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07.02.2012 16:40

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Börse Frankfurt-News: Dauerbrenner Mischfonds (Fonds)


    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 7. Februar 2012. Für einen Kaufrausch im Fondshandel hat der Kursanstieg an den Aktienmärkten nicht gesorgt. Bei einigen Händlern überwiegen sogar Abgaben. Beliebt bleiben ganz klar Mischfonds.

 

Nach den kräftigen Kursgewinnen seit Jahresanfang dämpft im Moment die immer noch ausstehende Einigung mit Griechenland die Laune der Börsianer. Ohnehin war die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten im Fondshandel nicht wirklich angekommen.

 

"Käufe und Verkäufe halten sich die Waage, bei relativ guten Umsätzen", berichtet etwa Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler.

 

Die Baader Bank meldet sogar einen Verkaufsüberhang. "Anleger nutzen die hohen Kurse für den Ausstieg", erklärt Andreas Kehnen. "Die Unsicherheit um Griechenland ist immer noch da." Investoren fragten sich, warum sie gerade jetzt einsteigen sollten. "Sie warten lieber noch zwei oder drei Monate, um dann in einem sichereren Umfeld zuzukaufen."

 

Mischprodukte auch im Januar erfolgreich

 

Einige Fonds ziehen allerdings immer, allen voran Mischfonds wie der Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430), wie Wöllnitz beobachtet. Der investiert in Aktien, Geldmarktinstrumente, Zertifikate und Anleihen aller Art und hat sich mit einem Plus von 4 Prozent auch in den vergangenen vier Wochen gut geschlagen. Mit dem Flaggschifffonds Carmignac Patrimoine (WKN A0DPW0), der sich im vergangenen Jahr dem negativen Trend am Aktienmarkt entziehen und auch im neuen Jahr zulegen konnte, deckten sich Anleger ebenfalls ein.

 

Aktienfonds: Gemischtes Bild

 

Ansonsten ist der Handel ausgeglichen, wie Wöllnitz meint. "Wir sehen in allen Bereichen Käufe und Verkäufe." Die Baader Bank meldet bei Aktienfonds hingegen überwiegend Abgaben. Betroffen seien unter anderem Fonds mit europäischen Aktien wie der Allianz Industria (WKN 847502) und der DWS Eurovesta (WKN 849084) sowie der Deutschland-Fonds DekaLux-Deutschland (WKN 974587). Ebenfalls auf den Verkaufslisten stünden internationale Aktienfonds wie der Lingohr-Systematic-LBB-Invest (WKN 977479), der Acatis Aktien Global (WKN 978174) und der M&G Global Growth (WKN 797745). Den Henderson Horizon Pan-European Small Companies (WKN 989229), der auf europäische Nebenwerte setzt, hätten Anleger hingegen gekauft, ebenso den Dividendenstrategiefonds M&G Global Dividend (WKN A0Q349).

 

Umsätze in Asien-Fonds auf Sparflamme

 

Fonds mit asiatischen Aktien interessieren derzeit offenbar kaum. "Hier ist am wenigsten los, Investoren fehlen klare Ideen dazu", erklärt Kehnen. Daher würden beide Seiten gespielt. Relativ viele Umsätze gebe es im Aberdeen Global Asian Smaller Companies (WKN A0HMM3), mit Zu- und Abflüssen gleichermaßen. Im Julius Bär Multistock Asia (WKN 971979) dominierten hingegen die Abgaben und im Fidelity China Focus (WKN A0M94A) die Engagements. Wöllnitz berichtet von Käufen im Aberdeen Global Emerging Markets (WKN 769088), einem Aktienfonds mit Schwellenländeraktien. Der hat in diesem Monat bereits ein Plus von über 10 Prozent erzielt. Goldpreis treibt Handelsaufkommen bei Minenfonds

 

Der seit Jahresanfang wieder stark gestiegene Goldpreis lenkt das Interesse der Anleger unterdessen auf Goldminenfonds. "Da war letzte Woche Musik drin", fasst Kehnen zusammen. Meist seien aber auch hier die höheren Preise zum Kasse machen genutzt worden (WKN 986932). In  einigen Fonds wie dem Falcon Gold Equity hätten sich Anleger aber noch positioniert (WKN 972376). Bei anderen Produkten mit Themenschwerpunkt gibt es Händlern zufolge wenig Auffälligkeiten. Wöllnitz hat allerdings noch umfangreichere Abflüsse aus einem Biotechnologiefonds, dem DWS Biotech-Aktien (WKN 976997), registriert. Keine Angst vor Teuerung

 

Inflation scheint im Übrigen nicht mehr das ganz große Schreckensgespenst zu sein: "Inflationsgeschütze Rentenfonds werden abgestoßen", meldet Wöllnitz und nennt als Beispiel den KBC Bonds Inflation-Linked (WKN 931721). Mit diesem Fonds erwirbt man Investmentgrade-Anleihen der Eurozone, deren Kupon und Rückzahlung an die Preissteigerungsrate gekoppelt sind.

 

© 7. Februar 2012/Anna-Maria Borse

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

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