10.12.2012 11:43
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Börse Hamburg: Umsätze im Fondshandel ziehen im November an

Hamburg (www.fondscheck.de) - An der Börse Hamburg haben die Umsätze im Fondshandel erneut zugelegt, so die Börse Hamburg.

Im November hätten Anleger Fondsanteile im Wert von rund 91,86 Millionen Euro gehandelt - das sei der höchste Wert seit Mai dieses Jahres. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vormonat um rund sechs Millionen Euro gestiegen. Richtung Jahresende weise der Trend nach oben: Auch im Oktober seien die Umsätze um mehr als fünf Millionen Euro gestiegen.

Anleger hätten im November erneut vor allem offene Immobilienfonds gehandelt, bei denen die Anteilsrücknahme ausgesetzt sei. Unter den zehn umsatzstärksten Fonds im November seien sieben solche Fonds. Mit Abstand am meisten gehandelt worden sei abermals der CS Euroreal (CS Euroreal A EUR) - in diesem Fonds seien rund 16,7 Millionen Euro umgesetzt worden.

Gefragt seien außerdem mehrere Fonds von unabhängigen Vermögensverwaltern gewesen, darunter der Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) und der Carmignac Patrimoine (Carmignac Patrimoine A EUR acc). "Es animiert die Anleger zum Kauf, dass hier auf der einen Seite im Vergleich zu den Wettbewerbern zuletzt eine höhere Rendite zu erzielen war - diese Mischfonds aber gleichzeitig ein geringeres Risiko als reine Aktienfonds versprechen", erläutere Stefan Wildner von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank.

Der Erfolg dieser Fonds, die Suche nach einer ausgewogenen Balance von Chance und Risiko, spiegele auch die Unsicherheit im Markt wider: "Die Streiks in den finanziell angeschlagenen Staaten und die Finanzhilfen für Griechenland haben viele Anleger in ihrer Meinung bestärkt, besser weiter die "Füße" still zu halten", kommentiere Wildner. "Selbst die Einigung der europäischen Finanzminister zur nächsten Hilfstranche für Griechenland konnte kaum ein Lächeln auf die Gesichter der Investoren zaubern. Die Frage lautet für viele nicht mehr, ob Griechenland erneut Hilfsgelder brauchen wird - sondern nur noch wann."

Auch die Patt-Situation zwischen Kongress und Regierung in den USA lasse viele Anleger angesichts einer notwendigen Einigung vor dem Erreichen der Fiskalklippe zaudern, füge Wildner hinzu: "Ob wir noch eine Jahresendrally sehen werden oder bereits mittendrin sind, muss sich aber noch zeigen."

Das anhaltend große Interesse an offenen Immobilienfonds und der rege Handel in dieser Anlagekategorie würden zeigen, dass Immobilienanlagen jedem Anleger offenstehen sollten. Die Börse Hamburg begrüße daher auch den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Regulierung von offenen Immobilienfonds, der auch in Zukunft neue Produkte in diesem Bereich zulasse. "Trotz der Schwierigkeiten der vergangenen Jahre sehen wir offene Immobilienfonds weiter als ein wichtiges Produkt an, um vor allem auch Privatanlegern schon mit überschaubaren Mitteln ein Investment in Immobilien zu ermöglichen", sage Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg.

Die geplanten Haltefristen würden keinen Nachteil darstellen, denn Immobilienfonds sollten ohnehin als längerfristiger Portfoliobestandteil begriffen werden - die neuen Regeln würden diesen Gedanken befördern. "Deshalb sind die Regeln auch gut dazu geeignet, den Verursachern der Liquiditätsprobleme in der Vergangenheit einen Riegel vorzuschieben", ergänze Ledermann. "Extreme Preisschwankungen, wie wir sie teilweise nach dem Ausstieg institutioneller Investoren und der Schließung einiger Fonds gesehen haben, dürften unter den neuen gesetzlichen Regeln ebenfalls der Vergangenheit angehören."

Außerdem werde den aktuellen Plänen zufolge ein kurzfristiger Aus- oder Einstieg in offene Immobilienfonds über die Börse weiter möglich sein - nach Regulierungsstandards überwacht und bei höchster Transparenz. Ein weiterer Vorteil wäre, sollten die aktuellen Pläne in Kraft treten: "Die Renditen von offenen Immobilienfonds könnten tendenziell steigen, da die Anbieter nun geringere liquide Mittel vorhalten müssen", erkläre Ledermann. Und er betone: "Wichtig ist, dass in die Diskussion um die Anlageklasse nun möglichst schnell Ruhe einkehrt und die Kapitalanlagegesellschaften sich wieder weitgehend der Verwaltung und Vermehrung des Immobilienportfolios widmen können."

Anleger an der Börse Hamburg hätten im November die beste Performance mit Fonds erzielt, die in ausgewählten Schwellenländermärkten und in europäischen Technologieaktien investiert seien. So habe zum Beispiel der aktiv gemanagte HSBC Indian Equity (HSBC GIF Indian Equity AD) um mehr als neun Prozent zugelegt. Der Indexfonds iShares MSCI Taiwan (iShares MSCI Taiwan (DE)), der den taiwanesischen Aktienmarkt nachbilde, sei auf Monatssicht um mehr als sieben Prozent im Plus gewesen. Und mehrere Indexfonds auf den EURO STOXX Technology Index hätten um über sechs Prozent hinzugewonnen. Performance-Spitzenreiter mit mehr als elf Prozent Wertzuwachs im November sei allerdings der DJE Real Estate (DJE Real Estate P) gewesen, dessen Management in Immobilienfonds, Immobilienaktien und -fonds investiere. (10.12.2012/fc/a/f)

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