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21.03.2003 10:05

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Die FondsNote kommt


"Es ist nicht leicht für Anleger, sich in der Masse der Fonds am Markt zurecht zu finden", sagt FondsConsult-Vorstand Rüdiger Sälzle. Rund 5000 Fonds werden in Deutschland mehr oder weniger aktiv angeboten. Nimmt man noch die unterschiedlichen Tranchen für Private und Institutionelle, mit oder ohne Agio bzw. ausschüttend oder thesaurierend hinzu, steigt die Zahl rasch Richtung 8000. Wie Anleger und Anlageberater sich da noch zurecht finden sollen?

"Ziel der FondsNote ist es, aus der Masse der in Deutschland angebotenen Fonds die dauerhaft erfolgreichen von den kurzfristigen Überfliegern unterscheiden zu helfen", sagt Ronny Kohl, Chefredakteur des wöchentlich erscheinenden Anlegermagazins FINANZEN Investmentfonds. Dabei wird das Ergebnis der Fonds-Prüfung als Auswahlkriterium und Entscheidungshilfe in einer einzigen (Schul)Note ausgedrückt. Und die Ergebnisse werden monatlich überprüft.

Die Idee der FondsNote ist Beständigkeit

Die FondsNote basiert auf der Annahme, dass Fonds, die es in der Vergangenheit geschafft haben, beständig besser abzuschneiden als ihre Benchmark sowie ihre Konkurrenten, unter sonst gleichen Bedingungen auch in der Zukunft überdurchschnittliche Erfolge zeigen sollten. "Und das bei angemessenem Risiko", wie Kohl betont. Umgekehrt gilt das Gleiche auch bei Fonds, beständig schlechter laufen als Bechmark und Wettbewerber. Zugleich dient die FondsNote als "Frühwarnsystem", wenn sich einzelne Parameter ändern, so dass die Beständigkeit gegebenenfalls nicht mehr gewährleistet ist.

Die quantitative Komponente der FondsNote

Die Basis der FondsNote ist der quantitative Teil, der das Abschneiden der einzelnen Fonds gegenüber ihrer Benchmark und gegenüber der Konkurrenz (Peer Group) sowie das dabei eingegangene Risiko anhand der Volatilität misst. Und zwar für insgesamt 36 rollierende 12-Monats-Intervalle, um die Kontinuität der Ergebnisse beurteilen zu können. Um eine Note zu erhalten, muss ein Fonds also mindestens 4 Jahre alt sein. Die hieraus gewonnene quantitative Teilnote geht zu 70 Prozent in die Gesamtnote ein.

Die qualitative Komponente der FondsNote

Die qualitative Komponente der FondsNote testet sozusagen die weichen Faktoren des Fondsmanagements. Namentlich werden die Kriterien Managerkontinuität, Konstanz des Investmentansatzes sowie Produktklarheit und Produktwahrheit überprüft. "Das sind die Parameter, die das "was" und "wie" des Fondsmanagements ausmachen", erklärt FondsConsult-Vorstand Rüdiger Sälzle die Bedeutung des qualitativen Ratings. Je nach Ausmaß, in dem die qualitativen Kriterien erfüllt werden, erhält der Fonds eine qualitative Teilnote, die abschließend zu 30 Prozent in die Gesamtnote eingeht.

Die FondsNote ist wie die Schulnoten gestaffelt

Bei der final berechneten FondsNote steht die Note 1 für eine ausgezeichnete Leistung, die 2 bedeutet gut und die 3 befriedigend. Eine 4 bescheinigt ein unterdurchschnittliches Abschneiden und eine 5 ein ungenügendes. "Somit sind aus Anlegersicht nur Fonds mit den Noten 1 bis 3 empfehlenswert", zieht Fonds-Redakteur Kohl ein Fazit. Von Fonds, die mit FondsNote 4 oder 5 bewertet sind, sollten Anleger hingegen besser die Finger lassen. Die FondsNote wird erstmals Anfang April vergeben, die Ergebnisse werden erstmals Anfang Mai veröffentlicht.

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