22.03.2013 13:56
Bewerten
 (0)

Bonus-Obergrenze für Fondsmanager

Vergütung müsse an Fonds-Performance angepasst werden. „Leistungsbasierte Gebühren sind nichts anderes als Abzocke.“

Die Europäische Union will nach der Deckelung von Banker-Boni auch die Bezüge von Fondsmanagern einschränken. Die Vergütung müsse mit der Performance ihrer Fonds verknüpft sein, fordert der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments in einem aktuellen Gesetzesentwurf.

„Die Bonus-Obergrenze wird helfen, den Anlegerschutz zu stärken und risikoreiche Spekulationen zu reduzieren“, sagt Sven Giegold, Europaparlamentarier der Grünen und Berichterstatter des Ausschusses. „Es ergänzt zudem die kürzlich verabschiedeten EU-Regelungen zu Deckelung der Banker-Boni, stellt sicher, dass diese Regeln nicht umgangen werden können und schafft Chancengleichheit.“

Die Abgeordneten haben am gestrigen Donnerstag beschlossen, eine Bonusbegrenzung für Investmentfondsmanager und Angestellte einzuführen, wenn sie Einfluss auf die Investmententscheidungen haben. Zudem beinhalten die neuen Vorschriften umfassende Vorgaben zur Beschränkung von leistungsbasierten Gebühren für Fondsmanagementgesellschaften. „Diese undurchsichtigen Gebühren kommen oft nur den Firmen zugute, während sie die Rendite der Anleger schmerzhaft reduzieren“, begründet Giegold. Sie schafften keinen Mehrwert und seien deshalb „nichts anderes als Abzocke der Investoren und daher nicht zu rechtfertigen.“

Anders als bei der Regelung der Banker-Boni steht diese Initiative noch am Anfang: Im nächsten Schritt des Entscheidungsprozesses werde sich Giegold vom Plenum des Europaparlaments das Mandat für Trilogverhandlungen mit dem Rat geben lassen, in denen sich beide Institutionen gemeinsam mit der Kommission auf einen endgültigen Gesetzestext einigen müssen. Nach diesem Beschluss stünden nur noch die Bonusgrenzen für Hedgefonds und anderer alternativer Investmentfonds aus.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinn -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- Tesla`s Q4-Umsatz besser als erwartet -- RWE: Hohe Abschreibungen vermiesen Bilanz -- Fresenius, thyssenkrupp im Fokus

Abschreibungen belasten Bayer. US-Notenbank gibt erneut Signale für baldige Leitzinsanhebung. ifo-Index steigt überraschend. US-Banken begleiten angeblich Saudi Aramco an die Börse. Jay-Z legt Risikokapitalfonds auf. Wirecard-Aktie bricht nach Bericht rund sechs Prozent ein. Furcht vor dem Euro-Zerfall: Wer sind die größten Wackelkandidaten? Esprit kommt operativ voran.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Apple Inc.865985
Allianz840400
Wirecard AG747206
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
thyssenkrupp AG750000
Siemens AG723610