17.11.2008 10:05
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DWS Top Dividende: Hauptsache Ausschüttungen


Unternehmen, die ihren Aktionären Jahr für Jahr hohe Dividenden zahlen, gelten als finanziell stabil und sind meist ein lukratives Investment. Der DWS Top Dividende sucht weltweit nach derartigen Titeln.

"Hohe Kapitalausschüttungen zeugen meist von einer guten Ertragslage"

Stabilität im eigenen Depot ist dieser Tage für fast jeden Anleger herzlich willkommen. Wer trotz der Turbulenzen weiterhin zu Aktien steht, findet etwas Stabilität bei solchen Papieren, die aus defensiven Sektoren stammen oder eine hohe Dividende zahlen. Letzteres sorgt zumindest für einen Strom regelmäßiger Erträge, auch wenn die Kurse gerade Achterbahn fahren sollten.

Spezielle Dividendenfonds verfolgen die Strategie, nur solche Titel zu erwerben, die die Aktionäre mit nachhaltig hohen Ausschüttungen verwöhnen. Zu dieser Fondsgattung zählt der DWS Top Dividende, der von Thomas Schüssler (Foto) gelenkt wird. Der Manager erklärt, was dividendenstarke Titel attraktiv macht: "Die hohen Kapitalausschüttungen eines Unternehmens zeugen meist von einer guten Ertragslage und werden von Marktteilnehmern positiv bewertet", sagt er.

Zudem hätten die entsprechenden Aktien in der Vergangenheit eine niedrigere Volatilität gezeigt und böten so Stabilität in turbulenten Börsenphasen. Der Fonds basiert auf einem Investmentansatz, der quantitative Analyse und aktives Fondsmanagement miteinander verbindet.

Durchschnittliche Ausschüttungsquote von 40 Prozent

Im ersten, quantitativen Schritt werden Aktien ausgewählt, die neben einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite ein solides Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote aufweisen. Konkret bedeutet das für den Fonds: "Die Dividendenrendite in unserem Portfolio beträgt derzeit rund fünf Prozent.

Im Weltaktienindex MSCI World sind es nur etwa drei Prozent", berichtet Schüssler. Und zum Thema Dividendenwachstum konstatiert er: "Es reicht uns, wenn die Ausschüttungen im gleichen Maß wie die Gewinne wachsen." Fünf bis zehn Prozent jährlich seien zufriedenstellend.

Die Ausschüttungsquote, also das Verhältnis von Dividende zu Gewinn des Unternehmens, liegt bei den Titeln im Fonds bei rund 40 Prozent. Dies sei ein gutes Verhältnis, um einerseits den Aktionären attraktive Erträge zu bieten und andererseits ein solides finanzielles Polster für die Unternehmen zu gewährleisten, meint Schüssler.

Hat diese erste Analyse interessante Titel zu Tage gefördert, begutachtet der Manager die Unternehmen nach fundamentalen Gesichtspunkten. Erst wenn neben der quantitativen Seite eines Werts unter anderem auch die Bilanzqualität, das Geschäftsmodell und die Bewertung gut sind, wird der Titel gekauft. Im Portfolio hat Schüssler seit geraumer Zeit Finanzwerte gegenüber dem Vergleichsindex untergewichtet.

"Wir wollen alle Sektoren abdecken"

"Ich habe mir schon früh Sorgen um wegbrechende Gewinne in dieser Branche gemacht", sagt er. Gleichwohl bleibt der Manager zu einem gewissen Teil in dem Bereich investiert. "Wir wollen ein diversifiziertes Produkt anbieten, was bedeutet, dass alle Sektoren abgedeckt sein sollten", begründet er seine Entscheidung.

Fazit: Unternehmen mit nachhaltig überdurchschnittlichen Dividenden bringen Stabilität in den Aktienteil des Depots. Durch das globale Anlageuniversum kann der Fondsmanager flexibel agieren.



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