08.01.2013 15:32
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CFAs erwarten globales Wachstum

Jährliche Umfrage des CFA Institutes zeigt optimistische Finanzanalysten. Größte Bedrohung bleibt europäische Staatsschuldenkrise.

Der Ausblick auf die Weltwirtschaftslage in diesem Jahr ist unter zertifizierten Finanzanalysten (CFAs) durchaus positiv. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich durchgeführte CFA Institute Global Market Sentiment Survey. Darin befragt das CFA Institute – ein globaler Non-Profit-Berufsverband für Investment Manager, Finanzanalysten und professionelle Anleger – weltweit seine Mitglieder, um Einschätzungen zu den wichtigsten Finanzmärkten sowie zu bedeutenden wirtschaftlichen Fragestellungen mit Blick auf das laufende Jahr zu erhalten.

Für 2013 gehen 40 Prozent der Befragten von einem globalen Wirtschaftswachstum aus. Finanzprofis aus den entwickelten Ländern (42 Prozent) sind dabei optimistischer als ihre Kollegen aus den Schwellenländern (35 Prozent). An eine Rezession glauben immerhin 20 Prozent der CFAs – neun Prozent weniger als im Vorjahr. 42 Prozent der CFAs  in Deutschland erwarten einen Aufschwung in der Bundesrepublik, nur 18 Prozent sehen einen Abschwung. Das größte Risiko für die positive Entwicklung der Weltwirtschaft ist der Umfrage zufolge für 37 Prozent der Teilnehmer die europäische Staatsschuldenkrise.  Mehr als drei Viertel aller CFAs gehen zudem davon aus, dass die Krise auch 2013 akut bleiben wird oder sich gar zuspitzt. 37 Prozent der weltweit tätigen Investmentmanager glauben, dass sich die Staatsschuldenkrise in Europa zu einer weltweiten Finanzmarktkrise ausweiten kann. „Trotz der europäischen Staatsschuldenkrise und vielfach beobachteter Verwerfungen an den Kapitalmärkten, registrieren wir sowohl bei Investoren als auch in der Finanzindustrie einen wachsenden Optimismus mit Blick auf das weltweite Wirtschaftswachstum“, fasst Susan Spinner, Geschäftsführerin der CFA Society Germany, die Ergebnisse zusammen.

Für 50 Prozent der Befragten haben die Aktien 2013 das höchste Kurspotenzial. Dahinter folgen Edelmetalle (22 Prozent) und Rohstoffe (16 Prozent). Anleihen und Geldmarktpapiere sind mit acht bzw. vier Prozent weit abgeschlagen. Die attraktivsten Investmentchancen bei Dividendentiteln bieten der Umfrage zufolge insbesondere der Aktienmarkt der USA (32 Prozent), aber auch China (17 Prozent) und Brasilien (zehn Prozent) werden für interessant erachtet.

Mit Blick auf das verloren gegangene Anlegervertrauen, bedürfe es den CFAs zufolge keiner neuen Gesetze. 24 Prozent sehen vielmehr die Durchsetzung der aktuellen regulatorischen Bestimmungen als effektivstes Instrument an, um Vertrauen zurückzugewinnen. Im Bereich der Finanzmarktethik werden 2013 mangelhafte Beratungsleistung und der provisionsgetriebene Vertrieb von Finanzprodukten, die den Bedürfnissen der Kunden nicht entsprechen, die bedeutendsten Themen sein. Davon sind 29 Prozent der Befragten überzeugt.

(PD)

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