25.02.2013 08:30
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Die Eurozone wird abgehängt

Merklicher Dämpfer für die Eurozone. China auf der Überholspur.

Die erste Schätzung der Einkaufsmanagerindizes der Eurozone für Februar enttäuschte auf ganzer Linie. Der signifikante Anstieg im Januar kehrte sich im Februar nahezu vollständig wieder um. Die konjunkturelle Erholung verläuft damit in der Eurozone nur sehr schleppend. So ist auch bei der finalen Version der Einkaufsmanagerindizes (Freitag) nicht mit einer merklichen Verbesserung zu rechnen.

Einkaufsmanagerindizes Eurozone seit 2005

Auch beim Geschäftsklimaindex (Mittwoch) der Europäischen Kommission droht vor diesem Hintergrund ein Rückschlag. Der konjunkturelle Rücksetzer dürfte noch im Einklang mit der vorsichtigen Wachstumsprognose der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen, daher ist eine Leitzinssenkung nach wie vor eher unwahrscheinlich. Zumal die EZB auch die Entwicklung der Geldmenge und der Kredite (Mittwoch) bei der Zinsentscheidung berücksichtigen wird. Die Inflation in der Eurozone dürfte sowohl im Januar (Donnerstag) als auch im Februar (Freitag) bei 2,0 % gelegen haben.

Im Gegensatz dazu signalisiert die erste Schätzung des Einkaufsmanagerindex in den USA eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik bei 55,2 im Februar nach 55,8 im Januar. Die regionalen Geschäftsklimaindizes wie der Philadelphia Fed Index haben in den vergangenen Monaten an Prognosekraft verloren und sind daher nicht aussagekräftig. Insgesamt spricht einiges für einen einigermaßen stabilen ISM-Index (Freitag). In China beschleunigte sich die Wachstumsdynamik nochmals deutlich. Der MNI China Business Sentiment Indicator sprang im Februar auf 61,8. Erfahrungsgemäß hat der MNI-Indikator sehr gute Vorlaufeigenschaften vor dem Einkaufsmanagerindex in China (Freitag), der auch im Februar nochmals gestiegen sein dürfte.

MNI China Business Sentiment Indicator

Risiken für die Eurozone durch Wahlen in Italien und Zypern

Am Montag um 15.00 Uhr werden die ersten Wahlergebnisse aus Italien veröffentlicht. Untersuchungen aus den USA zeigen, dass sogenannte politische Finanzmärkte, bei denen beispielsweise auf den Ausgang von Wahlen gewettet werden kann, die besten Prognoseergebnisse erzielen. Auf der Internetseite Intrade.com kann man auch auf den Wahlausgang in Italien wetten. Derzeit wird für einen Wahlsieg von Berlusconi nur eine Wahrscheinlichkeit von 4,5 % eingeräumt. Die Chance für eine „böse“ Überraschung ist vor diesem Hintergrund wohl eher gering. Nichtsdestotrotz hat der Ausgang der Senatswahlen noch wichtige Implikationen für die Handlungsfähigkeit einer neuen Regierung. Von daher bleibt der Wahlausgang spannend und das Risiko einer nur eingeschränkt handlungsfähigen Regierung hoch.

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