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15.01.2003 10:40

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Der da Vinci Med Pharma Med Tech wandert auf Leonardos Spuren


De Humani Corporis Fabrica - der Bau des menschlichen Körpers - so heißt ein wichtiges Traktat von Leonardo da Vinci. Wegen dieses Werks durfte Leonardo auch Pate stehen für die Namensgebung des "da Vinci Med Pharma Med Tech-Fonds". Denn so akribisch, wie

Auf sich alleine gestellt, wie der große Forscher der Renaissance, sind sie dabei nicht. "Wir haben für europäische Unternehmen ein eigenes Researchteam, das aus Naturwissenschaftlern besteht", sagt Reil. Researchaufträge vergeben sie nur bei außereuropäischen Firmen.

Seit Auflegung im Ooktober 2001 liegt der Fonds in der Spitzengruppe

Bislang haben sie Erfolg: Seit Auflegung im Oktober 2001 liegt der Fonds kontinuierlich in der Spitzengruppe und hat sich um gut fünf Prozentpunkte besser entwickelt als der Gesundheitsindex. Zudem ist der Fonds weitaus weniger volatil.

Fondsmanager Rudolf Reil initiierte ersten deutschen Pharmafonds

Knapp 25 Prozent Verlust im vergangenen Jahr klingen zwar nicht gut: Doch damit war der da-Vinci-Fonds der Beste unter den Pharmafonds. Mit ein Grund ist sicher, dass Reil einer der Pioniere im Pharmafonds-Business ist. Er initiierte für die Deutsche Apotheker- und Ärztebank den ersten deutschen Pharmafonds.

"Wichtig ist das Management und die Produktpipeline"

Als Stockpicker achtet Reil auf fundamentale Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote oder das Umsatzwachstum. "Die Bilanz ist aber nicht alles. Wichtig ist mir vor allem auch das Management, die Strategie, die Firmenentwicklung und die Produktpipeline", betont Reil. Was nütze das solideste Unternehmen, wenn die Aussichten nicht stimmten, so der Marktkenner: "Wir nehmen jede Firma genauestens unter die Lupe."

"Wir investieren bis zu 50 Prozent in Mid-Caps"

Ein Gespräch unter vier Augen sei jedoch durch nichts zu ersetzen. "Ich kann erst Vertrauen haben, wenn ich das Management persönlich kenne", präzisiert der Pharmaexperte. "Daher investieren wir auch bis zu 50 Prozent in Mid-Caps", so Reil. Weil der Informationsfluss dort viel besser sei als bei großen Unternehmen.

"Roche, Schering oder Aventis bringen Sicherheit ins Depot"

Weiterer Vorteil der Mid-Caps: "Die Kurse reagieren schneller auf Unternehmensnachrichten." Zudem hätten sich die Werte aus der zweiten Reihe in der Vergangenheit deutlich besser entwickelt als die erste Garde. "Dennoch setzen wir auch auf Werte wie Roche, Schering oder Aventis. Die bringen Sicherheit ins Depot", sagt Reil.

"Es macht wenig Sinn, das Geld in schlechte Aktien zu stecken"

Um das Risiko zu begrenzen, bleiben spekulative Biotech-Titel sowie Unternehmen, die nur in Forschung und Entwicklung tätig sind, außen vor. Weiteres Merkmal: Je nach Markteinschätzung hält Reil eine Cash-Quote von bis zu 20 Prozent. "Wenn es keine interessanten Titel gibt, macht es wenig Sinn, das Geld in schlechte Aktien zu stecken", sagt Reil. Zudem habe er so die Möglichkeit, auch mal die eine oder andere Tradingchance wahrzunehmen.

Manager favorisieren Medizintechnik und Generika-Hersteller

Für die 25 bis 30 in Frage kommenden Titel favorisieren die da-Vinci-Manager derzeit vor allem Generika-Hersteller und die Medizintechnik-Branche. Grund: "Vor allem der Markt für Ersatzteile – Zahn- und Gelenkersatz – wird wegen der steigenden Lebenserwartung immer wichtiger", erläutert Reil. Generika-Hersteller profitierten von den zunehmenden Sparbemühungen und immer kürzer werdenden Patentschutzzeiten.

"Mit Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent kann man auf lange Sicht rechnen"

Insgesamt erwartet Reil, dass sich der Gesundheitssektor besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Aber auch hier wüchsen die Bäume nicht in den Himmel: "Mit Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent kann man auf lange Sicht aber rechnen", so der Experte. 


Fonds im Überblick:

Fonds: da Vinci Med Pharma Med Tech
WKN:  798 516
Anlageschwerpunkt: Gesundheit
Fondsgesellschaft: da Vinci  
Fondsmanager: Rudolf Reil und Lothar Dörr  

Fondsvermögen: 3,8 Milionen Dollar 
Auflegungsdatum: 1. Oktober 2001 

Ausgabeaufschlag: 4,0 % 
Jahresgebühr: 1,70 %  
Mindestanlage: ein Anteil 
Sparplan: möglich 


Top-Ten (per 07.01.2003):
1. Beiersdorf:
8,5 %
2. Aventis: 7,1 %
3. Sanofi Synthelabo: 6,2 %
4. Schering:
5,7 %
5. Gehe: 5,3 %
6. Serono: 4,3 %
7. Bayer: 4,1 %
8. Abbott Laboratories: 4,1 %
9. Lonza: 3,9 %
10. Roche Holding: 3,7 %
Summe: 52,9 %

Währungs-Allokation (per 07.01.2003):
1. Euro: 48,8 %
2. Schweizer Franken: 20,0 %
3. US-Dollar: 15,1 %
4. Britisches Pfund: 4,2 %
5. Cash: 11,9 %

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