06.05.2013 14:57
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DWS-Fonds: Anschub für die Londoner Börse

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Chancen für eine positive Entwicklung an der Themse stehen gut, denn die Bank von England hat jetzt ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen wieder aufgenommen, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Top Europe und zum DWS European Opportunities .

Mit anderen Worten: Die britische Notenbank drucke wieder frisches Geld. Schon heute pumpe die Bank of England umgerechnet 439 Milliarden Euro in die Wirtschaft. Doch bald könnte es noch mehr werden.

Im Juli trete Mark Carney sein Amt als neuer Gouverneur der Zentralbank an. Carney komme von der Kanadischen Zentralbank, wo er sich den Ruf erarbeitet habe, ein Freund "unkonventioneller Lösungen" zu sein. Carney sei bereit, deutlich aggressiver zu agieren als sein Vorgänger Mervyn King, würden Szenekenner in London erwarten.

Der neue Chef-Notenbanker habe sich bereits dafür ausgesprochen, die Entwicklung des Buttoinlandsprodukts als Maßstab für die Zinspolitik heranzuziehen. Dies erlaube ihm, deutlich aggressiver auf das nachlassende Wachstum der britischen Wirtschaft zu reagieren. Zum dritten Mal seit 2008 drohe nämlich eine Rezession im Inselstaat. Die Industrieproduktion habe 2007 vor der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit einem Ausstoß von 1,5 Billionen Pfund (1,8 Billionen Euro) ihren Höhepunkt erreicht.

Viele andere Länder - inklusive der USA und Deutschlands - hätten den Absturz wieder aufgeholt. Großbritannien dagegen noch lange nicht. Das dürfte noch bis 2015 dauern, schätze die Bank of England. Staat, Verbraucher und das Bankensystem könnten vor dem Hintergrund des schwachen globalen Wachstums einfach keine umfassende Entschuldung vornehmen, ohne die Volkswirtschaft zu schädigen.

Als Folge der Wirtschaftsflaute und der hohen britischen Staatsschulden verliere die britische Währung seit Monaten an Wert. Für viele Beobachter habe deshalb das Britische Pfund seinen Status als sicherer Hafen inzwischen verloren. Zumal die Staatsanleihen Großbritanniens im Januar ihr AAA-Rating verloren hätten. Der Verlust der höchsten Bonitäts-Note durch Moody's sei zwar erwartet worden. Aber von den Folgen des Vertrauensentzugs könne sich das Pfund nur schwer erholen. Vielen britischen Aktiengesellschaften komme die Abwertung nur recht. Schließlich würden sich dadurch die Absatzchancen britischer Produkte im Ausland erhöhen.

Unterm Strich dürfte sich deshalb die massive Liquiditätszufuhr der Bank of England positiv auf die Kurse an der Londoner Börse auswirken. Mit einem guten internationalen Aktienfonds wie dem DWS Top Europe oder dem DWS European Opportunities könnten auch deutsche Anleger profitieren. (Ausgabe vom 29.04.2013) (06.05.2013/fc/a/f)

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