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27.10.2009 09:20

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Dt. Fondshandel Gewinnmitnahmen überwiegen


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Umsätze im Handel mit aktiv verwalteten Fonds an der Börse Frankfurt nehmen weiter moderat zu, so die Deutsche Börse AG

Gleichzeitig wachse die Angst der Anleger vor größeren Korrekturen. Am späten Montagnachmittag habe der Dax in kürzester Zeit 1,7 Prozent nachgegeben. "Die Ausschläge nach unten werden immer heftiger, als ob die Leute ihr Geld retten wollten", meine Frank Wöllnitz vom ICF Kursmakler.

Unter Verkaufsdruck hätten laut Matthias Präger von der Baader Bank europäische und deutsche Aktienfonds gestanden. So hätten sich viele Anleger von Anteilen des größten in europäische Aktien investierenden Fidelity Funds European Growth Fund A (EUR) (Fidelity_Funds_-_European_Growth_Fund_A_(EUR)) getrennt und sich über Gewinne gefreut. Kräftig verkauft worden sei auch der Fidelity Funds - Germany Fund A (EUR) (Fidelity_Funds_-_Germany_Fund_A_(EUR)), der überwiegend in deutsche Standardwerte anlege. Verkauft worden sei auch wieder, wie vergangene Woche, der cominvest Fondak P (cominvest_Fondak_P), der in Unternehmen mit hohem Substanzwert investiere.

Größere Umsätze, klar geprägt von Verkäufen, habe der Spezialist auch beim international engagierten Astra-Fonds beobachten können. Der 490 Millionen Euro schwere Fonds setze überwiegend auf Aktien, aber auch auf verzinsliche Wertpapiere, Indexzertifikate und Optionsanleihen, wobei das Management das Augenmerk auf das Wachstum der Anlagewerte richte. "Seit Anfang des Jahres kommt der Fonds auf einen Wertzuwachs von rund 9 Prozent", wisse Präger.

Weniger gesucht worden seien trotz steigender Kurse die beiden chinesischen Zwillinge Baring Hong Kong China Funds (Baring_Hong_Kong_China_Fund_(EUR)), die in Aktien von Unternehmen mit Sitz in Hongkong anlegen würden, berichte Präger. Das Anlageziel des Fondsmanagements sei die langfristige Substanzwerterhöhung.

Ins Portfolio hätten Anleger dagegen Anlagepapiere des in Goldminenwerte investierenden BGF World Mining Fund (BGF_World_Mining_Fund_A2_EUR) geräumt. Stark nachgefragt worden seien laut Präger auch Werte des BGF World Mining Fund (BGF_World_Mining_Fund_A2_USD), der in großen Minenunternehmen anlege, die Eisenerz und Kohle fördern würden.

Wie Spezialist Wöllnitz bestätige, hätten Rohstoffe das Geschehen der vergangenen fünf Handelstage dominiert. Der steigende Ölpreis sorge für Unruhe und bewirke Umsätze in beide Richtungen. Eine klare Tendenz zu mehr Käufen oder Verkäufen sei dagegen nicht zu erkennen. "Der Ölpreis liegt mittlerweile auf einem Niveau, das die Leute nervös macht. Während die einen Gewinne mitnehmen, springen die Mutigeren noch auf den Zug auf", kommentiere der Experte. So habe Wöllnitz in letzter Zeit satte Umsätze beim Allianz RCM Rohstofffonds A (EUR) (Allianz_RCM_Rohstoffonds_A_(EUR)) beobachten können. Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen aus dem Rohstoffbereich mit Fokus auf Bodenschätze.

Über massive Verkäufe berichte Wöllnitz bei zwei großen Immobilienfonds, dem DEGI Europa (DEGI_Europa) und dem Morgan Stanley P2 Value (Morgan_Stanley_P2_Value_). Den Grund dafür vermute Wöllnitz in der kürzlich verlängerten Aussetzung der Anteilrücknahme beider Fonds. Damit seien Anlegergelder in Milliardenhöhe auf unbestimmte Zeit eingefroren. "Seit der Aussetzung der Anteilrücknahme Ende 2008 reichen die liquiden Mittel nach wie vor nicht aus", stelle der Spezialist fest.

Extrem volatil gebe sich laut Wöllnitz wieder der DWS Russia (DWS_Russia). Bereits kurz nach der Eröffnung der Frankfurter Börse habe die Anlage 1,5 Prozent im Plus, fünf Minuten später ein Prozent im Minus und heute am späten Vormittag ganze 3 Prozent im Minus gelegen. "Nichts für schwache Nerven", kommentiere der Experte. (27.10.2009/fc/a/f)

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