19.02.2013 14:36
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Börse Frankfurt-News: Anleger warten auf Impulse (Fonds)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 19. Februar 2013. Mischfonds stehen in der Anlegergunst einmal mehr ganz vorn, gefolgt von Portfolios  Körben mit Schwellenländerwerten. In Aktienfonds mit hiesigen Unternehmen werden hingegen ausglichen gehandelt.

 

Die jecke Zeit hat sich auf den Fondshandel der vergangenen Woche kaum übertragen. Händler berichten von eher "unlustigen" Geschäften, sie führen dies auf Rezessionsängste in Europa und Diskussionen über einen möglichen Abwertungswettlauf der Währungen zurück. "Zudem scheinen Fondsanleger auf den Wahlausgang in Italien zu warten", ergänzt Ivo Orlemann von ICF Kursmakler. Der Rücktritt von Papst Benedikt hätte vermutlich einen Strich durch Berlusconis Wahlkampfrechnung gemacht. "Die Aufmerksamkeit der Medien hat sich dadurch verschoben."

 

Den Pessimismus hinsichtlich der konjunkturellen Aussichten teilt die Helaba im Übrigen nicht. "Für das erste Quartal in Deutschland hat sich die Erwartungshaltung in den vergangenen Wochen aufgehellt." Verbesserte Stimmungsindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima, die ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen und die Einkaufsmanagerumfragen deuteten auf eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Zudem erreiche das am heutigen Dienstag veröffentlichte ZEW-Barometer für den Monat Februar mit plus 16,7 auf 48,2 Punkte den höchsten Wert seit April 2010.

 

Fonds mit heimischen Werten im Gleichgewicht

 

Die höchsten Umsätze auf Wochensicht verbucht die Baader Bank in Fonds mit Fokus auf deutsche Aktien. "Insgesamt überwogen bei diesen Produkten die Abgaben", berichtet Anja Deisenroth-Boström. Anleger trennten sich zumeist etwa vom UniFonds (WKN 849100) und vom DWS Investa (WKN 847400), beide mit Fokus auf hiesige Standardwerte. Auch kleine bis mittlere Unternehmen etwa im Allianz Nebenwerte Deutschland (WKN 848176) seien per Saldo aus den Anlegerdepots rausgekommen. Überwiegend Käufe verbucht Deisenroth-Boström zum Beispiel im GS&P Fonds Deutschland (WKN 986169), der auf Werte des CDAX setzt und damit auf alle im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Aktien. Mit einem deutlichen Nachfrageüberhang handelt Orlemann den auf deutsche Nebenwerte fokussierten Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (WKN A0M8HD).

 

Mischfonds bleiben beliebt

 

Umsatzspitzenreiter sind bei ICF Kursmakler wiederum die Mischfonds. Allen voran und weit abgeschlagen führt Orlemann den Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430). "Hier gab es fast nur Käufe." Unter den meist gehandelten Fonds mit nahezu ausschließlich Zuflüssen befinde sich auch der M&G Optimal Income Fund (WKN A0MND8). Im rege gehandelten Carmignac Patrimoine (WKN A1J0V1) sei es zwar in beide Richtungen gegangen. "Zu zwei Drittel überwogen auch hier die Käufe." In die oberen Ränge der meist gehandelten Fonds reihe sich in dieser Woche der Acatis - Gané Value Event Fonds (WKN A0X754), den Anleger sich in Summe in die Depots geholt hätten.

 

Schwellenländeraktien kommen an Das Interesse an Fonds mit asiatischen Aktien ist laut Deisenroth-Boström im Vergleich zu den vergangenen Wochen etwas abgeflacht. "Asiatische Unternehmen waren unterm Strich aber weiterhin gesucht." Per Saldo Zuspruch finde zum Beispiel der Allianz Thailand Equity Fund (WKN A0Q1LJ) ebenso wie die beiden Aberdeen Asian Smaller Companies (WKN A0HMM3, A0HMM5). Kauffreudig zeigten sich Investoren Orlemann zufolge in Schwellenländerfonds wie dem Aberdeen Global Emerging Markets Small Companies (WKN A0MQN4) und dem in asiatischen Standardwerten engagierten Aberdeen Global Emerging Markets Equity (WKN 769088).

 

Minenfonds: Anleger an der Seitenlinie

 

Mit dem Einbruch des Goldpreises hätten Anleger sich insgesamt vom Minensegment abgewendet. "In diesem Bereich war der Umsatz sehr gering.", berichtet Deisenroth-Boström. Verkaufsdruck im Edelmetall sei unter anderem durch die Meldung ausgelöst worden, dass der Investor George Soros im vierten Quartal 2012 mehr als die Hälfte seiner Goldinvestments abgestoßen habe.

 

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© 19. Februar 2013/Iris Merker

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

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