kommen laut Wöllnitz gut an. Zuflüsse gebe es beispielsweise im Templeton Global Total Return (WKN A0MNNP) und im Templeton Global Bond Fund (WKN 749655).

© 26. März 2013/Iris Merker

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   March 26, 2013 09:31 ET (13:31 GMT)- - 09 31 AM EDT 03-26-13

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