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27.06.2011 15:44

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Delta Lloyd L Asian Participation Fund im Fokus


Amsterdam (aktiencheck.de AG) - Der Delta Lloyd L Asian Participation Fund (ISIN LU0614143393/ WKN A1JJSG) wurde am 1. März 2011 aufgelegt und ist seit kurzem auch in Deutschland zum Vertrieb zugelassen, so die Experten von Delta Lloyd AM.

Zurzeit sei die Suche nach möglichen, dem Value-Gedanken genügenden Fünf-Prozent-Beteiligungen in vollem Gang. Fondsmanagerin Gillian Wu erkläre, welche Kriterien insbesondere auf dem sich rapide entwickelnden chinesischen Markt erfolgsentscheidend seien.

Die aufstrebende chinesische Mittelschicht biete der Wirtschaft immense Möglichkeiten; davon zeuge die gigantische Nachfrage nach Konsumprodukten wie Autos und Mobiltelefonen. Doch die Auswahl geeigneter chinesischer Unternehmen für den Delta Lloyd L Asian Participation Fund sei eine kniffelige Aufgabe. Fondsmanagerin Gillian Wu: "Wir achten immer und überall genau auf die Rechts- und Gesetzesvorschriften, denen ein Unternehmen unterliegt, auf Corporate-Governance-Themen und auf die langfristigen Wettbewerbsvorteile des Unternehmens, in das wir investieren möchten. Doch auf einem so schnell wachsenden Markt wie China muss man noch genauer hinsehen."

Der Einfluss des chinesischen Staates auf die Wirtschaft sei sehr groß, vor allem auf Kommunal- und Provinzebene. Wu: "Der Berg ist hoch und der König ist fern", lautet ein altes chinesisches Sprichwort. Trotz der Konsolidierungsstrategie der Zentralregierung in bestimmten Sektoren ist häufig zu beobachten, dass verschiedene Regionen ein Großunternehmen aus einem solchen Sektor auswählen und aktiv unterstützen. Deshalb halten wir Ausschau nach relativ kleinen Unternehmen in Nischenmärkten, die weniger stark von wechselnden wirtschaftspolitischen Ausrichtungen abhängig und weniger anfällig für Boom-Bust-Zyklen sind."

Auch in China sei es wichtig, sich vor Ort im Unternehmen umzusehen, habe Wu festgestellt. "Wir sprechen nicht nur mit dem Management, wir besuchen auch Produktions- und Retailstandorte. So können wir mit eigenen Augen sehen, wie schnell die Maschinen laufen, wie groß die Lager-vorräte sind und ob die Retailoutlets günstig platziert sind. In einem Unternehmen wurde uns z. B. erzählt, dass keine Kinder beschäftigt würden, aber in der Fabrik sahen wir Kinder arbeiten. Wenn wir uns intensiv vor Ort umsehen, verringern wir die Gefahr solcher Corporate-Governance-Probleme."

Eine der schwierigsten Fragen bei der Auswahl von Unternehmen sei, ob diese gegenüber Mitbewerbern die Nase vorn behalten würden. Wu: "Nehmen wir Vitamin C als Beispiel. Mit 90% der Weltproduktion dominiert China diesen Markt. Man könnte also eine gute Marktstruktur erwarten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Während die weltweite Nachfrage bei 120.000 Tonnen pro Jahr liegt, hat sich die chinesische Gesamtkapazität in jüngster Zeit auf 190.000 Tonnen erhöht, was die Gewinnmargen zum Einsturz brachte. Um solche Probleme zu vermeiden, konzentrieren wir uns auf die effizientesten Unternehmen mit einem starken Markennamen in Nischenmärkten. Diese Unternehmen generieren stabile Cashflows und nachhaltiges Wachstum. Derzeit bauen wir Beteiligungen an einer Reihe von Unternehmen auf und knüpfen Beziehungen zum Management dieser Unternehmen." (27.06.2011/fc/a/f)

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