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21.06.2012 16:11

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DWS CIO VIEW UPDATE

Wahlweise


Im letzten CIO View warnte die DWS vor Gegenwind – und es wurde stürmisch. Eine neue Bestandsaufnahme.

Ein erstes Zeichen der Erholung nach durchwachsenen Wochen: Athen hat mit dem Wahlsieg der ND-Partei ein Votum für den Euro abgegeben. Der befürchtete Linksrutsch samt Verweigerung des Spardiktats blieb aus. Die „Bumpy Road“, von der an dieser Stelle häufig die Rede war, ist jedoch noch nicht gemeistert. Allenfalls ein Abschnitt mit besonders vielen Schlaglöchern. Zuerst die Wahlen in Frankreich, dann das ESM-Referendum in Irland und jetzt Griechenland – einige Stolpersteine wurden in der Tat überwunden. Das Gros der Strecke liegt aber vor uns.

Die Querelen nach der ersten Wahl Anfang Mai und das erneute Geplänkel der möglichen Partner lassen vermuten, dass die Regierungsbildung für Antonis Samaras kein Selbstläufer werden dürfte. Anschließend müsste er Einsparpotenziale ausmachen und wenigstens einige der haushaltspolitischen Aufgaben erledigen, damit die Troika ihm neue Gelder bewilligen kann. Nur so ließe sich eine „harte“ griechische Pleite verhindern. Dieses Programm erscheint umso ambitionierter, als dass sich an der brisanten wirtschaftlichen Lage Griechenlands nichts geändert hat. Binnenkonjunktur, Außenhandel, Liquiditätslage – alles ist unverändert oder, wie im Falle des Haushaltssaldos, schlechter denn je.

Verdeckte Risiken

Gelingt das Projekt „Troika-Zeugnis“ dennoch, würde nicht etwa Ruhe einkehren. Vielmehr dürfte sich der Blick schnell Richtung Iberischer Halbinsel verschieben. Portugal steht im Sommer wieder auf dem Prüfstand, und auch das Thema „spanische Banken“ ist nicht gelöst. Der Schmerz wurde lediglich mit 100 Milliarden Euro gestillt. Diese Sofortmaßnahmen sind keine dauerhafte Lösung der Schuldenkrise, sondern erkaufen Zeit. Zeit, die für den großen Plan, den Europa braucht, bitter benötigt wird. Ein Stück weit könnte eine Versammlung der Regierungschefs am 28. und 29. Juni die Richtung weisen. Bankenunion, Wachstumspakt, Euro-Bonds light im Form von Euro-Bills oder auch eine Schuldenvergemeinschaftung jenseits der 60-Prozent-Grenze vom BIP werden dort diskutiert.

Solange der Durchbruch nicht gelungen ist, gibt es für die DWS kaum Gründe, ihre neutrale Haltung, die sich quer durch die Portfolios zieht, aufzugeben. Heldentaten sind tabu, es geht ums Überleben in der Krise. Nicht immer sind vermeintlich sichere Investments dabei das Allheilmittel. Das zeigt ein Vergleich zwischen deutschen und italienischen Staatspapieren: Zwar sprechen Liquidität und Volatilität für Bunds und Bobls. Allerdings weisen 5-jährige Obligationen im Vergleich zu den 1-jährigen BTPs ein vierfaches Zinsänderungsrisiko auf – und das bei Renditen von 0,5 Prozent p.a. (Bobl/D) gegenüber 3,9 Prozent p.a. (BTP/IT). Wer ebenfalls glaubt, dass Italien nicht innerhalb von 12 Monaten zahlungsunfähig wird, hat die Wahl...

Pro Euro

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In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
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