Comgest Europe: „Der Star ist das Konzept“
„Wichtig ist, dass die Unternehmen über viele Jahre ein stetiges Wachstum zeigen“
„Das Starren auf kurzfristige Ergebnisse ist völliger Unsinn. Viel wichtiger ist, dass die Unternehmen über viele Jahre ein stetiges Wachstum zeigen“, sagt Dolff.
Der Fondsmanager kauft erst dann, wenn er das Unternehmen bis ins kleinste Detail analysiert und dem Management in Gesprächen auch noch das letzte Detail entlockt hat. Doch selbst wenn er dann überzeugt ist, greift Dolff nicht gleich zu.
„Ich habe mir die Carrefour-Supermärkte in Brasilien und China angeschaut“
Nachdem er sich die „warmen Worte“ des Managements angehört hat, sieht er sich erst noch in den Fabriken und Geschäftsräumen um.
„Ich habe mir etwa die Carrefour-Supermärkte in Brasilien und China angeschaut, um zu sehen, ob die internationale Strategie aufgeht“, sagt er. Als ihn auch das überzeugte, hat er gekauft.
„Wir suchen nur Unternehmen, die ihren Gewinn jährlich um 15 Prozent steigern“
Viel Aufwand also, nur um eine Aktie zu kaufen. „Der ist aber nötig. Wir suchen nur Unternehmen, die ihren Gewinn kontinuierlich um durchschnittlich 15 Prozent im Jahr steigern und sich damit alle fünf Jahre verdoppeln“, erklärt Dolff.
Ausnahmen von dieser Methode gibt es nicht. Jedes Abweichen von der Analyse bedeutet für Dolff Unsicherheit und erhöht die Gefahr, Verluste einzufahren.
Nur 20 bis 25 Werte kommen ins Portfolio
Bei diesem hohen Anspruch bleiben in Europa in der Regel 40 Namen übrig. Davon kommen aber nur 20 bis 25 Werte in den Fonds. Was aber zeichnet die 20 bis 25 Kandidaten aus?
„Sie bieten einmalige Marken oder Dienstleistungen, die ihnen eine Überlegenheit am Markt sichern und zugleich hohe Eintrittsbarrieren für Nachahmer bilden“, sagt Dolff. Zudem muss das Management bewiesen haben, dass es eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgt.
Dolff mag Beiersdorf: „Jeder Kunde greift ins Regal und kauft Nivea oder Tesafilm“
„Ein Unternehmen muss in der Lage sein, mit seinem Cash-flow das eigene Wachstum zu finanzieren. Firmen, die dazu den Kapitalmarkt brauchen, interessieren uns nicht“, betont der Europa-Experte.
Und er setzt nur auf Firmen, deren Produkte stabile, vorhersehbare und möglichst wiederkehrende Umsätze produzieren. „Beiersdorf ist dafür ein gutes Beispiel. Jeder Kunde greift ins Regal und kauft Nivea oder Tesafilm. Der Preis ist dabei zweitrangig.“
„Wir hatten nie Technologiewerte im Comgest Europe“
Firmen, die heute top und morgen ein Flop sind, haben indes keine Chance. Zyklische Branchen wie Banken, Versicherungen, Bau und Hotels scheiden daher gänzlich aus. Ganz zu schweigen von Internet- oder Technologie-Firmen.
„Wir haben auch in den Jahren 1999 und 2000 nicht eine einzige Tech-Aktie besessen“, sagt Dolff. „Da haben uns Viele belächelt und auch die Fonds gehörten nicht zur Spitze. Aber das störte uns nicht. Wir bleiben uns immer treu und bislang hat sich das auch ausgezahlt“, sagt Dolff.
Langfristig vorn
Fazit: Kurzfristig liegen die Comgest-Fonds selten vorne, über zehn Jahre gehören sie aber regelmäßig zu den Besten. Der Comgest Europe schaffte seit Auflage 1992 durchschnittlich zehn Prozent Rendite im Jahr.
Fonds im Überblick:
Fonds: Comgest Europe
Anlageschwerpunkt: Aktien Europa (Quality Growth)
Fondsgesellschaft: Comgest
Fondsmanager: Rob Deneke & Jan-Peter Dolff, Paris
ISIN: LU 003 998 908 1
WKN: 972 343
Auflegung: 24.06.1992
Fondsvermögen: 448,8 Mio. CHF
Ausgabeaufschlag: max. 5,00 %
Jahresgebühr: 1,5 %
Mindestanlage: je nach Vertriebspartner
Sparplan: je nach Vertriebspartner
Info-Telefon: 0033/144 941 900
FondsNote: 2
Wertentwicklung seit (in %)*
1.1.2004: 5,0
1.1.2003: 10,7
3 Jahren: -28,5
5 Jahren: -7,4
Länder-Allokation (in %)
1. Frankreich: 29
2. UK: 18
3. Schweiz: 13
4. Niederlande: 12
5. Schweden: 9
6. Deutschland: 8
7. Finnland: 4
8. Spanien: 3
9. Cash: 4
Summe Top Ten: über 50 %
Anzahl Einzelwerte: 20 bis 25
Top Five (in %)**
1. Novartis: 7,0
2. Sodexho: 6,3
3. L’Oreal: 6,3
4. Danone: 6,3
5. Capita: 6,0
**Da der Comgest Europe ein sehr konzentriertes Portfolio hat, werden nur die Top Five angegeben.
Quelle: Comgest, Daten per 31.3.2004. *FINANZEN Fonds-Software FVBS, Daten per 30.4.2004, 3- und 5-Jahres-Daten per 31.3.2004.
Anmerkung: Weitere Informationen finden Sie als PDF im Dateianhang.
„Das Starren auf kurzfristige Ergebnisse ist völliger Unsinn. Viel wichtiger ist, dass die Unternehmen über viele Jahre ein stetiges Wachstum zeigen“, sagt Dolff.
Der Fondsmanager kauft erst dann, wenn er das Unternehmen bis ins kleinste Detail analysiert und dem Management in Gesprächen auch noch das letzte Detail entlockt hat. Doch selbst wenn er dann überzeugt ist, greift Dolff nicht gleich zu.
„Ich habe mir die Carrefour-Supermärkte in Brasilien und China angeschaut“
Nachdem er sich die „warmen Worte“ des Managements angehört hat, sieht er sich erst noch in den Fabriken und Geschäftsräumen um.
„Ich habe mir etwa die Carrefour-Supermärkte in Brasilien und China angeschaut, um zu sehen, ob die internationale Strategie aufgeht“, sagt er. Als ihn auch das überzeugte, hat er gekauft.
„Wir suchen nur Unternehmen, die ihren Gewinn jährlich um 15 Prozent steigern“
Viel Aufwand also, nur um eine Aktie zu kaufen. „Der ist aber nötig. Wir suchen nur Unternehmen, die ihren Gewinn kontinuierlich um durchschnittlich 15 Prozent im Jahr steigern und sich damit alle fünf Jahre verdoppeln“, erklärt Dolff.
Ausnahmen von dieser Methode gibt es nicht. Jedes Abweichen von der Analyse bedeutet für Dolff Unsicherheit und erhöht die Gefahr, Verluste einzufahren.
Nur 20 bis 25 Werte kommen ins Portfolio
Bei diesem hohen Anspruch bleiben in Europa in der Regel 40 Namen übrig. Davon kommen aber nur 20 bis 25 Werte in den Fonds. Was aber zeichnet die 20 bis 25 Kandidaten aus?
„Sie bieten einmalige Marken oder Dienstleistungen, die ihnen eine Überlegenheit am Markt sichern und zugleich hohe Eintrittsbarrieren für Nachahmer bilden“, sagt Dolff. Zudem muss das Management bewiesen haben, dass es eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgt.
Dolff mag Beiersdorf: „Jeder Kunde greift ins Regal und kauft Nivea oder Tesafilm“
„Ein Unternehmen muss in der Lage sein, mit seinem Cash-flow das eigene Wachstum zu finanzieren. Firmen, die dazu den Kapitalmarkt brauchen, interessieren uns nicht“, betont der Europa-Experte.
Und er setzt nur auf Firmen, deren Produkte stabile, vorhersehbare und möglichst wiederkehrende Umsätze produzieren. „Beiersdorf ist dafür ein gutes Beispiel. Jeder Kunde greift ins Regal und kauft Nivea oder Tesafilm. Der Preis ist dabei zweitrangig.“
„Wir hatten nie Technologiewerte im Comgest Europe“
Firmen, die heute top und morgen ein Flop sind, haben indes keine Chance. Zyklische Branchen wie Banken, Versicherungen, Bau und Hotels scheiden daher gänzlich aus. Ganz zu schweigen von Internet- oder Technologie-Firmen.
„Wir haben auch in den Jahren 1999 und 2000 nicht eine einzige Tech-Aktie besessen“, sagt Dolff. „Da haben uns Viele belächelt und auch die Fonds gehörten nicht zur Spitze. Aber das störte uns nicht. Wir bleiben uns immer treu und bislang hat sich das auch ausgezahlt“, sagt Dolff.
Langfristig vorn
Fazit: Kurzfristig liegen die Comgest-Fonds selten vorne, über zehn Jahre gehören sie aber regelmäßig zu den Besten. Der Comgest Europe schaffte seit Auflage 1992 durchschnittlich zehn Prozent Rendite im Jahr.
Fonds im Überblick:
Fonds: Comgest Europe
Anlageschwerpunkt: Aktien Europa (Quality Growth)
Fondsgesellschaft: Comgest
Fondsmanager: Rob Deneke & Jan-Peter Dolff, Paris
ISIN: LU 003 998 908 1
WKN: 972 343
Auflegung: 24.06.1992
Fondsvermögen: 448,8 Mio. CHF
Ausgabeaufschlag: max. 5,00 %
Jahresgebühr: 1,5 %
Mindestanlage: je nach Vertriebspartner
Sparplan: je nach Vertriebspartner
Info-Telefon: 0033/144 941 900
FondsNote: 2
Wertentwicklung seit (in %)*
1.1.2004: 5,0
1.1.2003: 10,7
3 Jahren: -28,5
5 Jahren: -7,4
Länder-Allokation (in %)
1. Frankreich: 29
2. UK: 18
3. Schweiz: 13
4. Niederlande: 12
5. Schweden: 9
6. Deutschland: 8
7. Finnland: 4
8. Spanien: 3
9. Cash: 4
Summe Top Ten: über 50 %
Anzahl Einzelwerte: 20 bis 25
Top Five (in %)**
1. Novartis: 7,0
2. Sodexho: 6,3
3. L’Oreal: 6,3
4. Danone: 6,3
5. Capita: 6,0
**Da der Comgest Europe ein sehr konzentriertes Portfolio hat, werden nur die Top Five angegeben.
Quelle: Comgest, Daten per 31.3.2004. *FINANZEN Fonds-Software FVBS, Daten per 30.4.2004, 3- und 5-Jahres-Daten per 31.3.2004.
Anmerkung: Weitere Informationen finden Sie als PDF im Dateianhang.


