20.02.2013 15:57
Bewerten
 (0)

CDU-Haushälter warnt vor neuem Milliarden-Euro-Risiko für Deutschland - Presse

   Die EU plant nach Recherchen des Haushaltsexperten der Unions-Bundestagsfraktion, Klaus Peter Willsch, neben dem permanenten Euro-Rettungsschirm ESM einen weiteren Hilfsfonds für Nicht-Euro-Staaten. "Nachdem für die Staaten der Euro-Zone mit dem ESM der Weg in die Schuldenunion geebnet worden ist, soll nun auch ein Rettungsschirm über die anderen Staaten gespannt werden", schreibt Willsch in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online.

   "Sobald die direkte Bankenrekapitalisierung über den ESM möglich ist, wird man anschließend über den Schatten-ESM auch rumänische oder bulgarische Banken mit Geld versorgen." Dies alles geschehe "unbemerkt" von der Europäischen Öffentlichkeit.

   Auf Deutschland komme dann ein "weiteres milliardenschweres, gut verstecktes Haftungsrisiko" zu, warnt Willsch. Der deutsche Haftungsanteil am "Schatten-ESM" betrage gemäß dem deutschen Anteil am Gesamthaushalt der Europäischen Union rund 20 Prozent.

   "Kontrollieren können wir den Schatten-ESM nicht", fügte der CDU-Politiker hinzu. Während beim ESM und dem Rettungsfonds EFSF noch die Möglichkeit bestanden habe, darüber im Haushaltsausschuss oder im Plenum des Bundestags zu debattieren, sei dies beim "Schatten-ESM" nicht möglich.

   Hintergrund ist nach Willschs Angaben ein Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung des EU-Ministerrats zur "Schaffung einer Fazilität des finanziellen Beistands für Mitgliedstaaten, deren Währung nicht der Euro ist". Staaten wie Rumänien und Bulgarien soll demnach geholfen werden, wenn sie, wie es in dem Vorschlag heißt, "von Zahlungsbilanzschwierigkeiten betroffen oder ernstlich davon bedroht sind". Der finanzielle Beistand soll in Form eines Darlehens oder einer Kreditlinie gewährt werden.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   February 20, 2013 09:26 ET (14:26 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 26 AM EST 02-20-13

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX rutscht ab -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Machtkampf um Brexit-Zeitplan - London hält Brüssel hin -- Fresenius bekommt neuen Chef -- Alibaba-Tochter soll Interesse an Wirecard-Beteiligung haben

Deutsche Bank-Aktie mit neuem Rekordtief. Easyjet kappt nach Brexit-Entscheid Gewinnprognose. Chinesen geben KUKA offenbar Garantien bis Ende 2023. KUKA-Vereinbarung wohl fast perfekt. EU-Gründerstaaten drücken bei Verhandlungen aufs Tempo. Wirtschaftsforscher: Alle verlieren, besonders die Briten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?