Chinas Inlands-Aktien gehen durch die Decke
Jeder will bei der Aktienhausse dabei sein
Im schwülen Shanghai wird es derzeit unerträglich heiß. 32 Grad sind es schon. Trotzdem zieht es viele Bürger Shanghais jeden morgen in die stickigen Aktienhandelshallen, die es in der Küstenmetropole zuhauf gibt.
Wer wollte auch nicht dabei sein, wenn Chinas Inlands-Aktien haussieren. Denn zuletzt sah man auf den Anzeigetafeln nur noch rot, was im Gegensatz zum Rest der Welt auf steigende Kurse hindeutet.
Zustände wie zu besten Dot.com-Zeiten
Wochengewinne von 25 Prozent überraschen kaum noch jemand. In den Zockerhallen herrschen daher Zustände wie zu besten Dot.com-Zeiten. Christian Hofmann sieht dies mit Sorge. Der Berater des FIVV-Aktien-China-Select UI (WKN A0J ELL) fürchtet, dass die Kleinanleger die China-Blase weiter aufblähen könnten.
"Der Druck von der Straße ist nach wie vor hoch. Die Aktionäre verstehen nicht, wie die Märkte funktionieren. Sie sehen nur, dass sie morgen die Aktien teurer verkaufen können. Erst wenn die Regierung einschreitet und Maßnahmen gegen den Spekulationsboom erlässt, könnte es zu einem kurzfristigen Einbruch kommen", sagt Hofmann, der sein Büro in Peking hat.
"Der Staat braucht ein gutes Umfeld für Privatisierungen und IPOs"
Eingriffe der Regierung erwartet Hofmann noch im Lauf des Sommers. "Allerdings dürften die nicht allzu drakonisch ausfallen. Schließlich braucht der Staat ein gutes Umfeld, um weitere Privatisierungen und IPOs durchzuführen", sagt der China-Experte.
Bislang ist jede Maßnahme der Regierung, den inländischen Aktienmarkt abzukühlen, verpufft. "Zinserhöhungen, hohe Liquiditätsreserven für Banken sowie politisches Herunterreden waren erfolglos", sagt Hofmann.
"Selbst Papiere aus Hongkong fassen die Zocker kaum an"
Seit kurzem können Chinesen auch ausländische Aktien kaufen. Davon verspricht Hofmann sich aber nicht allzu viel. "Chinesen dürfen nun 300.000 Renminbi – also etwa 30.000 Euro – in ausländische Aktien anlegen. "Allerdings fassen die Zocker selbst Papiere aus Hongkong kaum an", hat er beobachtet.
"Die Shanghaier Papiere kennen die Anleger einfach, sie wissen die Kürzel auswendig und fühlen sich mit ihnen wohler. Insofern dürfte die Öffnung kaum Auswirkungen haben", erklärt Hofmann. Zumal auch die Währung für inländische Investments spreche, da der Hongkong-Dollar noch an den US-Dollar gekoppelt sei.
China-Fonds sind kaum von der Blase betroffe
Blase hin oder her. Hofmann bleibt Optimist: "In der zweiten oder dritten Reihe findet man immer noch Unternehmen, die günstig bewertet sind. Daher erwarte ich, dass unser Fonds am Jahresende höher notiert als heute", ist Hofmann überzeugt.
Fazit: Die Bewertungen der chinesischen Inlands-Aktien sind zwar hoch, aber das waren sie in der Vergangenheit fast immer. Daher sollte man nicht zu pessimistisch sein. Zumal diese Aktien in den China-Fonds nur einen kleinen Anteil haben. Die Mehrzahl der Titel notiert in Hongkong, wo die Aktien moderater bewertet sind.
Die besten China- und Hongkong-Fonds in 2007*
Fonds: Perfomance seit 1.1.2007 (in %)*
1. Atlantis China Fortune Fund: 24.3
2. FIVV-Aktien-China-Select-UI: 19.6
3. UBS (Lux) E.F. Greater China B: 17.3
4. Baring Hong Kong China (EUR): 16.3
5. UBAM-China Equity A Cap: 16.3
6. Martin Currie Greater China: 13.7
7. Schroder Hong Kong Equity A: 12.4
8. Magna Greater China Fund A: 11.4
9. First State Great.ChinaGrwth A: 11.0
10. Invesco PRC Equity A: 10.8
ABN Amro-Zertifikate auf Chinas Inlands-Aktien**
Zertifikat: Performance seit 1.1.2007 (in %)
1. Shanghai B-Share Index: 164,4
2. Shenzen B-Share Index: 58,8
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, **Euro am Sonntag. Jeweils: Performance auf Euro-Basis, Stand: 18.05.2007.
Weitere Infos:
www.universal-investment.de
www.sse.com.cn/sseportal/en_us/ps/home.shtml
Im schwülen Shanghai wird es derzeit unerträglich heiß. 32 Grad sind es schon. Trotzdem zieht es viele Bürger Shanghais jeden morgen in die stickigen Aktienhandelshallen, die es in der Küstenmetropole zuhauf gibt.
Wer wollte auch nicht dabei sein, wenn Chinas Inlands-Aktien haussieren. Denn zuletzt sah man auf den Anzeigetafeln nur noch rot, was im Gegensatz zum Rest der Welt auf steigende Kurse hindeutet.
Zustände wie zu besten Dot.com-Zeiten
Wochengewinne von 25 Prozent überraschen kaum noch jemand. In den Zockerhallen herrschen daher Zustände wie zu besten Dot.com-Zeiten. Christian Hofmann sieht dies mit Sorge. Der Berater des FIVV-Aktien-China-Select UI (WKN A0J ELL) fürchtet, dass die Kleinanleger die China-Blase weiter aufblähen könnten.
"Der Druck von der Straße ist nach wie vor hoch. Die Aktionäre verstehen nicht, wie die Märkte funktionieren. Sie sehen nur, dass sie morgen die Aktien teurer verkaufen können. Erst wenn die Regierung einschreitet und Maßnahmen gegen den Spekulationsboom erlässt, könnte es zu einem kurzfristigen Einbruch kommen", sagt Hofmann, der sein Büro in Peking hat.
"Der Staat braucht ein gutes Umfeld für Privatisierungen und IPOs"
Eingriffe der Regierung erwartet Hofmann noch im Lauf des Sommers. "Allerdings dürften die nicht allzu drakonisch ausfallen. Schließlich braucht der Staat ein gutes Umfeld, um weitere Privatisierungen und IPOs durchzuführen", sagt der China-Experte.
Bislang ist jede Maßnahme der Regierung, den inländischen Aktienmarkt abzukühlen, verpufft. "Zinserhöhungen, hohe Liquiditätsreserven für Banken sowie politisches Herunterreden waren erfolglos", sagt Hofmann.
"Selbst Papiere aus Hongkong fassen die Zocker kaum an"
Seit kurzem können Chinesen auch ausländische Aktien kaufen. Davon verspricht Hofmann sich aber nicht allzu viel. "Chinesen dürfen nun 300.000 Renminbi – also etwa 30.000 Euro – in ausländische Aktien anlegen. "Allerdings fassen die Zocker selbst Papiere aus Hongkong kaum an", hat er beobachtet.
"Die Shanghaier Papiere kennen die Anleger einfach, sie wissen die Kürzel auswendig und fühlen sich mit ihnen wohler. Insofern dürfte die Öffnung kaum Auswirkungen haben", erklärt Hofmann. Zumal auch die Währung für inländische Investments spreche, da der Hongkong-Dollar noch an den US-Dollar gekoppelt sei.
China-Fonds sind kaum von der Blase betroffe
Blase hin oder her. Hofmann bleibt Optimist: "In der zweiten oder dritten Reihe findet man immer noch Unternehmen, die günstig bewertet sind. Daher erwarte ich, dass unser Fonds am Jahresende höher notiert als heute", ist Hofmann überzeugt.
Fazit: Die Bewertungen der chinesischen Inlands-Aktien sind zwar hoch, aber das waren sie in der Vergangenheit fast immer. Daher sollte man nicht zu pessimistisch sein. Zumal diese Aktien in den China-Fonds nur einen kleinen Anteil haben. Die Mehrzahl der Titel notiert in Hongkong, wo die Aktien moderater bewertet sind.
Die besten China- und Hongkong-Fonds in 2007*
Fonds: Perfomance seit 1.1.2007 (in %)*
1. Atlantis China Fortune Fund: 24.3
2. FIVV-Aktien-China-Select-UI: 19.6
3. UBS (Lux) E.F. Greater China B: 17.3
4. Baring Hong Kong China (EUR): 16.3
5. UBAM-China Equity A Cap: 16.3
6. Martin Currie Greater China: 13.7
7. Schroder Hong Kong Equity A: 12.4
8. Magna Greater China Fund A: 11.4
9. First State Great.ChinaGrwth A: 11.0
10. Invesco PRC Equity A: 10.8
ABN Amro-Zertifikate auf Chinas Inlands-Aktien**
Zertifikat: Performance seit 1.1.2007 (in %)
1. Shanghai B-Share Index: 164,4
2. Shenzen B-Share Index: 58,8
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, **Euro am Sonntag. Jeweils: Performance auf Euro-Basis, Stand: 18.05.2007.
Weitere Infos:
www.universal-investment.de
www.sse.com.cn/sseportal/en_us/ps/home.shtml


