07.12.2012 10:24
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DWS Akkumula-Fonds: Wahlsieger Gesundheitsmarkt

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit Freudentänzen dürften die Vorstände der großen amerikanischen Pharma- und Medizintechnik-Unternehmen auf den Wahlsieg Barack Obamas reagiert haben, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Akkumula .

Schließlich bedeute die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten, dass es mit der von ihm initiierten Reform der US-Krankenversicherung weiter gehe. Auch wenn die Ausgestaltung der Gesundheitsreform im Detail noch verhandelt werden müsse - aller Voraussicht nach würden durch "Obamacare" Millionen bislang nicht versicherte Amerikaner in den Genuss einer Krankenversicherung kommen. Hersteller von Medikamenten und Medizintechnik, Betreiber von Krankenhäusern, Ambulanzen, Pflegediensten und Versicherungen könnten deshalb in den nächsten Jahren höhere Einnahmen erwarten. Mit den richtigen Aktien würden auch Anleger profitieren.

Ohnehin seien die langfristigen Wachstumsaussichten des Gesundheitssektors glänzend. Demografischer Wandel, steigende Lebenserwartung und medizinischer Fortschritt würden für kontinuierlich steigende Ausgaben sorgen. Unternehmen, die sich in Schwellenländern dem Kampf gegen Zivilisationskrankheiten verschrieben hätten, dürften geforderter denn je sein, hätten die Analysten von Standard & Poor's prognostiziert. So gehe der steigende Wohlstand in Schwellenländern wie China oder Indien einher mit einer Zunahme von Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs.

Neben der Zunahme der Zivilisationskrankheiten führe laut S&P auch die Alterung der Bevölkerung dazu, dass China schon 2015 nach den Vereinigten Staaten zum zweitgrößten Pharmamarkt der Welt aufsteigen werde. Weltweit habe die Pharmabranche 2011 einen Umsatz von 955 Mrd. USD verbucht. Das habe einem Jahreswachstum von mehr als fünf Prozent entsprochen. In den nächsten drei Jahren rechne S&P in den Emerging Markets mit einem jährlichen Wachstum von 12 bis 15 Prozent, für die USA im gleichen Zeitraum mit einem Anstieg von vier Prozent.

Auch das IMS Institute for Healthcare Informatics prognostiziere eine Erholung des globalen Marktes. Dazu beitragen würden nach Einschätzung des Branchendienstes vor allem die positiv erwarteten Entwicklungen in den USA und den Schwellenländern. Besonders stark wachse nach der IMS-Prognose der Markt für Nachahmer-Präparate. Bis zum Jahr 2016 werde dieses Segment des Pharmamarktes auf ein Gesamtvolumen von mindestens 400 Mrd. USD anwachsen, schätze IMS.

In den USA, dem größten Pharma-Markt der Welt, dürfte dabei der Umsatz von Generika mit Jahresraten von acht Prozent steigen und 2016 ein Volumen von mehr als 100 Mrd. USD erreichen. In den Schwellenländern könnte der Generika-Umsatz in den nächsten vier Jahren sogar um jährlich 15 Prozent auf 115 Mrd. USD anschwellen. So sollten nach dem Willen der indischen Regierung künftige alle Einwohner des riesigen Landes kostenlos Nachahmermedikamente zur Verfügung gestellt bekommen. (07.12.2012/fc/a/f)

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