Crashtest: Acht Fonds für asiatische Immobilienaktien
Warum dieser Markt jetzt interessant ist
Adam Osborn, Manager des Schroder Asia Pacific Property
Der August war ein düsterer Monat für die globalen Aktienmärkte und damit auch für Immobilienaktien. Weil derzeit alles andere als sicher ist, in welche Richtung sich die Weltwirtschaft 2012 bewegt, sollten Anleger weiter Unternehmen mit soliden Bilanzen vorziehen.
Dazu gehören zum Beispiel Immobilienaktien aus Hongkong, die der Markt mit zum Teil attraktiven Abschlägen auf ihren inneren Wert handelt. Zwar ist der asiatische Immobilienmarkt nicht immun gegen die Geschehnisse im Westen. In den meisten Sektoren sind jedoch die Mieten und Immobilienwerte durch ein mangelndes Neuangebot und die anhaltend niedrigen Zinsen geschützt.
Daher nutzen wir den jüngsten Kursrutsch, um unsere bevorzugten Sektoren höher zu gewichten. Bei Gewerbegebieten etwa sehen wir außer in Hongkong auch in Singapur gute Chancen. Bei Wohnobjekten und in Japan und Australien agieren wir dagegen derzeit eher vorsichtig.
Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet
Im aktuellen Crashtest teilen sich Schroders und Allianz Global Investors den ersten Platz. Dabei vertraut die Allianz- Tochter dem Können der US-Gesellschaft European Investors.
Deren Manager James Rehlaender konzentriert sich in der Region auf die vier Märkte Hongkong, Japan, Singapur und Australien, die zusammen 87 Prozent seines Portfolios ausmachen. Der Rest verteilt sich auf Titel aus Thailand, Malaysia, Korea und von den Philippinen. Vom chinesischen Festland hält sich Rehlaender dagegen genauso fern wie Adam Osborn.
Der Manager des Schroder Asia Pacific Property investiert sogar zu 95 Prozent in die vier Kernmärkte Hongkong, Singapur, Japan und Australien. Sein Investmentansatz ist klassisch: Bottom-up-Auswahl ergänzt durch eine Top-down-Analyse. Das Portfolio ist sehr konzentriert, aktuell enthält es lediglich 32 Titel.
Anders als bei den beiden Spitzenreitern machen chinesische Aktien im Morgan Stanley Asian Property von Ted Bigman und im Henderson Asia-Pacific Property jeweils mehr als 10 Prozent aus. Der Henderson- Fonds verdankt seinen vierten Platz vor allem seinem langjährigen Manager Chris Reilly. Nachfolger Tim Gibson hat erst im März das Management und gleichzeitig die Team-Leitung für asiatische Immobilienaktien bei der britischen Gesellschaft übernommen.
Performance, Stressverhalten, Ratings - worauf es im Crashtest ankommt
DER FONDS hat alle auf asiatische Anleihen spezialisierten Fonds geprüft, die Ende August 2011 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten.
Der Rating-Vergleich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.
Der Artikel "Crashtest: Acht Fonds für asiatische Immobilienaktien " wurde bereitgestellt von DER FONDS.




