11.02.2013 11:53
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Börse Hamburg: Umsätze im Fondshandel ziehen im Januar deutlich an

Hamburg (www.fondscheck.de) - Zum Jahresauftakt haben die Umsätze im Fondshandel an der Börse Hamburg deutlich angezogen, so die Börse Hamburg.

Anleger hätten im Januar Fondsanteile im Wert von rund 96,9 Mio. Euro gehandelt - der höchste Wert seit Mai 2012. Im Mittelpunkt hätten auch zu Beginn des neuen Jahres Offene Immobilienfonds gestanden, bei denen die Anteilsrücknahme ausgesetzt sei. Unter den zehn umsatzstärksten Fonds im Januar seien acht solche Fonds, unter den Top 20 seien es zwölf Titel. Am meisten gehandelt worden sei einmal mehr der CS Euroreal (CS Euroreal A EUR) - in ihm seien Anteile von mehr als acht Mio. Euro umgesetzt worden.

"Der Januar zählt an der Börse traditionell zu den stärksten Monaten. Viele Privatanleger haben zum Jahresende nicht die Ruhe und Zeit, sich mit dem Thema Börse zu beschäftigen", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Zum Jahresauftakt haben dann viele den Kopf wieder frei, um sich mit der Geldanlage zu beschäftigen - wie auf Knopfdruck steigen die Umsätze an."

Das starke Interesse an den Offenen Immobilienfonds sei unter anderem darin begründet, dass die Termine, bis zu denen Immobilien verkauft und die Fonds aufgelöst werden müssten, immer näher rücken würden. "Zum einen sind immer noch viele Anleger investiert und überlegen jetzt zu verkaufen", habe Stefan Wildner von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank gesagt. "Zum anderen sind Spekulanten am Markt aktiv und hoffen auf einen am Ende höheren Liquidationserlös, als es der derzeitige Börsenkurs suggeriert." Gefragt seien außerdem weiter Mischfonds mit einem ausgeglichen Risiko/Ertragsverhältnis - das erkläre die hohen Umsätze im Flossbach von Storch Mulitple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R). Dieser Fonds sei mit einem Umsatz von 4,3 Mio. Euro der am drittstärksten gehandelte im Januar gewesen.

Gesucht seien im Januar Aktien aus mehreren Branchen und Regionen gewesen. So hätten mehrere Aktienfonds zweistellige Renditen erzielt. "Die Euro-Krise ist im Januar vorübergehend aus dem Fokus der Anleger gerückt und in den USA wurde zum Jahresende der Sturz von der Fiskalklippe vorerst abgewendet", erkläre Wildner. "Deshalb wurden durch die Bank wieder Aktien gekauft." Größere Nachfrage habe es bei europäischen Bankentiteln, thailändischen, italienischen, französischen und japanischen Aktien gegeben.

"Der japanische Aktienmarkt hat davon profitiert, dass der JPY im Verhältnis zum USD so schwach ist, sodass exportorientierte Firmen derzeit gute Geschäfte machen", kommentiere Wildner. So habe zum Beispiel der Vitruvius Japanese Equity (Vitruvius Japanese Equity B EUR) ein Plus von mehr als neun Prozent verbuchen können. Zweistellige Zuwächse habe es für den Nestor France Fonds (Nestor France Fonds -B-) und dem Indexfonds iShares EURO STOXX Banks (iShares EURO STOXX Banks (DE)) gegeben.

Angeführt werde die Liste der Top-Performer von eingefrorenen Immobilienfonds, bei denen der Termin über Wiederöffnung oder Schließung nahe. Mit großem Abstand der Performance-Spitzenreiter im Januar sei allerdings der wachstumsorientierte Immobilienfonds SEB Immobilien Portfolio Target Return Fund (SEB ImmoPortfolio Target Return Fund) gewesen, der vor allem in Objekte in Großbritannien, Deutschland und Polen investiere. Er habe um 30,6 Prozent zulegen können. Der DEGI Europa habe mit einem Plus von knapp 16 Prozent die zweitbeste Performance im Januar verbucht.

Den positiven Jahresauftakt im Handel werte Ledermann auch als gutes Zeichen für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2013. "Der Dax hat sich bisher gut entwickelt, und es heißt, dass die Börse die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes um ein halbes oder ein Jahr vorwegnimmt", habe er gesagt. "Insofern stehe einer positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft aus jetziger Sicht wenig im Weg". (11.02.2013/fc/a/f)

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