25.03.2013 14:36
Bewerten
(0)

Dividenden bringen realen Wertzuwachs

Aktuelle Studie rät Beratern, verstärkt auf Dividendenstrategien zu setzen. Besseres Rendite-Risiko-Profil als Anleihen.

In Zeiten historisch niedriger Zinsen, wiederkehrender Volatilität an den Kapitalmärkten und einer Phase, in der die Industriestaaten ihre Schulden abbauen müssten, sollten Dividendenstrategien ihre Qualitäten ausspielen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Dividendenstrategien in Zeiten der finanziellen Repression“, von Allianz Global Investors.

Neben den Renditen von Staatsanleihen höherer Bonität – die Ende Februar 2013 auf einem Rekordtief notierten – sind auch die Verzinsungen vieler europäischer Investment Grade-Unternehmensanleihen zurückgekommen, so die Studie. Nach einer dreijährigen Hausse brächten sie aktuell nur durchschnittlich 2,0 Prozent. Die mitunter negativen Realzinsen könnten kaum die langfristigen Renditeanforderungen der Anleger erfüllen. „Das Rendite-Risiko-Profil von Dividendenstrategien scheint im Vergleich mit anderen Vermögensklassen wesentlich interessanter“, kommentiert Dennis Nacken, Autor der Studie.

Dividendenstarke Titel sollten fokussiert werden

Dividendenstrategien vereinten die Qualitäten von aktuell hohen Dividendenrenditen und historisch niedrigen Kursvolatilitäten. Gleichzeitig böten sie Inflationsschutz. „So war die Diskrepanz zwischen den Dividendenrenditen und den Renditen von Unternehmensanleihen zumindest für europäische Unternehmen noch nie so hoch wie heute“, so der Autor. Insbesondere europäische Unternehmen zeigten sich ausschüttungsfreundlich: Ende Februar 2013 habe deren Dividendenrendite marktweit bei durchschnittlich 3,5 Prozent gelegen (Basis: MSCI Europa).

Wenn Berater dividendenstarke Titel fokussierten, ließe sich die zu erwartende Dividendenrendite im Portfolio spürbar erhöhen. Rund 80 der 461 Mitglieder des MSCI Europa Index wiesen im Februar einen Wert von über vier Prozent auf. Entsprechend hätten europäische Dividendenstrategien zum gleichen Zeitpunkt Dividendenrenditen von über fünf Prozent generieren können. Aber nicht nur in Europa, auch in anderen Regionen der Welt liege der Prozentsatz zum Teil deutlich über den Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen.

Dividendenrenditen europäischer Aktien auf attraktivem Niveau

Gleichzeitig sei zu beobachten, dass Dividenden dem Depot zu mehr Stabilität bzw. zu einem realen Wertzuwachs verhelfen können. „Vor allem Investoren europäischer Aktien konnten sich in der Vergangenheit über hohe Ausschüttungssummen freuen“, erkennt Nacken. Der Performancebeitrag von Dividenden des MSCI Europa sei über rollierende Fünfjahreszeiträume seit 1973 stets positiv gewesen.

Geschäftsmodell des Unternehmens sollte beachtet werden

„Wir gehen davon aus, dass die Unternehmensgewinne in diesem Jahr moderat wachsen und die Ausschüttungsquote der Dividenden von ihrem aktuell historisch geringen Wert wieder ansteigen wird“, erwartet Jörg de Vries-Hippen, Co-Portfoliomanager des Allianz European Equity Dividend. Gemeinsam mit der Stärkung der Eigenkapitalbasis und höherer Cash-Bestände deute dies auf nachhaltige und stabile Dividendenrenditen hin. „Der alleinige Fokus auf hohe Dividendenauszahlungen kann jedoch irreführend sein“, warnt er. Entscheidender sei das Geschäftsmodell eines Unternehmens, das zusätzlich zu einer aktionärsfreundlichen Geschäftspolitik zukunftsträchtige Gewinnerwartungen prägen sollte. „Wenn das Geschäftsmodell funktioniert, kann das Unternehmen auch die Auswirkungen einer Inflation durch Preiserhöhungen ausgleichen, was wiederum seine Gewinne und letztendlich auch seine Dividenden erhöhen kann“, so Vries-Hippen.

Die vollständige Studie im pdf-Dokument

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX kaum verändert -- Dow stabil -- EZB-Geldpolitik wie erwartet unverändert -- Deutsche Bank verdient mehr -- Bayer hebt Prognose an -- BASF mit Gewinnsprung -- RWE, AIXTRON, Wirecard im Fokus

Rocket Internet-Aktie: Rakete mit Fehlzündungen ein spekulatives Investment? Darum ist Prime für Amazon unverzichtbar geworden. Angeblicher Abgas-Schwindel - Umwelthilfe klagt gegen Daimler. Linde-Fusionspartner Praxair mit Gewinn- und Umsatzplus. EZB lässt Beurteilung der Wachstumrisiken unverändert.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
Munich Re SE (ex Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG)843002
AURELIUSA0JK2A
BayerBAY001
AIXTRON SEA0WMPJ
Allianz840400
Apple Inc.865985
Lufthansa AG823212
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99