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18.05.2009 12:18

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Die besten globalen Aktienfonds


Wien (aktiencheck.de AG) - Der Ausblick für globale Aktien bleibt unsicher, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Das würden die jüngsten Wirtschaftsdaten bestätigen, die alles andere als einheitlich ausfallen würden. Auf eine schnelle Erholung der Weltkonjunktur würden sie jedenfalls noch nicht hinweisen.

Experten würden daher - nach den zuletzt starken Kursanstiegen - mit weiteren Korrekturen rechnen. Anleger könnten in diesem unsicheren Umfeld aus den extrem attraktiven Bewertungen ihren Nutzen ziehen. Selten zuvor seien Qualitätsunternehmen so günstig zu haben gewesen wie zurzeit.

Der beste globale Aktienfonds im "e-fundresearch.com"-Ranking auf Basis der Sharpe Ratio (0,45) über fünf Jahre sei derzeit der MULTI-AXXION InCapital Taurus (ISIN LU0140029017/ WKN 982265). In den letzten fünf Jahren habe er Anlegern eine durchschnittliche jährliche Performance von 8,99 Prozent gebracht. In den ersten vier Monaten des Jahres habe er mit einem Minus von 1,04 freilich eine leicht negative Performance verzeichnet. An zweiter Position sei der Carmignac Investissement A (ISIN FR0010148981/ WKN A0DP5W) mit einer Sharpe Ratio von 0,39 und einer sehr starken Performance von 20,77 Prozent seit Beginn des Jahres 2009.

Ebenfalls sehr positiv habe sich seit Beginn des Jahres der von Graham French gemanagte M&G Global Basics (ISIN GB0030932676/ WKN 797735) entwickelt. Mit einem Performanceplus von 13,87 sei er hier der zweitstärkste Fonds im Ranking. French setze derzeit nach eigenen Angaben auf große Konsumgüterwerte wie Colgate Palmolive.

Der von Gerald Kichler gemanagte FIVV-Aktien-Global-Select (ISIN DE0009790865/ WKN 979086) habe seit Jahresbeginn ein Performanceminus von 4,42 Prozent zu Buche stehen. Auf Fünfjahressicht sei die Wertentwicklung mit einem Plus von 5,42 Prozent wiederum erfreulicher für Anleger. Der Experte glaube nicht, dass im Zuge weiterer Korrekturen die Tiefstände von Anfang März erreicht würden. Wenig wahrscheinlich sei auch - wegen der weiterhin tristen Lage am US-Immobilienmarkt - eine rasche Stabilisierung des US-Konsums. Anleger könnten jedoch von dem anhaltend volatilen Marktumfeld profitieren und sich das eine oder andere Schnäppchen ins Wertpapierdepot legen. "Besonders gute Kaufgelegenheiten könnten sich dann ergeben, wenn einzelne Unternehmen im laufenden Quartal zu erneuten Gewinnwarnungen gezwungen wären", so Kichler.

Trotz der unsicheren Aussichten glaube French an die langfristigen Wachstumsperspektive der Schwellenländer. Indien und China würden als die bevölkerungsreichsten Länder der Welt an der Spitze eines über mehrere Jahrzehnte andauernden Transformationsprozesses stehen, in dem hohe Investitionen in Infrastrukturprojekte die Rohstoffnachfrage anheizen würden. "Diese öffentlichen Ausgaben schaffen wiederum Arbeitsplätze und füllen die Geldbörsen der Arbeitnehmer. Dadurch entsteht letztlich eine rasch wachsende Mittelklasse die willig ist zu konsumieren um ihre Lebensqualität zu verbessern", so French.

Kichler habe einen eher nüchternen Ausblick, was die unmittelbare Zukunft betreffe. Zwar würden sich die staatlichen Stimulationsmaßnahmen ab dem vierten Quartal 2009 positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken, mehr als ein Strohfeuer würden sie jedoch nicht auslösen. Diese würde spätestens Mitte 2010 bereits wieder erloschen sein. "Danach kommen wieder die dämpfenden Faktoren der strukturellen Wirtschaftskrise zum Tragen. Dieser strukturelle Abschwung wird wohl erst gegen 2012 auslaufen und bis dahin noch einige Kollateralschäden in der Realwirtschaft zur Folge haben", so Kichler.

Bei ARTS Asset Management beschäftige man sich weniger mit fundamentalen Einschätzungen - weder auf Mikro- noch auf Makro-Ebene. Der C-QUADRAT ARTS Best Momentum (ISIN AT0000825393/ WKN 541664) werde rein quantitativ mit einem selbst entwickelten technischen Handelssystem verwaltet. Dementsprechend setze das System auf Titel in Sektoren, in denen - im Vergleich zum restlichen Anlageuniversum - relativ stabile Trends zu erkennen seien. Aus der derzeitigen Asset Allocation lasse sich nach Angaben von Leo Willert, Managing Director von ARTS Asset Management, eine starke Asien-Gewichtung ablesen. "Das heißt das Handelssystem ortet in dieser Region zumindest auf kurz- bis mittelfristige Sicht die mathematische Chance auf eine Outperformance gegenüber dem marktbreiten Index", erkläre Willert.

French gehe beim Management des M&G Global Basis nach eigenen Angaben nicht auf Basis einer Länder- und Sektorenallokation vor. "Ich suche einzelne Unternehmen aus die meinen Investmentkriterien entsprechen", so der Fondsmanager. Jegliche Über- oder Untergewichtungen wären ausschließlich das Ergebnis von unternehmensspezifischen Faktoren. Konkret suche er nach Unternehmen mit starkem Management-Team, ausgeprägten Wettbewerbsvorteilen, nachhaltigen Marktanteilen und nicht zuletzt attraktiven Bewertungen.

Stark vertreten sei in seinem Fonds derzeit der Konsumgütersektor. So würden sich unter den zehn größten Positionen Unternehmen wie Colgate-Palmolive, Unilever und Kerry Group befinden. "Meiner Ansicht nach können diese Unternehmen nicht nur von den in den Emerging Markets ausgeprägten Faible für Premium-Marken profitieren, sondern besitzen auch die defensiven Qualitäten, die in Zeiten wie diesen gefragt sind", so French. Dazu würden vor allem eine breite Diversifizierung und starke Cash-Generierung zählen. In den letzten zwölf Monaten sei die Exposure des Fonds gegenüber solchen Unternehmen von 20 auf rund 30 Prozent gestiegen. Der zweitgrößte Sektor im Fonds - Rohstoffe - sei über den gleichen Zeitraum laut French von 40 auf 25 Prozent reduziert worden.

Der Anlageschwerpunkt im FvS Aktien Global (ISIN LU0097333701/ WKN 989975) liege derzeit mit einem Anteil von knapp 15 Prozent bei Öl- und Versorgerwerten, gefolgt von Konsum (11 Prozent) und Pharma (8 Prozent). "Aufgrund der weiterhin unübersichtlichen Situation im globalen Finanzsystem befinden sich nach wie vor keine Finanztitel im Fondsvermögen", erkläre Kichler. Obwohl er die Gefahr eines weltweiten Systemkollaps aufgrund der umfangreichen Rettungsmaßnahmen seitens der Regierungen und Notenbanken vorübergehend für gebannt halte, wären weitere stark gewinnverwässernde Kapitalerhöhungen sowohl bei Banken als auch bei Versicherungen nicht auszuschließen.

Dazu komme, dass die Ertragskraft des Sektors in den kommenden Jahren aufgrund von strukturellen Veränderungen wie einer Bankenaufsicht oder erhöhten Eigenkapitalerfordernissen nachlassen dürfte. (18.05.2009/fc/a/f)

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