24.06.2013 16:43
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DWS Sachwerte-Fonds: Notenbanken setzen auf Aktien

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Sachwerte sind insbesondere in unsicheren Zeiten von Anlegern gesucht, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Sachwerte-Fonds .

Aktien bekämen einen höheren Stellenwert. Das würden zunehmende Engagements der Notenbanken am Aktienmarkt belegen.

Niedrige Zinsen und mehr Vorsicht im Umgang mit dem USD würden derzeit viele Zentralbanken umtreiben. Denn die Wächter über umgerechnet rund 8,5 Billionen Euro an Währungsreserven würden eine stärkere Diversifikation wollen. Nach dem Motto: Lege nie alle Eier in einen Korb.

Zum einen sei das Risiko gestiegen, in US-amerikanische Staatsanleihen zu investieren. Denn es nehme die Furcht zu, dass die hohe US-Staatsverschuldung den USD drücken könnte. Dieses Risiko werde nicht adäquat mit vergleichsweise hohen Zinsen ausgeglichen. Internationale Notenbanker würden daher nach Alternativen im Mix der Währungsreserven suchen.

Da der Goldmarkt vergleichsweise klein sei, hätten die Zentralbanken nun die Aktienmärkte entdeckt. In einer Umfrage der Central Banking Publications hätten 23 Prozent der befragten Notenbanker angegeben, dass ihre Institution bereits Aktien halte oder plane, Dividendentitel zu kaufen. Vorreiter scheine die Bank of Japan zu sein. Die Eigentümerin der nach China zweitgrößten Devisenreserven wolle bis 2014 ihr Aktienengagement auf umgerechnet rund 27 Mrd. Euro verdoppeln. Die Schweizer Nationalbank und die Notenbank Tschechiens hätten ihren Aktienanteil auf zumindest zehn Prozent ihrer Reserven erhöht und die Zentralbank Israels habe 2012 zum ersten Mal Aktien gekauft.

In der Regel würden Notenbanken vornehmlich Staatsanleihen im Depot halten. Diese seien sehr liquide schnell am Markt zu verkaufen, wenn die Notenbank Gelder benötige. Da auch die Zentralbanken Risiken beachten würden, würden sie nun zumindest für Teile der hinzu kommenden Gelder in Sachwerte zu diversifizieren versuchen. Sachwerte könnten als Gegenpositionen zu Geldwerten gesehen werden. Hinter Sachwerten stünden nicht nur bloße Zahlungsversprechungen wie bei Anleihen, sondern reale Werte wie Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle und Unternehmen.

Eine Form von Unternehmen als Sachwert seien Aktien. Mit ihnen seien Anleger Mitinhaber des Unternehmens, an Grundstücken, Anlagen und Maschinen, an Patenten an Know-how, an Vertriebsnetzen und Mit-Arbeitgeber eingespielter qualifizierter Belegschaften. Da der Sinn von Sachwerten gerade auch im Schutz vor der Inflation zu sehen sei, verkörpere nicht jede Aktie das Sachwertprinzip gleichermaßen gut. Dies hänge nicht zuletzt vom Verschuldungsgrad des Unternehmens und den produzierten Gütern ab.

Würden die Notenbanker auch nur kleinere Teile ihrer Devisenreserven in die Aktienmärkte umschichten, könne dies eine kursstützende Wirkung entfalten. Denn die zirka 8,5 Billionen Euro an Devisenreserven hätten etwa den Wert von 20 Prozent der weltweiten Börsenkapitalisierung von gut 42 Billionen Euro. Zudem hätten sich die Devisenreserven allein 2012 weltweit um umgerechnet rund 560 Mrd. Euro vermehrt. Da der Trend der Notenbanker weg von niedrig verzinsten Anleihen mit vergleichsweise hohem Risiko hin zu Sachanlagen wie insbesondere hoch liquiden Aktien anhalten dürfte, würden die Aktienbörsen wohl eine neue Stütze erhalten.

Anleger könnten von dem Trend zur Aktie als Sachanlage mit dem DWS Sachwerte profitieren. Das Fonds-Management investiere derzeit gut die Hälfte des Fondsvermögens in Aktien. Renten- und Immobilien seien weitere hoch gewichtete Anlage-Instrumente. (Ausgabe vom 18.06.2013) (24.06.2013/fc/a/f)

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